Auch die größte Mauer begann mal als kleiner Stein.

Der ist jetzt nicht wirklich klein. An der Uhrkette tragen wäre bei dem auch nicht tatsächlich machbar. Deshalb ist eine Sackkarre zum Transport solcher Brocken schon recht hilfreich. Den kann man auch nicht 20-mal hin und her rücken. Deshalb überlegen wohin, und den Platz vorbereiten. Kleinere Korrekturen kann man mit Hilfe eines Brecheisens immer noch vornehmen.

Grundsätzlich gilt, die Dicksten nach unten. Möglichst breites Fundament sollte man haben. Die oberen Steine halten nicht, wenn der untere wackelt. Ich habe erstmal einen Haufen Steine besorgt. Man benötigt schon eine gewisse Auswahl, dann kann man Schritt für Schritt die passenden Stücke aufmauern. Bei der Trockenmauer gibt es keinen Mörtel. Alles hält nur durch das eigene Gewicht.

Hang notdürftig abgestützt

Der Druck und das Wasser hat die alte Mauer umgerissen

Erst Steine besorgen, wir brauchen die Auswahl.

Am besten nach Größe vorsortieren

Der Grundstein muss sitzen!

Eine Trockenmauer baut man schräg gegen den Hang. Je höher die Mauer, desto mehr sollte sie gegen den Hang geneigt sein. Mit der Zeit wird die eh von selber gerade. Ich lasse Spalten, damit Wasser ablaufen kann. Nichts ist schlimmer, als Stau-Nässe im Winter. Die hat Sprengwirkung. Nun ist es natürlich Geschmacksache, wie ich die Steine setze. Ich tue einige lange Steine auch in die Tiefe mauern. Die Erde, die dann angefüllt wird, drückt so von oben auf meine Mauer. Das stabilisiert diese enorm. Persönlich lasse ich größere Zwischenräume, weil ich noch Moos und Steingewächse anpflanze. Das wirkt dann sehr rustikal.

Hier sieht man, wie die Erde gegen die provisorischen Stützen wirkt.

Deshalb solide von unten aufbauen!

In die Tiefe mauern, so wirkt der Druck lotrecht!

Ist das Fundament solide, hält das Werk. Die schweren Brocken also nach unten!

Eine gute Anleitung
Nicht nur ein Hingucker, nein auch neuer Lebensraum für allerlei Getier!
Lebensraum Trockenmauer: Bauanleitung - Gestalt...Trockenmauern für den Garten: Bauanleitungen un...

Die schwere Arbeit wird durch rustikales Aussehen belohnt!

Die schweren Steine nach unten, hochheben und herumwuchten ist bei dem Gewicht ohne professionelle Hilfe (Kleinbagger) kaum möglich. Mit der Sackkarre verbringe ich die direkt zum Standort. Mit dem schweren Brecheisen werden die dann noch gerade gerückt, wenn es nötig sein sollte. Die stehen schon leicht zum Hang geneigt. Da das Natursteine sind, werden die nie ganz genau gerade oder lückenlos zusammenpassen. Aber genau das ist der Charme einer Trockenmauer. Außerdem bieten die vielen Ritze Platz für Pflanzen und Kleinlebewesen. Ich hoffe ja immer, dass sich ein Salamander bei mir einquartiert. Blindschleichen und Ringelnatter hatte ich schon zu Gast. Auch Insekten freuen sich über so eine Behausung.

Eigentlich ganz einfach, wenn man diese wenigen, aber wichtigen Ratschläge beachtet.

Fehlen nur nur noch die Pflanzen und Tiere.
Saugemütlich, ein Glas Rotwein auf ...

Saugemütlich, ein Glas Rotwein auf der eigenen Mauer sitzend!

Autor seit 5 Jahren
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