Der eigene Komposthaufen

Nicht in jeder Gemeinde gibt es die Möglichkeit, Gartenabfälle in der braunen Tonne zu entsorgen. Außerdem ist das nur für Kleinstmengen an kleinen Ästchen, Laub oder verwelkten Blüten gedacht. 

Ein bisschen mehr Spielraum bietet der Komposthaufen im Garten. Je nach der Größe des Komposthaufens kann damit schon der Großteil der Gartenabfälle aufgefangen werden. Alles eignet sich aber nicht zum Kompostieren. Laub, junge Zweige und Gras sind prima. Kleine Äste auch, solange sie vorher noch durch den Schredder wandern. In der Gesamtheit sollte aber kein Überschuss an Holz im Komposthaufen sein, das trockene Material braucht noch genügend feuchte Gartenabfälle neben sich, damit der Komposthaufen das tut, was er soll. Hartnäckige Unkrautsorten sollten erst getrocknet werden, bevor sie auf den Komposthaufen kommen, feuchtes Laub darf gleich dazu.

Mulchen

Bis der Komposthaufen wertvolle neue Erde liefert, dauert das mitunter recht lange. Will man den angefallenen Baumschnitt gleich verwenden, kann man ihn zu Mulch verarbeiten. Dazu wird das Holz in einem Häcksler oder Schredder zerkleinert. Danach kann man es als Mulchschicht gleich auf den Beeten ausbringen oder unter Sträuchern und Bäumen ausbringen, wo es Unkrautwachstum unterdrücken soll. Man kann den Baumschnitt ähnlich verwenden, wie man es auch mit Rindenmulch machen würde, nur dass Mulch aus Gartenabfällen eben günstiger zu haben ist.

Gartenhäcksler kann man in vielen Baumärkten oder Gärtnereien ausleihen. Wer aber sowieso jedes Jahr Baumschnitt und andere größere Gartenabfälle hat, für den lohnt sich der Kauf eines eigenen Gerätes, zumal die Leihgeräte aus dem Baumarkt oft nicht die gewünschte Leistung bringen. Grob gibt es zwei Arten von Häckslern, die verwendet werden. Die meisten der erhältlichen Geräte auf dem Markt sind klassische Häcksler mit Messerschneidwerk, was besonders für die etwas stärkeren Äste und Zweige besser geeignet ist. Daneben gibt es noch Geräte mit Walzenschneidwerk, welches das Schnittgut nicht nur schneidet, sondern auch quetscht.

Verbrennen oder abholen lassen

Die braune Tonne gibt es nicht in allen Gemeinden und wenn, dann ist nicht viel Platz darin. Aber in einigen Gemeinden ist es möglich, seinen Grünschutt entweder an eine Deponie hinzufahren oder sogar von zu Hause abholen zu lassen. Wertstoffhöfe und Entsorgungsbetriebe verlangen in der Regel nur eine geringe Gebühr, bei wiederverwertbarem Baumschnitt entfällt sie manchmal sogar ganz.

Vorsicht ist angesagt, wenn man seine Gartenabfälle einfach im Garten verbrennen möchte. Hier gibt es Richtlinien, die zu beachten sind. Es ist in jeder Gemeinde geregelt, was erlaubt ist und vor allem auch, zu welchen Zeiten im Jahr.

Sonja, am 05.03.2018
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