Der Australische Teebaum

Der Australische Teebaum (Melaleuca alternifolia) gehört zu der Gattung Myrtenheiden (Melaleuca). Dabei bedeutet Melaleuca (griechisch) schwarz und weiß, was auf die Farbe der Rinde zurückzuführen ist. Der immergrüne Baum hat eine papierähnliche Borke sowie lange, schmale Laubblätter.

Seinen Namen Tea Tree, Teebaum, erhielt er von dem Seefahrer James Cook, der 1770 mit seiner HMS Endeavour in der Botany Bay an der Ostküste Australiens landete. Gemeinsam mit dem Botaniker Sir Joseph Banks, erkundete er die Gehölze der Sumpfregion und brachte Sie zur Untersuchung nach England. Seine Seeleute kamen in den Genuss des Teebaumsuds, mit dem er erfolgreich Hautkrankheiten heilte.

Scrapbook of the British Sailor, Captain James Cook (Bild: Eric Parker / AllPosters)

Aborigine Kindling Fire by Twirling a Stick for Friction, Australia, 1800s (Bild: AllPosters)

Teebaumöl

Das ätherische Öl des Teebaumes wird aus den Blättern und Spitzen mittels Wasserdampfdestillation gewonnen. Seine Wirkung wird als antiseptisch, bakterizid und fungizid beschrieben. Es desinfiziert und tötet Keime sowie Pilze ab. Das Öl enthält über 100 verschiedene Wirkstoffe unter anderem das antibakterielle Terpinen-4-ol. So wird es bei Akne, Schuppen, Ekzemen, Herpes, Fußpilz, Warzen, Hühneraugen, Insektenstiche aber auch Muskelkater angewandt.

Teebaumöl ist in der Hausapotheke vielseitig verwendbar. Es wurde Anfang der 20er Jahre medizinisch genutzt, bis es vom Penicillin verdrängt wurde. Vorsichtig sollte man beim Auftragen der unverdünnten Version bei empfindlicher Haut sein. Teebaumöl wirkt stark austrocknend und kann durch die Stoffe Terpinen und Aromadendre auch Allergien auslösen.

Die Anwendung in der Kosmetik

In der Kosmetik ist Teebaumöl in Auszügen in Cremes, Deodorants, Badezusätzen, Seifen, Zahnpasta und Mundwässern enthalten.

Wozu braucht man Teebaumöl? 20 Anwendungsmöglichkeiten.

Teebaumöl ist ein kleiner Alleskönner und sollte in keinem Haushalt fehlen. Sie können es für Folgendes verwenden: 

