FIAN International

FIAN International gibt es seit 1986. Eine Handvoll Menschen gründete das Food First Informations- und Aktions-Netzwerk, um für die Verwirklichung des Menschenrechts auf Nahrung zu kämpfen.

Inzwischen hat FIAN Mitglieder in über 50 Ländern auf allen fünf Kontinenten. In 18 Ländern bestehen nationale Vertretungen. Weltweit unterstützt FIAN Menschen bei der Verteidigung ihrer Rechte auf Nahrung und setzt sich ein für Zugang zu Ressourcen, Agrarhandel, Bergbau, Klima, Rechte von LandarbeiterInnen und Geschlechtergerechtigkeit. Bei den Vereinten Nationen hat FIAN Beraterstatus. FIAN finanziert sich durch Fördermitgliedschaften und Spenden.

FIAN.de

 

Hands on the Land for Food Sovereignty (HotL4FS)

ist eine gemeinsame Kampagne von 16 Partner/Innen, einschließlich kleinbäuerlicher und sozialer Bewegungen, NGO's aus dem Bereich Entwicklung und Umwelt, Menschenrechtsorganisationen und AktivistInnen. Deren Ziel ist es, ein breiteres Bewußtsein zu schaffen für die zentrale Bedeutung von Land, Wasser und anderer natürlicher Ressourcen für unser aller Menschenrecht auf Nahrung und unsere Ernährungssouveränität.

handsontheland.net

Oxfam

ist eine unabhängige internationale Hilfs-und Entwicklungsorganisation, die 1942 in Großbritannien gegründet wurde als Reaktion auf das Leid der Zivilbevölkerung im von Deutschland besetzten Griechenland. Nach dem 2. Weltkrieg engagierte sich Oxfam bei der Linderung der Not in Europa. Ende der 50er Jahren widmete man sich der Armutsbekämpfung in ehemaligen Kolonien und anderen armen Ländern.

In den 60er und 70er Jahren kamen weltweit weitere Oxfam-Organisationen dazu. 1995 wurde Oxfam Deutschland gegründet. Oxfam setzt sich für eine gerechte Welt ohne Armut ein und leistet Nothilfe in Krisen. Oxfam ist der Überzeugung, dass Menschen ein Recht auf eine nachhaltige Existenzgrundlage, soziale Grunddienstleistung, Bildung, Gesundheitsfürsorge, Sicherheit, politische Beteiligung und Selbstbestimmung und freie Persönlichkeitsentfaltung haben. Dafür macht man sich stark.

Weltweit gibt es 17 Oxfam Organisationen mit rund 3000 Partnerorganisationen in mehr als 90 Ländern. Oxfam finanziert sich vorwiegend durch Spenden,Oxfam Deutschland vor allem durch die Erträge der 42 deutschen Oxfam-Shops, die von mehr als 2.500 Ehrenamtlichen geführt werden. Jeder, der überflüssigen Dinge zu Hause hat, von Kleidung über Haushaltswaren und Accessoires, kann sie diesen Shops spenden. Für Einzelvorhaben erhält Oxfam Zuschüsse von der Bundesregierung und der EU.

 

IFOAM

Die IFOAM ist die internationale Dachorganisation des ökologischen Landbaus und wurde 1972 gegründet. Zum jetzigen Zeitpunkt sind bereits über 750 Mitgliedsorganisationen in mehr als 108 Ländern unter IFOAM vereinigt. Zu den Mitgliedern gehören beispielsweise Öko-Anbauverbände, Unternehmen der ökologischen Lebensmittelwirtschaft, Forschungseinrichtungen sowie einzelne Öko-Landwirte. IFOAM übernimmt die internationale Koordination dieser unterschiedlichen Interessengruppen unter Ausrichtung an einem gemeinsamen Leitbild. Das übergeordnete Ziel der IFOAM ist die Etablierung einer ökologisch, sozial und ökonomisch ausgewogenen und verantwortlichen Politik.

Zu diesem Zweck findet regelmäßiger Austausch durch Messen, Konferenzen und Publikationen statt. Die IFOAM repräsentiert die biologische Landwirtschaft in internationalen Institutionen und Organisationen, unter anderem in der United Nations Organization (UNO) und der World Trade Organization (WTO).

 

SAVE Foundation

ist ein 1993 entstandenes Netzwerk, das sich zum Ziel gesetzt hat, die genetische und kultur-geschichtliche Vielfalt in der landwirtschaftlichen Fauna und Flora zu erhalten und zu fördern. Durch die Industrialisierung der Landwirtschaft in den vergangenen Jahrzehnten ist die Biodiversität zunehmend bedroht. Die europäische SAVE-Dachorganisation koordiniert in Europa auch grenzübergreifende Erhaltungsprogramme traditioneller Rassen und Sorten, veranstaltet Seminare, Workshops, Projekte und Aktionen. Man sieht sich als Austauschbörse für Informationen und Know-how.

Save Foundation Deutschland

GRAIN

GRAIN, mit Sitz in Spanien, ist eine kleine internationale Non-Profit-Organisation, die es seit Anfang der 80er Jahre gibt. Sie unterstützt unter anderem Kleinbauern und soziale Bewegungen in ihrem Kampf für Biodiversität. Die Hilfe erfolgt in Form von unabhängiger Forschung und Analyse, Vernetzung auf lokaler, regionaler und internationaler Ebene. Tätig ist man vorwiegend in Afrika, Asien und Lateinamerika.

