1. Winterreifen sind wichtig!

Optimaler Weise sollte man von Oktober bis Ostern mit Winterreifen, oder zumindest mit Allwetterreifen fahren. Bei Eis und Kälte herrscht in Deutschland Winterreifenpflicht! Bei einer geplanten Fahrt in die Berge sind auch zusätzlich Schneeketten sinnvoll. Hat man keine passenden Reifen, so muss man mit Bußgeld rechnen, mal abgesehen davon, dass man Unfälle riskiert, für die die Versicherung nicht bezahlt, wenn man keine geeigneten Reifen dran hat. Zusätzlich riskiert man sein eigenes Leben, wenn man mit ungeeigneten Reifen auf glatter Fahrbahn fährt. Winterreifen sind aus einer speziellen Gummimischung, die dafür sorgt, dass sie auf glatter Bahn besser haften und nicht rutschen und außerdem bei Kälte geschmeidig bleiben. Winterreifen sollte man immer vorher checken. Reifen, die älter als 6 Jahre sind, sind häufig nicht mehr brauchbar. Entscheidend ist aber, dass sie genügend Grip haben und ein Mindestprofil von 4 mm (gesetzlich vorgeschrieben ist ein Mindestprofil con 1,6 mm, aber das ist laut Experten zu wenig). Die Reifen können Sie wechseln lassen, an vielen Tankstellen, beim ÖMTC der ADAC, oder in einer Werkstatt oder sie können sie natürlich auch selbst wechseln. Mehr dazu in folgendem Video:

2. Sorgen Sie für Durchblick!

Schon bevor der erste Schnee fällt, sollten Sie Ihre Windschutzscheibe gründlich reinigen. Und das nicht nur Außen, sondern auch von Innen, denn eine saubere Scheibe beschlägt nicht so leicht. Die Scheibenwischer müssen bei Schnee große Dienste leisten, also ist es wichtig darauf zu achten, dass sie voll einsatzbereit sind. Wenn die Wischblätter schon porös wirken, dann sollten Sie sie austauschen.

Open air parking (Bild: to.wi / Flickr)

Zu einer guten Sicht gehört auch gutes Licht. Gerade in der dunklen Jahreszeit sollten Sie darauf achten, dass alle Lichter funktionieren und richtig eingestellt sind. Testen können Sie dies beim ÖMTC oder ADAC.

Tipp: Wenn Sie die Scheibenwischer bei Frost und Schnee über Nacht hochklappen, dann kann der Gummi nicht anfrieren und hält länger!

3. Schutz vor Frost!

Frostschutzmittel sind im Winter ausgesprochen wichtig, damit die verschiedenen Flüssigkeiten im Auto nicht einfrieren. Zunächst müssen Sie entsprechendes Mittel in das Wasser für die Scheibenwischanlage füllen. Am Besten wischen Sie direkt danach gleich ein bisschen, damit sich das Mittel gut verteilen kann.

Dann braucht och das Kühlwasser im Auto einen entsprechenden Schutz, denn Eis im Kühlsystem kann den Motor komplett zerstören. Das Frostschutzmittel ist zusätzlich praktisch, weil es auch gegen Kalkablagerungen hilft. Also, vor dem Winter sollten Sie unbedingt testen, ob das Schutzmittel och ausreichend ist, oder dies in der Werkstatt testen lassen. 

Auch die Türen sollten vor Frost geschützt werden, damit die Gummidichtungen nicht am Blech anfrieren können. Dafür gibt es spezielle Pflegemittel, aber auch Glycerin, Talkum, Silikon oder Hirschtalg hilft.

Die Türschlösser können Sie übrigens schon vorbeugend mit Graphitpulver behandeln, damit sie nicht einfrieren.

4. Können Sie sich auf Ihre Autobatterie verlassen?

Autobatterien, die älter als 5-6 Jahre alt sind, machen meist beim ersten Frost schlapp. Mühsam ist es dann, wenn man ständig Starthilfe braucht und Batterie laden muss. Wenn die Batterie schon in den ersten ein bisschen kälteren Tagen Probleme bereitet und der Wagen lange braucht um zu starten, dann ist das ein sicheres Zeichen, dass sie bei richtigem Frost schlapp machen wird. Lassen Sie Ihre Batterie daher rechtzeitig testen und tauschen Sie sie wenn nötig aus.

5. Winterzubehör zur Hand haben

Einige nicht unwichtige Kleinigkeiten gehören zur richtigen Winterautoausrüstung dazu. Nicht nur der Eiskratzer ist wichtig, sondern auch ein Schneebesen, denn zur Eisschicht gelangt man erst, wenn man den Schnee zur Seite räumt. Es kann durchaus mühsam sein, wenn beides im eingeschneiten Auto liegt, wenn man wegfahren möchte. Deswegen ist es besser, wenn sie diese Dinge über Nacht zuhause lagern, denn dann haben Sie sie gleich bei der Hand, wenn sie losstarten möchten. Das Eiskratzen und Schneeabkehren ist viel weniger mühsam, wenn Sie Ihr Auto gut einpacken, mit einer Halbgarage oder einer Abdeckung für die Windschutzscheibe. Ein sehr wichtiges Utensil ist auch ein Türschlossenteisungsspray oder ein batteriebetriebener Türschlossenteiser. Den können Sie einfach am Schlüsselanhänger befestigen, denn einen Fehler dürfen Sie nie machen: Der Schlossenteiser hat im Auto nichts zu suchen und macht dort keinen Sinn. Ist das Schloss vereist kommen sie da nämlich nicht ran. Bei längeren Autofahrten kann es im Winter schon einmal zu langen Staus kommen, deswegen sind Decken im Auto sehr empfehlenswert. Auch ein Sandsack und eine Schaufel können große Dienste erweisen, wenn man mal im Schnee stecken bleibt.

Weitere Tipps für Autofahrer im Winter

  • Versuchen Sie niemals Eis am Auto mit heißem Wasser aufzutauen, denn die Scheiben können reißen und das Wasser dringt in alle kleinen Ritzen ein und friert erst recht.
  • Kleine Lackschäden sollten Sie vor dem Winter ausbessern lassen, denn Streusalz kann sie schlimmer und rostig machen.
  • Tanken Sie Ihr Auto immer möglichst voll, damit Ihnen bei einem möglichen Winterstau nicht der Sprit ausgeht.
  • Wenn Sie Diesel tanken dann fragen Sie an der Tankstelle nach der Frostschutzgrenze, denn Diesel kann einfrieren, obwohl die Tankstellen an sich im Winter für die Temperaturen geeigneten Diesel verkaufen sollten.
  • Fahren Sie batterieschonend, also drehen Sie im Stau oder bei einer Panne möglichst alle Batteriefresser ab.
  • Fahren Sie immer sofort los. Das "Warmlaufenlassen" schadet dem Motor.
  • Es bringt überhaupt nichts, wenn Sie sofort nach dem Losfahren die Heizung einschalten. Es überfordert das Auto und es dauert ohnehin etwas bis sie funktioniert.
  • Sie müssen die Scheibe komplett von Schnee und Eis befreien, fahren mit "Guckloch" ist verboten. 
Autor seit 5 Jahren
406 Seiten
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