Die Bedeutung des Wortes Tohuwabohu

Die Schöpfungsgeschichte im Alten Testament (1. Buch Mose 1,2) beginnt mit den Worten "1. Am Anfang schuf Gott Himmel und Erde. 2. Und die Erde war wüst und leer (tohu vavohu).". Die Erde war eine leere Wüste oder auch wüste Leere, bevor Gott eingriff und Pflanzen, Tiere und anschließend den Menschen erschuf. Ursprünglich war der Begriff zusammengesetzt aus den hebräischen Wörtern tohu für Wüste und bohu für Leere – eine wüste Leere sozusagen. Später wurde in der Einheitsübersetzung der Zustand mit wüst und wirr bezeichnet. Das Gegenteil aus dem Buch Mose wird heute unter Tohuwabohu verstanden, nämlich ein großes Chaos.

Aufräumen mit Kindern

Das Kinderzimmer sieht nun nicht wirklich nach einer wüsten Leere aus. Schnell erschallt der unbeliebte Ruf: "Wann räumst Du endlich Dein Zimmer auf?" – Aufräumen ist nicht kreativ und macht daher keinen Spaß. Setzt es doch auch dem fröhlichen Spielen ein Ende, um sich den ernsten, aber notwendigen Dingen des Lebens zu widmen. Wenn man das Aufräumen des Tohuwabous mit den Kindern spielerisch angeht, lernen sie eine Ordnung mit System anzugehen. Durchsichtige Kisten mit Aufklebern der Sachen, die sie enthalten, helfen dabei einen Überblick zu behalten. Alle Dinge wie z.B. Spielzeug sollten einen festen Platz bekommen, schmutzige Wäsche in die Tonne gelegt und kaputte Sachen direkt weggeworfen werden. Versuchen Sie die Ordnung den Kindern vorzuleben, ohne zu streng zu sein und sie zu überfordern.

Chaos bei Erwachsenen beseitigen

Je größer die Fläche eines Hauses oder einer Wohnung, umso mehr kann man darin stapeln. Unbemerkt sammeln sich die Schätze im dunklen Dachboden oder Keller, da aus den Augen gleich aus dem Sinn. In unserer Wohlstandsgesellschaft kann sich in einem Menschenleben so einiges ansammeln, was spätestens durch einen Umzug oder Tod gesichtet wird. Will man es nicht so weit kommen lassen, muss man sich frühzeitig ein Herz fassen und dem Grauen ein Ende bereiten.

"Das Genie beherrscht das Chaos" – was habe ich immer Menschen heimlich beneidet, die brav alles sofort an den richtigen Platz gelegt oder weggeworfen haben. Ein penibles System half dabei, alles direkt zu finden. Wenn ich Dinge so gut weglege, dass sie auch sofort gefunden werden, gehen sie meistens unter. So wie vor Kurzem die Versicherungsunterlagen meines Laptops, das bereits nach zwei Jahren seinen Geist aufgab. Es könnte kostenlos erstattet werden, wenn ... Mist, wo habe ich die Unterlagen hingelegt. So konnte es nicht weitergehen.

Die Simpliyfy-Methode hilft dabei, ein System in das Chaos zu bringen. Es gibt Anregungen für den Arbeitsplatz, Küche und Keller oder auch den Kleiderschrank. Wenn auch nicht die ganze Wohnung in 24 Stunden sortiert ist, helfen sie doch bei Planung und Durchführung. Sie bieten z.B. To-Do-Listen und klage Strategien an.

Das vier Kisten-Prinzipg

Raum für Raum muss mit System durchgeschaut werden. Beim Sortieren helften vier Kisten mit Beschriftung:

  • Kiste 1 – Wichtig. Hier kommen Dinge hinein, die regelmäßig benutzt werden und Ihnen wichtig sind.
  • Kiste 2 – Unentschlossen. Sie sind sich nicht sicher, ob Sie die Sachen brauchen, wollen sie aber nicht wegwerfen. Diese Kiste kommt in Keller oder Dachboden. Wenn Sie die Sachen mehr als ein Jahr nicht angefasst haben, brauchen Sie diese auch nicht.
  • Kiste 3 – Verschenken oder Verkaufen. Die Teile sind zu schön, um sie wegzuwerfen. Sie können versuchen sie auf dem Flohmarkt oder online zu verkaufen, guten Freunden oder sozialen Projekten geben.
  • Kiste 4 – Wegwerfen – Kaputte Dinge und Sachen, an denen Sie nicht hängen, die auch nicht mehr gebraucht werden.

Nehmen Sie sich nicht zu viel auf einmal vor! Versuchen Sie einen Schrank oder eine Ecke zu entrümpeln. Vom Erfolg gestärkt, können Sie dann weitere Räume sortieren.

Der Beleg mit der Versicherung für das Laptop befand sich übrigens in der Einkaufstüte vom damals. Wie gut, dass ich Plastiktüten sammele, um sie wieder zu verwenden.

Reisefieber, am 28.11.2013
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