Jugendschutzgesetz beachten!

Mit 16 bist du offiziell kein "Kind" mehr, wenn du deine Schulpflicht erfüllt hast. Trotzdem giltst du in der Arbeitswelt nicht als "Erwachsener", sondern als "Jugendlicher", also musst du sich unbedingt erkundigen, wie die Jugendschutzbestimmungen in deinem Land oder Bundesland aussehen, denn die können in unterschiedlichen Regionen etwas abweichen. Klar ist natürlich auch, dass du sich mit deinen Eltern absprechen solltest, bevor du einen Nebenjob anfängst, denn schließlich sind sie immer noch verantwortlich für dich und müssen ebenso darauf achten, dass dein neuer Arbeitgeber das Jugenschutzgesetz beachtest. In der Regel ist es so, dass Kinder ab 13 Jahren jobben dürfen, jedoch nur 2 Stunden am Tag und nicht vor der Schule und nur vor 18 Uhr, sowohl während der Schulzeit, als auch in den Ferien. Mit 16 darfst du nun auch schon einen Ferienjob haben, also 4 Wochen im Jahr richtig 8 Stunden am Tag zwischen 6 und 20 Uhr arbeiten, selbst, wenn du noch in die Schule gehst. Hast du deine Schulpflicht bereits erfüllt und gehst nicht mehr zur Schule, so gelten wieder andere Regeln. Dann darfst du 8 Stunden pro Tag arbeiten, solange es nicht mehr als 40 Stunden pro Woche sind und die Arbeitszeit zwischen 6 und 20 Uhr liegt. Ausnahmen gibt es da auch, zum Beispiel für das Gastgewerbe, wo du länger arbeiten oder Bäckereien, wo du früher anfangen kannst. Es ist wirklich wichtig, dass du dich da gut erkundigst, denn die Bestimmungen sind nicht überall gleich. Auch vorgeschriebene Pausenzeiten und Arbeiten am Wochenende sind gesetzlich geregelt und kommen auf die Arbeit an. Wenn du noch in die Schule gehst, so ist es wichtig, dass dich dein Nebenjob auf keinen Fall überfordet und deine Noten darunter leiden. Hast du ohnehin nicht besonders gute Noten und zu wenig Zeit zum Lernen, so solltest du unbedingt eher einen Ferienjob, als einen fixen Nebenjob während der Schulzeit vorziehen.

Auch Freiwilligenarbeit ist eine Option

Natürlich ist es toll, wenn du dir durch deinen Nebenjob etwas Geld dazu verdienen kannst. Ein Nebenjob hilft dir aber generell. Es sieht in deinem Lebenslauf sehr gut aus, wenn du schon Erfahrungen im Berufsleben gesammelt hast. Es zeigt, dass du schon Erfahrungen im Umgang mit Chef und Kollegen hast und wahrscheinlich schon mehr Verantwortung übernehmen kannst, als andere Berufseinsteiger, wenn du dich später für deinen ersten "richtigen" Job bewirbst.

Du machst wirklich wertvolle Erfahrungen, deswegen sollte für dich auch nicht unbedingt nur das Gehalt im Vordergrund stehen. Um den Lebenslauf aufzubessern und Erfahrungen zu sammeln eignet sich übrigens auch Freiwilligenarbeit. Da bekommst du zwar kein Gehalt, sammelst aber Unmengen an Erfahrungen. Freiwilligenarbeit kannst du im eigenen Land durchführen, wie in Tierheimen, Altersheimen, Waisenhäusern etc, aber immer wieder fragen mich Leute, wie man als Freiwillige auch im Ausland helfen kann. Viele Organisationen verlangen viel Geld dafür, aber es gibt auch Möglichkeiten, für Unterkunft und Verpflegung im Ausland zu arbeiten, als Au Pair oder auch anderes, zum Beispiel ist das bei mir hier in Sambia in meinem Projekt Malaikha möglich. Eine gute Seite, um Freiwilligenprojekte zu finden, bei denen man nicht extra zahlen muss ist www.workaway.info. Natürlich brauchst du für so etwas schon ein kleines Grundbudget, um deine Reisekosten zu decken.

Online von Zuhause aus arbeiten

 

Wenn du einen guten Computer mit guter Internetverbindung hast, so kannst du versuchen, dir Online etwas dazu zu verdienen. Obwohl viele Onlinejobs erst ab 18 möglich sind, gibt es durchaus auch einige, bei denen es keine Alterbeschränkung gibt oder die bereits ab 14 möglich sind. 

