Was passiert beim "normalen" Peeling?

Das Wort "schälen" bedeutet im Englischen "peelen". Durch die Reibung mit den körnigen Elementen im Peeling werden abgestorbene Hautzellen entfernt, und die Durchblutung wird angeregt. Damit werden also Hautschuppen entfernt, sozusagen abgeschält - und die Haut kann besser atmen. Der Effekt ist eine weichere und glattere Haut. Allerdings dürfen Sie von einem einfachen mechanischen Peeling keine Wunder erwarten. Pigmentflecken, Vernarbungen oder kleine Fältchen verschwinden beim Peeling nicht einfach, egal wie oft und hartnäckig Sie Ihre Haut abrubbeln. Die Epidermis sollte vor dem Auftragen leicht angefeuchtet werden. Dann sollte das Peeling sanft und mit nicht allzu viel Druck verteilt werden. Sie können auch gerne eine Gesichtsbürste oder einen Schwamm dafür verwenden. Nach ca. 2 Minuten können Sie die Peeling-Creme dann abwaschen. Nicht vergessen: Die Haut danach gut zu pflegen!

Klare, zarte Haut durch sanftes Peeling

Klare, zarte Haut durch sanftes Peeling (Bild: alehidalgo / Pixabay)

Wie oft soll man die Epidermis abrubbeln?

Wer empfindliche Haut hat, sollte vielleicht nur alle 14 Tage ein Peeling anwenden. Jemand mit einem normalen Hauttyp kann 1-2 Mal wöchentlich loslegen. Wird die Haut allerdings zu oft behandelt, kann sie etwas zickig reagieren und mit Rötungen antworten. Die Hornhaut ist wichtige Barriere unseres Körpers. Wenn sie zu oft behandelt wird, reagiert sie mit Irritationen. Deswegen gilt auch hier: Weniger ist mehr! Normalerweise steht auch auf der Verpackung der Kosmetika, wie oft das Produkt angewendet werden soll.

Was passiert bei einem chemischen Peeling?

Ein chemisches Peeling ist nicht für jeden geeignet. Es gibt diese Produkte durchaus in frei verkäuflicher Form. Meiner Meinung nach gehören solche Anwendungen aber in die Hände eines Profis (Kosmetiker/-in oder Dermatologe/in) Die meisten der angebotenen Peelings arbeiten mit Alphahydroxysäuren (AHA), besser bekannt auch als Fruchtsäure. Durch Auftragen dieser Säure wird die obere Hautschicht abgelöst. Es dringt bis zur Lederhaut vor. Dadurch lassen sich z.B. gut Aknenarben oder Pigmentflecken behandeln. Zudem hat es eine gewisse Anti-Aging-Wirkung.
Es gibt auch eine Behandlung mit Trichloressigsäure. Mit dieser Behandlung werden auch Teile der Lederhaut abgetragen. Hier werden wesentlich deutlichere Ergebnisse in der Narbenbehandlung oder beim Anti-Aging erzielt. Die Haut ist danach aber sehr lichtempfindlich und kann mit Rötungen und Schwellungen reagieren. Ein chemisches Peeling sollte vielleicht eher in die Winterzeit gelegt werden, weil die Sonneneinstrahlung nicht ganz so hoch ist. Aber dennoch ist bei diesem Verfahren zur Vorsicht geraten.

Was ist Mikrodermabrasion?

Hinter dem Begriff Mikrodermabrasion steckt sozusagen eine Hautabschleifung. Mittels kleiner Kristalle wird die oberste Hautschicht abgetragen, vergleichbar mit dem Sandstrahlen von verschmutzten Stellen auf Fliesen. Diese Behandlung ist völlig schmerzfrei. Auch sie regt die Neubildung der Zellen an, wodurch ein Aufbau der Hornschicht gefördert wird. Die Haut wirkt straff und frisch. Die Behandlung sollte regelmäßig wiederholt werden, damit nachhaltige Ergebnisse erzielt werden können. Auch für diese Methode gibt es freiverkäufliche Varianten.

Wichtig bei allen Behandlungsmethoden ist, dass die Haut danach gut gepflegt wird.

Bitte beachten Sie, dass ich keine Kosmetikerin bzw. Dermatologin bin. Bitte wenden Sie sich bei auftretenden Problemen an diese Fachleute.

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