  1. Abgespanntheit - fügen Sie zehn Tropfen ins Badewasser.
  2. Akne - tropfen Sie nur wenig Teebaumöl auf einen Wattebausch und betupfen Sie die zu behandelnde Stelle.
  3. Antiseptische Mundspülung - ein bis zwei Tropfen Teebaumöl mit Kamillenöl in warmen Wasser auflösen und den Mund ausspülen. Es hilft bei Entzündungen des Zahnfleisches sowie Erkältungskrankheiten.
  4. Arthritis - ein haut verträgliches Öl wie z.B. Mandelöl wird mit 10 % Teebaumöl gemischt und angewärmt. Tragen Sie es vorsichtig auf die zu behandelnden Stellen auf. Es hilft gegen Schmerzen.
  5. Blasen - tragen Sie Teebaumöl mit einem Wattetupfer auf. 
  6. Erkältung - mischen Sie zwei bis drei Tropfen Teebaumöl mit der gleichen Menge Eukalyptusöl und geben Sie es in eine Duftlampe.
  7. Füße (müde, wund, riechend) - reiben Sie ein paar Tropfen zwischen die Zehen nehmen Sie Fußbäder mit fünf Tropfen Teebaumöl.
  8. Fußpilz - behandeln Sie die Stelle mit wenigen Tropfen Öl und einem Wattebausch.
  9. Gesichtsreinigung bei unreiner Haut - wenige Tropfen auf ein feuchtes Wattepad geben und das Gesicht abtupfen. Meiden Sie dabei die Augen und halten Sie sie geschlossen. Teebaumöl darf nicht in die Augen kommen!
  10. Hautpilz - behandeln Sie die Stelle mit wenigen Tropfen Öl und einem Wattebausch.
  11. Herpes - wenig Teebaumöl auf einen Wattebausch träufeln und die Stelle betupfen.
  12. Hornhaut - einige Tropfen Teebaumöl in ein Fußbad geben, danach die Stellen mit Teebaumöl betupfen.
  13. Insektenstiche - ein bis zwei Tropfen pur auf den Insektenstich auftragen.
  14. Karies - geben Sie vor dem Zähneputzen einen Tropfen auf Ihre Zahnpasta.
  15. Kopfhaut (schuppig, juckend) - fünf bis sieben Tropfen ins Shampoo geben und die Haare waschen. Es gibt auch fertiges Shampoo mit Teebaumöl im Handel zu kaufen.
  16. Massage - einige Tropfen Teebaumöl mit reinem Pflanzenöl (z.B. Avocado-, Mandel-, Weizenkeim- oder Jojobaöl) gemischt, ergibt ein gutes Massageöl. 
  17. Nagelpilz - tränken Sie ein Pflaster oder eine kleine Mullbinde mit Teebaumöl und wickeln Sie es um den Nagel.
  18. Wäsche - 20 Tropfen Teebaumöl in der Waschmaschine helfen, um Wäsche wie Windeln, Unterwäsche etc. hygienisch rein zu halten.
  19. Warzen - tragen Sie Teebaumöl zwei Mal täglich auf die betroffene Warze. Bei größeren Stellen und vielen Warzen sprechen Sie vorher mit Ihrem Arzt.
  20. Zahnstein - ein Tropfen auf die Zahnpasta und die Zähne damit putzen.

Kur-Shampoo mit Teebaumöl

Das Kur-Shampoo mit Teebaumöl wird angewandt bei Kopfhautreizungen, Schuppen und fettigem Haar. Man wäscht die Haare wie gewohnt, beim zweiten Shampoonieren lässt man das Kur-Shampoo drei Minuten auf dem Haar einwirken und wäscht es dann wie gewohnt aus. Der Geruch mag etwas gewöhnungsbedürftig sein, geht aber nach dem Ausspülen weg. Eine Flasche a 250 ml reicht für ca. 30 Haarwäschen.

Wir nutzen das Teebaumöl Kur-Shampoo zu Hause und können es empfehlen. Nach dem Ausprobieren zahlreicher diverser Schuppenshampoos, die kaum oder keine Wirkung zeigten, sind wir bei diesem Produkt hängen geblieben.

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Wo finde ich Teebaumöl?

Teebaumöl finden Sie in Drogeriemärkten, Apotheken, beim Discounter und im Internet z.B. bei Amazon. Achten Sie darauf, dass es sich um ein 100 % naturreines Öl handelt, das keine sonstigen Zusätze enthält. Das Produkt ist sparsam in der Verwendung. Beim reinen Öl nimmt man jeweils nur wenige Tropfen.

Heben Sie das Teebaumöl im Medikamentenschrank auf, damit Kinder und Tiere nicht dran kommen. Das ätherische Öl sollte nur in kleinen Mengen gekauft und schnell verbraucht werden. Es oxidiert schnell und kann dann zu Reizungen führen. Wenn es sich zu verfärben beginnt, sollten Sie es wegwerfen.

Fragen Sie Ihren Arzt bzw. Tierarzt, bevor Sie es bei Kindern oder Tieren anwenden!

Reisefieber, am 19.06.2014
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Bildquelle:
Amazon (Wundersalbe Zambuk - "The hospital in the pocket")
Reisefieber (Rosen für die Schönheitspflege)

Autor seit 3 Jahren
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