Umbauen oder neu bauen?

Experten empfehlen häufig, die alte Immobilie zu verkaufen und eine neue, seniorengerechte Wohnung zu erwerben oder selber zu bauen. Ob diese Lösung sinnvoll ist, hängt ganz von der Marktlage ab. Besitzt man eine Immobilie in bevorzugter Lage, bei der eine Wertsteigerung in den letzten 20 Jahren stattgefunden hat, kann es sich tatsächlich lohnen, im Alter in eine seniorengerechte Wohnung umzuziehen. Aber nicht jeder möchte aus der lieb gewonnenen Heimat wegziehen, zumal das Angebot an barrierefreien Immobilien derzeit nicht besonders groß ist. Dennoch sollte diese Option immer bedacht und durchgerechnet werden.

Je höher der Sanierungsbedarf, desto eher ist es wahrscheinlich, dass der Verkauf der Immobilie die kostengünstigste Lösung darstellt. Soll nur ein Treppenlift installiert werden, ist der Umbau in der Regel günstiger. Einen unverbindlichen Kostenvorschlag erstellt die Treppenliftagentur. Wenn aber auch Bäder, Türen und der Zugang zu Balkon oder Terrasse umgebaut werden muss, können die Kosten schnell explodieren.

Am besten sollten junge Bauherren von vornherein an das Alter senken und ihre Immobilie möglichst barrierefrei gestalten. Das kann sich nicht nur im eigenen Lebensabend auszahlen, sondern steigert auch den Wert der Immobilie. Aufgrund der demographischen Entwicklung in Deutschland ist es zu erwarten, dass barrierefreie Immobilien in der Zukunft noch stärker nachgefragt werden.

 

Fördermittel der KfW Bank für den altersgerechten Umbau

Wer sich gegen den Verkauf der eigenen Immobilie entscheidet, kann verschiedene Fördermittel für den altersgerechten Umbau in Anspruch nehmen. Die KfW Bank fördert beispielsweise den Abbau von Barrieren im Wohnungsbestand und finanziert unter bestimmten Umständen den altersgerechten Umbau. Informationen erhalten Immobilienbesitzer über ihre Stadtverwaltung. Dort können günstige Kredite und Fördergelder der KfW Bank beantragt werden. Ein Online-Merkblatt der KfW gibt es auch hier.

Eigentümer, die ihre Immobilie aufgrund einer Behinderung dringend umbauen müssen, können sogar auf eine komplette Kostenübernahme hoffen, beispielsweise beim Einbau eines Treppenliftes. Dabei ist jedoch zu beachten, dass der Ausbau nach dem jeweiligen Programm bewilligt werden muss.

Derzeit beträgt die maximale Fördersumme 50.000 Euro pro Immobilie. Wer den altersgerechten Umbau mit Fördermitteln der KfW Bank finanzieren möchte, muss sich dabei an strenge Auflagen halten. So müssen beispielsweise die Türen eine Breite von mindestens 80 cm aufweisen, der Türdrücker muss auf einer Höhe zwischen 85 und 105 cm angebracht werden. Die Einhaltung dieser und weiterer Auflagen sollten sich Bauherren unbedingt durch das beauftragte Handwerksunternehmen bestätigen lassen.

Übrigens fördert die KfW Bank nicht nur den altersgerechten Umbau von Bestandsimmobilien, sondern auch die barrierefreie Gestaltung bei Neukauf.

Autor seit 5 Jahren
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