GRAIN erhält für seine Arbeit keine Zuschüsse, sondern finanziert sich allein durch Spenden. Im Jahr 2011 wurde GRAIN unter anderem für seinen Einsatz gegen den Aufkauf von Bauernland in Entwicklungsländeren durch ausländische Konzerne mit dem alternativen Nobelpreis ausgezeichnet.

 

Navdanya

1991 gründete Vandana Shiva die Organisation Navdanya, die sich für Frieden, Harmonie, Gerechtigkeit, für den Schutz von biologischer und kultureller Vielfalt des Saatgutes und eine Erddemokratie (Earth Democracy) einsetzt - eine uralte Weltanschauung, die auf der Einsicht beruht, dass die Erde nicht den Menschen, sondern der Mensch zur Erde gehört und daher jeder Zugang zu den lebenswichtigen Ressourcen hat.

Navdanya bewahrt in 65 über ganz Indien verteilten Saatgutbanken etwa 5.000 verschiedene Samenarten auf. Alle Samen werden kostenlos an die Bauern ausgegeben. Navdanya bietet Weiterbildungen für Bauern an und baut ein Vertriebssystem für Bio-Produkte auf. Laut eigenen Aussagen hat man bereits 200.000 Bauern geholfen.

 

La Via Campesina

La Via Campesina ist eine internationale Bewegung von Kleinbauern und Landarbeitern, die 1993 gegründet wurde.

Die Organisation vertritt das Konzept der Ernährungssouveränität. Sie setzt sich für eine umweltfreundliche, kleinbäuerliche Landwirtschaft ein, die in erster Linie die Versorgung der lokalen Bevölkerung sicherstellen soll, für Landreformen und gegen den Einsatz von Gentechnik in der Landwirtschaft.

Greenpeace / PETA / Paul Watson (Sea Shephard) / Albert-Schweitzer-Stiftung

Diese nationalen und internationalen Organisationen setzen sich durch Aktionen, Petitionen, Filme für den Schutz und Erhalt der Landschaft und Meere, eine artgerechtere Tierhaltung, gegen Überfischung und Ausbeutung von Tieren, gegen Tierversuche und Artenvilefalt ein.

Finanziert werden sie durch Spendengelder.

Greenpeace

Peta

Sea Shepard

Albert Schweitzer Stiftung

Medica Mondiale / Terre des Femmes / Karlheinz Böhm-Stiftung

Trailer "Monica Hauser"Diese Organisationen setzen sich für die Rechte der Frauen in Entwicklungsländern ein, für kriegstraumatisierte Frauen nach Vergewaltigung, richten Kliniken ein und geben Hilfe in ein neues Leben.

Medica Mondiale

Terre des Femmes

Karlheinz Böhm-Stiftung

Youtube-Trailer zu Monica Hauser

Target / Desert Flower Foundation

Target ist ein von Rüdiger Nehberg und Annette Weber gegründeter Verein, der sich vorwiegend in Afrika gegen die weibliche Genitalverstümmelung einsetzt und Kliniken errichtet, zu dem es einen gesonderten Artikel gibt.

Dasselbe Ziel verfolgt der von Waris Dirrie ins Leben gerufene Verein Desert Flower Foundation. Waris Dirie ist ein Nomadenkind aus Somalia, Menschenrechtsaktivistin, früheres Supermodel und Bestsellerautorin. Für ihre Bücher und ihren Kampf gegen weibliche Genitalverstümmlung hat sie zahlreiche internationale Auszeichnungen erhalten. In dem bewegenden Film "Wüstenblume" wird ihr Leben in Afrika, ihre Flucht nach Europa, ihr späterer Erfolg als Supermodel und ihr Einsatz gegen die Genitalverstümmelung bei Mädchen und Frauen verfilmt.

Weltagrarbericht - IAASTD (International Assessment of Agricultural Knowledge, Science and Technology for Development) -

Der Weltagrarrat hat von 2002 bis 2008 einen wissenschaftlichen Bericht erarbeitet, wie die Welt auch im Jahr 2050 noch zu ernähren ist, ohne die biologische Vielfalt zu zerstören.Der Weltagrarbericht sieht sich als ein fortlaufender Prozess.

Neben der UNESCO gehören die Weltbank, die Food Agriculture Organization (FAO) und das United Nations Environment Programme (UNEP) zu den UN-Organisationen, die den Bericht in Auftrag gegeben haben. Daran beteiligt waren 60 Regierungen und mehr als 400 Wissenschaftler aus aller Welt. Wegen der großen Bedeutung des Weltagrarberichtes gibt es dazu ebenfalls einen separaten Artikel.

EFSA

Die europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) ist k e i n e Nichtregierungsorganisation (NRO), sollte aber dennoch am Ende kurz genannt werden, da ihr Name häufig fällt und sie eine große Bedeutung beziehungsweise großen Einfluss auf Politik und Wirtschaft hat.

Sie arbeitet für die Europäische Union (EU) und bewertet das Risiko im Bereich der Lebensmittel- und Futtermittelsicherheit. Man arbeitet eng zusammen mit nationalen Behörden, wie zum Beispiel dem Bundesinstitut für Risikobewertung (wie in Sachen Glyphosat-Gutachten) und tauscht sich aus mit Interessengruppen.

Die EFSA stellt unabhängige wissenschaftliche Beratung zur Verfügung, wobei das 'unabhängige' immer wieder von verschiedenen Seiten angezweifelt wird, da sowohl bei der EFSA als auch beim BfR frühere Mitarbeiter großer Konzerne tätig waren oder sind.

Autor seit 5 Jahren
85 Seiten
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