Einmal impfen reicht fürs Leben?!

Irrtum! Seine Kinder impfen zu lassen ist wichtig, und sich selbst impfen zu lassen beziehungsweise auf einen guten Impfschutz zu achten, ist essentiell. Zu viele schon ausgestorben geglaubte Krankheiten drohen zurückzukehren (aus sogenannten Dritte-Welt-Ländern… auch aus osteuropäischen Staaten…), weil immer mehr Menschen sich zu sicher fühlen und ihren Impfschutz vernachlässigen.

 

Gegen die wichtigsten Bedrohungen sollte man geimpft sein.

Durch Nachlässigkeit lässt aber der Impfschutz mit zunehmendem Alter offenbar nach: sind noch 95 Prozent aller Schulanfänger Deutschlands gegen die wichtigsten Infektionskrankheiten geimpft – neben den verschiedenen klassischen Kinderkrankheiten (Masern, Röteln, Mumps) zählen hierzu Diphterie, Keuchhusten und Tetantus (Wundstarrkrampf).

Und übrigens sind die sogenannten Kinderkrankheiten keineswegs "Kinderkrankheiten"! Ganz im Gegenteil. Für Erwachsene sind sie sogar besonders gefährlich und können teils gravierende Spätfolgen mit sich bringen…

Spätestens im frühen Erwachsenenalter sollte nach Meinung von Ärzten eine erste Auffrischung erfolgen. Aktuell gilt, dass unter den Erwachsenen im Alter von 30 bis 39 Jahren etwa ein Drittel keinen ausreichenden Impfschutz haben soll!

Nicht mehr ausreichend gegen Tetanus geimpft, auch nicht ausreichend gegen Diphterie … und nur jeder Zehnte soll noch gegen Keuchhusten immun sein.

Grippeimpfung?! Nein danke...

Was ist schuld an der Impfmüdigkeit?

Das vermeintliche Sicherheitsgefühl: In Westeuropa scheinen viele Krankheiten vom Erdboden verschluckt zu sein. Und so nimmt man das alles schon deshalb nicht mehr allzu ernst.

Aber auch die teils übertrieben wirkende Hysterie, dass man sich als junger Mensch großartig rechtzeitig gegen Grippe und allerlei andere Dinge impfen lassen soll… Stichwort FSME in Berlin… na, da wundere ich mich wirklich nicht, dass keiner mehr so wirklich Lust drauf hat.

In Bezug auf die mitunter kursierende Grippehysterie empfehle ich einen gesunden Lebenswandel: wer sich bemüht, Vitaminreich zu essen, Zeit für Entspannung einzubauen und ausreichend Bewegung zu machen… und zwar an der frischen Luft! Wird nicht so schnell Opfer einer Grippe.

An meine letzte Grippe oder harmlose Erkältung erinnere ich mich nicht einmal. Eine Grippeimpfung käme für mich aber niemals in Frage! Nur über meine Leiche.

 Und dass die Impfgegner im Aufwind sind – das verstehe ich irgendwie sogar. Eine Impfung gegen Pocken etwa erscheint vielen zu Recht absurd… gibt es doch schon seit Jahrzehnten keine Pocken mehr in unserem Teil Westeuropas. Generell hinterfragen immer mehr Menschen, ob sie sich wirklich gegen alles! Impfen lassen sollen. Und auch in Bezug auf die Masern und Kinder gibt es bekanntlich immer mehr Diskussionen… impfen ja oder nein? Vorteile überwiegen die Nachteile? Oder umgekehrt? Man muss jetzt kein Anhänger der Waldorfpädagogik sein, um mal mit dem Nachdenken anzufangen…

 

Zecken...Mörder aus den Büschen...Jetzt gibts nur ein Problem: Nur ein Bruchteil aller Zecken überträgt FSME.

(Bild: Catkin / Pixabay)

Auffrischung gefällig?

Empfohlen wird für Diphterie und Keuchhusten alle zehn Jahre eine Auffrischungsimpfung. Für verschiedene andere Krankheiten gelten meist ähnliche Zeiträume. Genaueres entnimmt man n aller Regel dem jeweiligen eigenen Impfpass beziehungsweise gibt es ja auch noch eine ganz tolle Innovation namens "Hausarzt" (m./w.).

Ein guter Arzt ist ohnehin die fast beste Möglichkeit abzuklären, wann man welche Art von Impfung benötigen könnte… und nur mal so nebenbei: vor vielen Reisen ins Ausland benötigt man ohnehin meist ganz konkrete Impfungen. Ungeschützt zu verreisen – das kann ins Auge gehen.

Bluttest

Eine meines Erachtens sinnvolle Maßnahme ist jedoch, einen Bluttest machen zu lassen, mit dessen Hilfe abgeklärt werden kann, wie es um den jeweiligen persönlichen Impfschutz bestellt ist.

Denn eines steht fest: Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser!

Man sollte schon wissen und darauf achten, dass wir Menschen echte Individuen sind, und daher jeder einen anderen "Impfstatus" aufweisen kann… Soll heißen: Nur weil ich vor langer Zeit gegen eine Krankheit geimpft wurde und jetzt die Zeit der Auffrischung "offiziell" angebracht wäre… heißt das noch lange nicht, dass der Impfschutz tatsächlich weg sein muss! Wenn mein Körper diesen Impfschutz nämlich immer noch aufweisen sollte… erkläre mir bitte mal jemand, weshalb ich mich trotzdem impfen lassen sollte.

Diesen Bluttest muss man – natürlich – selbst bezahlen. Es ist ja fast schon selbstverständlich, dass man für alles, was Sinn macht, aus eigener Tasche aufkommen muss: Also etwa Zahnreinigungen beim Zahnarzt, Bluttests, und so einige weitere nette Kleinigkeiten.

Krankenversicherungen scheinen andere Punkte wichtiger zu finden.

Nur so nebenbei: beim Bleaching der Zähne verstehe ich es ja vielleicht noch – aber wieso die Zahnreinigung als Luxusausgabe gilt, die man nicht tragen möchte, obwohl sie zur Zahngesundheit beiträgt?

Impfen ja! Aber gegen alles?

Fazit

Impfen lassen sollte man sich! Und zwar so oft, wie es tatsächlich nötig ist. Eine wirklich genaue Angabe ist aber schwierig, da der Impfschutz bei jedem Menschen anders greift und auch anhält.

Insofern halte ich es für empfehlenswert, vorher abzuklären, ob eine Auffrischungsimpfung nötig sein wird, und zwar mittels Bluttest.

Übrigens sollte man wissen: sollte man eine schwere Krankheit haben (etwa Multiple Sklerose), ist es sinnvoll, sich für die Impfung auch gleich einen Spezialisten aufzusuchen. Es gib Mediziner, die sich in diesem Bereich darauf spezialisiert haben abzuklären, ob bestimmte Impfungen sinnvoll und wichtig sind.

Unabhängig von dieser speziellen Ausnahme glaube ich nicht an das Märchen, dass auch versehentlich mehrfach verabreichte Impfungen ungefährlich sind… Das klingt für mich eher gefährlich, denn auch im Zeitalter der toten Impfstoffe ist eine Impfung eine Art "Eingriff" in das menschliche Immunsystem.

Autor seit 3 Jahren
94 Seiten
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