Bei Klickwork zum Beispiel, Teilnahme ab 14 Jahren möglich, kannst du sich gratis registrieren und danach kleine Jobs für Auftraggeber übernehmen, wie zum Beispiel Links teilen, eine Facebookseite liken, Übersetzungen oder kurze Texte schreiben, Produkte testen und beurteilen etc. So ähnliche Portale gibt es viele, wo du dich als Fandealer registrieren kannst oder auch als Paidmailer. Bei Asklubo kannst du zu verschiedenen Fragen recherchieren und diese dann in einem kurzem Text beantworten. Bezahlt wird nach Anzahl der Wörter. Auch mit Umfragen kann man etwas dazu verdienen. 

Das waren nur einige Beispiele, aber wenn du noch etwas recherchierst und googlest findest du im Internet viele Möglichkeiten. Du musst nur immer auf die Altersbestimmung achten. 

 

Aushilfsjobs

Mit 16 kannst du dich auch schon für eine Menge Aushilfsjob bewerben. Gut ist es natürlich, wenn du eventuell schon jemanden kennst, der dort arbeitet und dich empfehlen kann, denn Aushilfsjobs sind sehr beliebt und daher oft gar nicht so einfach zu bekommen.

Viele Supermärkte und Drogerien stellen Aushilfen ab 16 Jahren an. Du arbeitest bei solchen Nebenjobs zwar nicht als VerkäuferIn, sondern hast andere Dinge zu tun, wie zum Beispiel Regale einräumen, Waren sortieren, aufkehren. In selteren Fällen findest du solche Jobs auch in Modegeschäften. Bei der Jobsuche fragst du am besten direkt in den Geschäften in deiner Umgebung nach, ob Aushilfsstellen frei sind und ob sie bereits ab 16 Jahren anstellen. Aushilfsjob bieten übrigens auch einige Fast Food Ketten an, sowie Filialketten von Bäckereien und Cafés. Diese Jobs sind oft direkt in den Filialen ausgeschrieben und schnell vergeben, aber auch dort ist es einfach am besten, wenn du direkt nach dem Geschäftsführer fragst und mit dem sprichst. Mit etwas Glück kannst du dir auch mit Kellnern etwas dazu verdienen. Zum Beispiel in der Sommerzeit sind viele Gastgewerbe mit Gastgärten recht ausgelastet und stellen mitunter gerade in den Sommerferien gerne Aushilfen ein. Seltener findet man Aushilfsjobs in Büros und auch Tankstellen, auch da erkundigst du dich am besten direkt bei den Betrieben in deiner Umgebung.

Aushilfsjobs eignen sich hervorragend als Ferienjob für SchülerInnen. Unter der Schulzeit ist es schwierig, da kaum jemand Aushilfen für nur zwei Stunden pro Tag einstellt, aber möglich ist es schon, wenn gerade über bestimmte Stoßzeiten jemand gesucht wird und sich das mit den Schulzeiten vereinbaren lässt.

Promotionsjobs

Promotionsjobs sind äußerst beliebt bei SchülerInnen und StudentInnen. Am besten suchst du im Internet für freie Stellen, entweder auf verschiedenen Plattformen speziell für Promotionsjobs, oder du googlest einfach "Promotionsjob + deine Heimatstadt". Leider findet man Promotionsjobs eher in größeren Städten. Wenn du in einem kleinen Dorf wohnst, so wird sich da eher weniger finden.

Promotionsjobs können aber ganz schön anstrengend sein, um das vorab zu sagen, aber auch viel Spaß machen. Oft musst du dich dafür verkleiden, manchmal wirklich doofe Kostüme, aber du kommst mit vielen Leuten in Kontakt. Bei Promotionsjobs geht es im Prinzip darum, Leute anzusprechen und diese zum Kauf diverser Produkte anzuregen. Meist gibt man dabei Broschüren und gratis Proben für das Produkt aus.

Jobs in privatem Rahmen

 

Die am einfachsten zu bekommenden Jobs findest du in deiner direkten Umgebung. Das fängt schon bei deinen Eltern an, die du überreden kannst, dich für ein paar Zusatzdienste zu bezahlen. Auch Bekannte und Nachbarn eignen sich da gut. Deine Dienst kannst du leicht anbieten, indem du auch Aushänge in Supermärkten etc aufhängst. Du musst dir nur überlegen, was du gut kannst oder was du gerne machst.

Kannst du gut mit kleinen Kinder, so ist Babysitten ideal. Wenn du recht gut in der Schule bist, kannst du dich als Nachhilfe für jüngere SchülerInnen anbieten. Auch Gartenarbeiten wie Rasen mähen oder Garten gießen sind Tätigkeiten, für die dich Nachbarn eventuell bezahlen können. Auch mit Auto waschen kannst du etwas dazu verdienen. Ältere Nachbarn suchen eventuell eine Einkaufshilfe. Wenn du Tiere liebst, so kannst du dich als Haustiersitter anbieten. Viele Leute suchen gerade in den Ferien jemanden, der sich um Tiere und Pflanzen kümmert.

Autor seit 4 Jahren
406 Seiten
Laden ...
Fehler!