Hadern

Es war ein langer Weg bis ich mir endlich eine Uhr gekauft habe. Seit dem ich ein Handy besaß, trug ich keine Uhr mehr am Arm. Ich holte, wie jeder andere auch, immer das Mobiltelefon aus der Hosentasche um zu wissen wie spät es ist. Also wozu einen Schritt zurück gehen? Wozu noch ein zweites Gerät mit sich herum tragen? Noch ein Gerät das täglich aufgeladen werden muss. Wozu? Ich würde vermutlich immer noch mit mir hadern, wenn ich sie mir dann nicht endlich einfach gekauft hätte. Die Series 3 war für mich die erste Edition, die Leistungsstark genug war um einige Jahre an meinem Handgelenk zu überdauern. Das Betriebssystem watchOS hatte zu diesem Zeitpunkt auch etliche Neuerungen hinter sich und war für mich ausgereift genug um es täglich zu benutzen. Apps starteten wesentlich schneller.

Alltag

Vorweg. Für mich ist die Apple Watch eine echte Bereicherung im Alltag. Ich habe sie für meine Bedürfnisse zu schätzen gelernt. Wie äußert sich das in meinem Alltag? Ich liebe es, so einfach und jederzeit auf die Uhr sehen zu können. Ja. Genau. Das Datum und die Uhrzeit. Dazu das aktuelle Wetter. Kurz den Arm anheben, so wie bei jeder Uhr, um die Uhrzeit abzulesen und fertig. Das klingt Banal, ich weiß. Aber selbst Nachts im Bett wenn ich wach werde, kurz zur Uhr am Handgelenk gucken, dabei etwas an der Krone drehen, damit der Bildschirm nur ganz leicht leuchtet und erkennen, das man noch super 2 Stunden weiter schlafen kann. Und das auch ohne Brille. Mir ist es auch schon passiert, dass ich auf meine Uhr gucken wollte und merkte das sie gar nicht am Handgelenk ist, da sie doch mal laden musste. Ich war total genervt, das ich mein Smartphone benutzen musste. Mir ist mit der Uhr erst bewusst geworden wie oft ich sonst am Smartphone die Uhrzeit am Tag abgelesen habe. Und das geht immer so weiter. Ich finde es total Klasse meine Kurznachrichten am Handgelenk empfangen, lesen und beantworten zu können. Kein Smartphone mehr das man dazu aus der Hosentasche ziehen oder in der Handtasche suchen muss. Vor allem wenn man wirklich unterwegs ist. Klar man tippt nicht auf der Uhr herum, sondern spricht die Nachricht in die Uhr, die dann entweder wieder in Text umgewandelt oder als Audiodatei versendet wird. Ja. Das muss man mögen. Es hört jeder mit. Bei den banalen Dingen die man austauscht meist aber kein Problem. Ansonsten kann man bequem die Nachricht schon mal lesen und dann später Smart beantworten. Dazu hat man Siri immer griffbereit um einen Timer beim Kochen zu stellen oder jederzeit schnell mal etwas recherchieren zu können. Wenn ich einen kurzen privaten Anruf bekomme, dann nehme ich ihn auch gerne an der Uhr entgegen. Unschlagbar zuhause beim Kochen. Nicht erst das Telefon holen zum ran gehen, vorher noch schön die Hände waschen, und eventuell noch das Headset suchen oder das Kochen unterbrechen. Da die Uhr den ganzen Tag und die ganze Nacht bei mir am Handgelenk ist, geladen wird sie meistens morgens wenn ich im Bad bin, oder abends beim Fernsehen, zählt sie jede Bewegung, jeden Schritt mit. Mein Smartphone habe ich öfters auf dem Tisch liegen gelassen, vor allem zu Hause oder auf der Arbeit. Das führte dazu, das meine Schrittanzahl weniger war. Die Uhr zählt immer mit. Den 10.000 Schritten steht somit nichts im Weg. In der Nacht nutze ich die Uhr zur Schlafanalyse. Auch eine feine Sache. Dazu muss man natürlich eine zusätzliche App, wie zum Beispiel AutoSleep, aus dem App Store installieren. Dann bekommt man auf dem Smartphone am nächsten Tag eine Zusammenfassung angezeigt, wie oft man sich im Schlaf bewegt hat, wie tief man geschlafen hat, wie hoch der Puls war, wie lang die Tiefschlafphasen waren. Toll. Was ich auch sehr zu schätzen gelernt habe, ist die Taschenlampenfunktion der Apple Watch. Wenn ich Nachts nochmal aufstehe, oder tagsüber unter dem Schrank noch etwas suche, schalte ich die Taschenlampe an, der Bildschirm der Uhr leuchtet dann wenn man ihn vom eigenen Körper weghält. Ein sehr sinnvolles Feature, auch wenn das Treppenhauslicht mal wieder mittendrin aus geht. Und das tolle ist, alles ist immer dabei. Wirklich immer. Denn die Uhr sitzt am Handgelenk. Das iPhone liegt auf dem Schreibtisch oder steckt noch in der Handtasche. Die Hosentaschen sind endlich frei. Seit ich die Apple Watch habe, verpasse ich auch keine Anrufe oder Nachrichten mehr. Das iPhone habe ich manchmal nicht bemerkt, weder den Ton oder das Vibrieren.

