Wissenschaftlich gesehen, scheint der Zufall nicht erklärbar zu sein, weshalb auch dieser Artikel auf keine eindeutige Beweiskraft zurückzuführen ist. Hier soll lediglich ein Denkansatz geschildert werden, der versucht, den Zufall zu beschreiben.
Zufall als subjektive Wahrnehmung

Zufall gilt für viele Menschen als ein Ereignis, welches aus heiterem Himmel stattfindet. Doch eine derartige Sichtweise kann nicht als korrekt gelten, da der Zufall nur das Produkt einer subjektiven Empfindung darstellt. Der Grund ist nämlich, dass ein Ereignis auf das andere folgt und dieses Prinzip fortführend ist – gemäß der Ursache und Wirkung. Aufgrund dieser unzähligen Ereignisse, die aufeinandertreffen, entsteht eine immense Komplexität, welche im Einzelnen nicht mehr überschaubar und nachvollziehbar ist. Und sollte ein scheinbar kurioses Einzelereignis mit einem Menschen in Berührung kommen, wird diese Situation gern als Zufall bezeichnet. Zufall ist aufgrund der unergründlichen Zusammenhänge von Ereignissen folglich nur eine subjektive Wahrnehmung.

Entscheidungen sorgen für Ereignisse, die den Zufall begünstigen

Ein kleines Gedankenspiel soll helfen, zu verstehen, warum es keinen Zufall gibt: Nehmen wir an, es gibt nur 20 Menschen auf der Welt, wobei sich 10 von ihnen an diesem Ort (A) und die anderen 10 an einem anderen Fleck (X) der Erde befinden. Die Personen von A suchen eine neue dringend benötigte Nahrungsquelle und machen sich auf dem Wege. Und die Menschen von X wollen sich fortpflanzen, um gesunden Nachwuchs zu zeugen, weshalb sie auf der Suche nach neuen Siedlungen sind. Da aber ein heftiges Unwetter aufzieht, muss die Gruppe von X zurück zu ihrem herkömmlichen Wohnsitz, markiert aber vorher die Bäume, um später den bisherigen Weg wieder aufnehmen zu können. Der Personenkreis von A ist total erschöpft vor Hunger und der weiten Reise, sieht aber die markierten Bäume und folgt dem Weg, bis die Siedlung von X endlich erreicht wird.

Beide Gruppen von Menschen haben nun ihr Ziel erreicht – die eine hat Nahrung, die andere kann sich fortpflanzen. Und beide Personenkreise werden die Begegnung jeweils als Zufall werten. A wird meinen, es war Zufall, dass sie die markierten Bäume entdeckten, und X wird sagen, dass das Zustoßen der anderen Gruppe ein Zufall sei, nur weil sie unbedingt ein Gut für die Fortpflanzung brauchen und dies nun aus scheinbar unerklärlichen Gründen funktioniert hat.
Je komplexer die Ereignisse, desto mehr scheinbare Zufälle entstehen

Zugegeben, dieses vorangegangene Gedankenspiel ist sehr überschaubar, doch wenn man bedenkt, dass eine Vielzahl von Menschen und Gruppen bestimmte Ziele verfolgen wollen und / oder müssen, kommt es zu einer komplexen Struktur von aufeinander treffenden Ereignissen. Und je mehr Ereignisse miteinander korrelieren, desto mehr scheinbare Zufälle werden empfunden.

Zufall – Ergebnis unergründlicher Zusammenhänge
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write-x, am 05.12.2010
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