Frische Champignons erkennen

Frische Champignons sind recht einfach zu erkennen. Die Pilze sollten prall und fest sein, größere braune Flecken sollten sie eigentlich nicht haben. Schauen Sie sich im Supermarkt vor allem die Unterseite der Pilze an. Bei frischen Champignons sind die Hüte komplett geschlossen, die Lamellen sind nicht sichtbar. Mit fortschreitender Lagerung öffnet sich der Champignons und die Lamellen kommen zum Vorschein.

frische Champignons (Bild: Paul-Georg Meister / pixelio.de)

Pilze im Kühlschrank aufheben

Frisch gekaufte Pilze können Sie im Kühlschrank durchaus bis zu einer Woche aufheben, sofern sie gut gelagert werden. Pilze brauchen Luft. Hat die Kunststoffverpackung auf der Unterseite viele Löcher, können Sie die Champignons wie gekauft einfach im Kühlschrank auf einem Rost (damit Luft von unten daran kommt) aufheben. Falls nicht, sollten Sie die Packung auf jeden Fall öffnen und die Champignons nur mit einem Küchentuch oder einem Stück Papier abdecken.

Wann Sie Champignons nicht mehr essen können

Geöffnete Lamellen sind immer ein Hinweis darauf, dass die Champignons schon älter und bereits überlagert sind, allerdings können sie trotzdem manchmal noch verzehrt werden. Je dunkler die Lamellen sind, desto älter ist der Pilz, sie verfärben sich von Beige nach Schwarz. Wenn die Lamellen dunkel sind und Sie außerdem einen intensiveren, moderigen Geruch feststellen, sollten Sie die Champignons nicht mehr essen. In der Regel sind in diesem Stadium die Köpfe der Pilze bereits trocken geworden oder weisen viele braune Flecken auf. Auch ein klebriger Belag auf den Pilzen weist auf Verderbnis hin. Wenn Sie unsicher sind, schneiden Sie einen Champignon durch. Ist er innen bereits glasig und/oder leicht bräunlich bzw. bei braunen Champignons dunkler gefärbt, sind die Pilze verdorben.

Diese Pilze sind schon älter und eindeutig überlagert
Champignons mit sichtbaren Lamellen

Champignons mit sichtbaren Lamellen (Bild: Gerda Müller / pixelio.de)

Was bei Champignons manchmal wie weißer Schimmel aussieht, können übrigens harmlose Pilzsporen sein. Grüner Schimmel auf Champignons hingegen ist giftig, solche Pilze sollten Sie auf keinen Fall essen!

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Wie lange kann ich gekochte Champignons essen und darf man diese aufwärmen?

Früher hieß es immer, gekochte Champignons dürfe man nicht wieder aufwärmen. Es wird heute oft behauptet, dass Pilze mittlerweile bedenkenlos aufgewärmt werden könnten. So einfach ist es jedoch nicht. Die alte Warnung, Pilzgerichte nicht ein zweites Mal aufzuwärmen, hatte ihren Grund. Pilzeiweiß ist sehr empfindlich, bei längerem Warmhalten und mehrmaligem Erwärmen werden Pilze schwer verdaulich und entwickeln sogar Giftstoffe, wenn sie mit bestimmten Bakterien in Berührung gekommen sind. Besonders Kinder und empfindliche Personen sollten möglichst keine aufgewärmten Pilzgerichte essen. Ich persönlich empfehle das Aufwärmen von Gerichten, die sehr viele Pilze enthalten, zu unterlassen. Bei einem Gericht mit einigen wenigen Champignons wie zum Beispiel einem Auflauf oder einer Sauce gibt es sicher kein Problem.

 

 

 

Wenn möglich verarbeiten Sie Champignons frisch und essen Sie ein Pilzgericht am Tag der Zubereitung auf. Kalt zubereitete, gekochte Pilze wie zum Beispiel marinierte Champignons können Sie auch zwei Tage später noch bedenkenlos essen, sofern sie im Kühlschrank aufbewahrt wurden. Rohe Champignons in Salaten sollten möglichst am selben Tag gegessen und nicht länger aufbewahrt werden. Rohe Champignons sind, nebenbei bemerkt, schwer verdaulich und sollten ohnehin nicht in großen Mengen verzehrt werden.

Champignons aufwärmen

Wenn Sie ein Pilzgericht unbedingt aufwärmen möchten, sorgen Sie vor allem dafür, dass es nach der Zubereitung rasch abgekühlt und im Kühlschrank aufbewahrt wird. Am nächsten Tag können Sie ein Gericht, das einige Champignons enthält, kurz und schnell auf mindestens 70°C erhitzen und in der Regel noch bedenkenlos essen. Dies gilt zumindest für Champignons, bei einigen anderen Pilzarten wie z. B. Steinpilzen ist größere Vorsicht geboten.

Auf keinen Fall wieder aufgewärmt werden dürfen Pilzgerichte, die längere Zeit ungekühlt gestanden haben oder warm gehalten wurden.

Angela Michel

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