Gamification

Die Apple Watch motiviert mich täglich, mich mehr zu bewegen und wenn es nur eine Minute stehen pro Stunde ist. Dazu dienen die 3 verschiedenen Ringe. Der rote Ring ist das Bewegungsziel, das man frei wählen kann und das sich jederzeit oder bei Nachfrage am Anfang einer Woche erhöhen lässt. Also zum Beispiel 200 kcal. Bei mir zwischen 600 und 700 kcal. Um das zu erreichen gehe ich morgens früher los und starte auf der Uhr ein Gehen Training und gehe 2 U-Bahn Stationen zu Fuß. Das dauert dann ungefähr 15 bis 18 Minuten. Dabei wird alles getrackt, Puls, Zeit, GPS, Schritte, kcal, Pace. Das hilft dabei das Bewegungsziel und das Trainingsziel (gelber Ring), das immer 30 Minuten pro Tag sind zu erreichen. Abends mache ich das auch. Und Mittags ein Spaziergang, wenn möglich. Der blaue Ring stellt das Stehziel dar und wird erreicht, wenn man mindestens in 12 verschiedenen Stunden, jeweils 1 Minute gestanden hat. Insgesamt eine tolle Möglichkeit sind fit zu halten. Oder gezielt mehr Kalorien zu verbrennen. Die Uhr erinnert mich immer mal wieder am Tag daran, indem sie mich An tippt und akustisch Bescheid gibt. Zeit aufzustehen! Das alles ist einstellbar, ob und wie man was möchte. Super. Dazu gewinnt, erarbeitet man sich Medaillen, die mich weiterhin motivieren.

Training

Zwei bis drei mal die Woche mache ich zu Hause Kraftsport. Dazu habe ich mir die App SmartGym, aus dem App Store installiert, mit der ich meinen Trainingsplan mit dem Smartphone definieren kann. Also welche Übungen in welcher Reihenfolge mit wie viel Gewicht, Wiederholungsanzahl, Sätzen und Pausenzeiten. Diese Daten werden mir dann auch in der App auf der Uhr angezeigt, wo ich das Training starte und die Uhr dann wieder alle Daten, wie Puls, Bewegungen, GPS erfasst und den Kalorienverbrauch berechnet. In der App kann ich mit wenig Tippen, zur nächsten Übung wechseln und den Timer starten für die Pausen zwischen den Sätzen. So entspannt, von der Bedienung, habe ich noch nie zuvor trainiert. Wenn die Pause um ist gibt mir die Uhr wieder Bescheid und weiter geht es. Ein super Trainingserlebnis. Ich muss zugeben das der Herzfrequenzmesser für solche Bewegungen nicht optimal ist, daher habe ich mir zusätzlich einen Polar H10 Herzfrequenz-Sensor gekauft, der mir für die Kraftsport Trainings bessere Daten an die Uhr liefert. Die Verbindung ist sehr einfach über die Bluetooth Einstellungen der Uhr herzustellen.

Fazit

Für mich ist die Uhr ein Assistenzsystem, das die Funktionalität meines Smartphones erweitert und ergänzt. Ideal um im Alltag, weniger zum Smartphone greifen zu müssen, die Hände und Hosentaschen frei zu haben.

Nutzung:

Uhr, Datum, Wetter, Chat, Fitness, Training, Schrittzähler, Kalorienzähler, Schlafanalyse, Herzüberwachung, Timer, Taschenlampe, Siri, Musikerkennung, Erinnerungen, Kalender, Entspannung, Musik, Telefonieren

 

Autor seit 1 Monat
4 Seiten
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