Für den Anfang reichen wenige Kräuter

Ideal wäre es, wenn Sie die Kräuter direkt aus dem Garten ernten können. Für den Anfang reichen Pfefferminze, Zitronenmelisse und Salbei. Wer auch nur das winzigste Fleckchen Garten sein eigen nennt, kann sich leicht aus der Gärtnerei diese Kräuter in kleinen Töpfchen beschaffen und auspflanzen. Es sind mehrjährige Stauden, die jedes Jahr wiederkommen.

Geerntet wird an trockenen Tagen, am besten Vormittags. Schneiden Sie die Kräuter ab, bevor sie Blüten ansetzen, und bündeln Sie die Stiele zu kleinen Sträußchen. Fest zubinden, da die Stiele beim Trocknen noch etwas schrumpfen. Und auch darauf achten, dass sich an der Unterseite der Blätter keine Eiablagerungen oder Gespinste von Insekten befinden. Bitte die Kräuter nicht waschen! Von daher versteht es sich auch, dass keine Kräuter vom Straßen- oder Wegesrand gesammelt werden sollten.

Die Sträußchen werden nun kopfüber an einem warmen, trockenen Platz aufgehängt, am besten ohne direkte Sonneneinstrahlung. Ideal wäre ein Dachboden, aber den hat nun einmal nicht jeder. Wählen Sie einfach den trockensten, wärmsten Platz in Ihrer Wohnung.

Und nun lassen Sie sich von dem angenehmen Duft überraschen, der den Kräutersträußchen beim Trocknen entströmt.

Beerenblätter passen auch gut dazu

Hervorragend für Kräutertees geeignet sind auch die Blätter von Himbeeren, Brombeeren und Erdbeeren. Auch diese werden an einem trockenen Tag geerntet und am besten mit einer Nadel auf einen Zwirnsfaden aufgefädelt, ähnlich wie Perlen auf eine Schnur. Diese Schnur wird ebenfalls am warmen, trockenen Ort aufgehängt. Die Beerenblätter unterstützen später das Tee-Aroma und geben etwas Masse.

oben: Salbei, Pfefferminze, Zironenmelisse; unten: Blätter von Erdbeeren, Himbeeren, Brombeeren

Nach dem Trocknen

Je nach Wärme und Witterung sind die Kräuter nach einigen Tagen getrocknet. Das kann etwa zehn bis vierzehn Tage dauern. Achten Sie darauf, dass alles gut durchgetrocknet ist, sonst gibt es später Schimmel in der Teedose.

Nehmen Sie nun am besten einen großen Bogen Papier und streifen Sie die Blättchen von den Stielen. Dann zerreiben Sie die Blättchen zwischen den Händen. Vorsicht bei Brombeer- und Himbeerblättern, die haben kleine Dornen an der Unterseite. Sie werden merken, wie die trockenen Blätter jetzt wieder ihren aromatischen Duft verströmen. Einfach herrlich, ein Erlebnis für die Sinne!

Und schon ist ein leckerer Tee fertig!

Die zerriebenen Blättchen füllen Sie nun in eine Teedose oder ein gut schließendes dunkles Glas.

Zum Aufbrühen geben Sie ein bis zwei Teelöffel pro Tasse in ein Teesieb, füllen mit sprudelnd kochendem Wasser auf und lassen das Ganze etwa fünf bis zehn Minuten abgedeckt ziehen. Fertig ist ein aromatischer, bekömmlicher Abendtee. Die Pfefferminze verleiht diesem Tee eine aromatische Note, die Zitronenmelisse wirkt beruhigend.

Als ob die Sommersonne darin eingefangen wäre ...

Weitere Kräutermischungen

Der Experimentierfreude sind hier kaum Grenzen gesetzt. Ein paar getrocknete Lavendelblüten und Blättchen verfeinern das Aroma. Aber bitte nicht zuviel davon verwenden, sonst wird die Mischung zu "parfümig".

Es lohnt sich, ein Kräuterbuch zu Rate zu ziehen, um Kräuter sicher bestimmen zu können. Schafgarbe und Johanniskraut eignen sich beispielsweise auch gut für die selbstgemachte Kräuterteemischung. Allerdings sollten Sie die Kräuter sicher erkennen und unterscheiden können. Im Zweifelsfall lieber die Finger davonlassen, denn nicht alles, was die Natur uns schenkt, ist ungiftig.

Autor seit 6 Jahren
41 Seiten
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