Vorbereitung und Überlegungen

  • Der Anlass entscheidet maßgeblich über das Aussehen der Torte. Ist die Torte nicht für Sie selber bestimmt, so sprechen Sie sich unbedingt mit dem Empfänger ab. Schließlich wird die Torte das Prunkstück der Festivität sein, welches viel Aufmerksamkeit erfährt. Da sollte doch alles passen!
  • Planen Sie rechtzeitig! Am Tag vor der Feier auf die Idee zu kommen, eine zweistöckige oder gar dreistöckige Torte zu backen - das wird wohl nach hinten losgehen! Am Besten, Sie beginnen mindestens ein paar Tage vorher mit den Überlegungen und Vorbereitungen.
  • Klären Sie die technischen Details! Wollen oder können Sie eine Etagere verwenden, wird vieles einfacher. Dabei handelt es sich lediglich um drei voneinander unabhängige Torten auf drei übereinander angeordneten Tortenböden.
  • Bei einer richtigen mehrstöckigen Torte sitzen die Einzeltorten aufeinander auf. Denken Sie daran, dass eine Torte inklusive Marzipan und Fondant schon einmal vier Kilogramm wiegen kann. Lassen Sie daher die Hände von einer Sahnetorte. Die würde sofort einsinken, sobald die anderen Ebenen aufgesetzt werden. Wenn schon Sahne, dann als oberste Torte. Für unten empfiehlt sich eine schwere Sacher-Torte, die das Gewicht besser aushält.

3 Torten bilden die Grundlage

 

  • Backen Sie zunächst drei Torten. Berücksichtigen Sie den Geschmack desjenigen, für den Sie Ihr Kunstwerk kreieren. Sprechen Sie sich ab, das erspart böse Überraschungen.
  • Damit der schöne Treppeneffekt entsteht, müssen die Torten natürlich verschiedene Größen haben. Backen Sie zum Beispiel eine mit 26 Zentimetern, eine mit 22 Zentimetern und eine mit 20 Zentimetern im Durchmesser. Sie können dafür verschiedene Rezepte verwenden, müssen es aber nicht.
  • Die Anzahl der Etagen ist nach oben übrigens nicht begrenzt. Je mehr es allerdings werden, umso eher empfiehlt sich der Einsatz einer Etagere.
  • Beispiel für die Sachertorte als unterste Torte: Schlagen Sie 140g Butter mit 160g Zucker schaumig und rühren Sie 180g zerlassene Bitterschokolade darunter. Geben Sie 8 Eigelb dazu und schlagen Sie das ganze kräftig. Schlagen Sie 8 Eiweiß mit 30g Puderzucker steif. Den Eischnee, die Schokoladenmasse und 140g Mehl und 1 TL Backpulver vermengen Sie vorsichtig und füllen den Teig in eine gefettete Springform. Backen Sie die Sachertorte 60 Minuten lang bei 175 Grad.
  • Beispiel für eine mittelschwere Torte für die Mitte: Geben Sie 200g Mehl, 4 TL Backpulver, 40g Kakao und 300g Zucker in eine Schüssel. Verquirlen Sie 3 Eier und 80ml Buttermilch und geben es mit 1,5 EL Öl dazu. Schließlich fügen Sie je 170g Margarine und zerlassene Schokolade hinzu und verrühren das Ganze gut. Die Backzeit beträgt 60-70 Minuten bei 180 Grad.
  • Die oberste Torte: Hier dürfen Sie ruhig auch eine leichtere Buttercreme- oder Sahnetorte zaubern. Sie muss kein Gewicht mehr tragen.

Marzipan und Fondant sorgen für Stabilität

  • Sind alle drei Torten fertig gebacken, müssen sie begradigt werden. Schneiden Sie mit einem scharfen Messer die Oberfläche glatt, damit sie ohne Wackeln gestapelt werden können. Kleiner Trick: Drehen Sie die Torten um, so dass die Unterseite zur Oberseite wird - denn diese ist etwas fester.
  • Danach bedecken Sie alle drei Torten mit Marzipan. Rollen Sie das Marzipan aus legen Sie es auf die einzelnen Torten. Dort entrollen Sie es wieder und achten darauf, auch die Seiten zu bedecken. Überstehendes Marzipan können Sie mit einem scharfen Messer entfernen.
  • Fondant aus Gelatine und Rohrzuckersirup wird nun auf die Torten aufgebracht. Das funktioniert ähnlich wie beim Einschlagen mit Marzipan. Rollen Sie den Fondant aus und bedecken Sie die Torten damit - auch die Ränder.

Der heikle Akt - das Aufeinandersetzen der Torten

  • Sind die Torten stabil genug, können Sie sie nun vorsichtig aufeinandersetzen.
  • Für mehr Sicherheit und Stabilität gibt es aber kleine Hilfen, die zwischen den Torten dafür sorgen, dass nichts einsinkt und nichts verrutscht.
  • Kappaplatten oder Cakeboard: Platzieren Sie die mittlere und die kleine Torte auf Kappaplatten oder Cakeboards, notfalls auch auf Pappscheiben.
  • Legen Sie die größte Torte vor sich auf die Platte, auf der sie letztendlich dann auch verbleibt. Stecken Sie in die Mitte der Torte einen dicken Cocktailstrohhalm und schneiden ihn ab, so dass nur noch 1.2 Millimeter herausschauen. In dieser Größe schneiden Sie noch 4-6 weitere Strohhalme zurecht, die Sie ringförmig um den mittleren Strohhalm platzieren. Passen Sie aber auf, dass die später darüberliegende Torte die Strohhalme verdeckt.
  • Sind alle Strohhalme im untersten Boden eingesteckt, setzen Sie vorsichtig die mittlere Torte auf. Da sie auf einem Cakeboard oder einer Kappaplatte steht, wird sie gerade stehen und die Cocktailhalme verleihen ihr Halt. Nach dem gleichen Prinzip setzen Sie die letzte Torte auf.
  • Für einen weiteren Transport ist mehr Sicherheit und Stabilität nötig. Stecken Sie daher zusätzlich in die Mitte der Torte einen Holzstab, der über alle drei Etagen reicht. Stecken Sie ihn bereits in die unterste Torte und bemessen Sie ihn so, dass er insgesamt wenige Zentimeter kürzer ist als die Höhe der fertigen Torte.

Verzieren Sie nach Lust und Laune

  • Je nach Thema oder Geschmack lassen sich die schönsten Torten zaubern. Da wäre das Brautpaar hoch oben auf der Torte oder die Marzipanrosen rund um die einzelnen Etagen.
  • Haben Sie noch Fondant übrig? Prima: auch hieraus lassen sich mit ein wenig Lebensmittelfarbe prima Dekorationen zaubern.
  • Aus der Not eine Tugend machen Sie, wenn Sie noch etwas Marzipan oder Fondant übrig haben. Sollte Übergänge zwischen den einzelnen Torten zu sehen sein, rollen Sie einfach ein Band aus Marzipan oder Fondant und legen es um die kritische Stelle. Das sieht sehr edel aus und kaschiert die Unebenheit.
Sophie1975, am 02.02.2015
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Bildquelle:
Eigenes (Marzipanfiguren selber machen)
Amazon, Produktbild (Hochzeitskleidung - die Brautkleidung im Wandel)
Amazon, Produktbild (Männern Komplimente machen - so geht's richtig)

Autor seit 5 Jahren
220 Seiten
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