Untergrund des Fußballfeldes wird gefestigt

Die unterste Bodenschicht eines Fußballfeldes wird zu Beginn des Baus mit Hilfe von zumeist motorisierten Walzen gefestigt. Der Grund dafür ist die Gewährleistung einer grundlegenden Stabilität, und ebenso wird durch diese Maßnahme sichergestellt, dass es zu keinen Trittlöchern kommt. Solche Unebenheiten würden für die Fußballspieler nämlich eine enorme Gefahr darstellen, die zu geringen wie auch schweren Verletzungen führen können.

Berücksichtigt wird beim Verfestigen der untersten Bodenschicht jedoch auch, dass das Feld leicht gewölbt ist, damit das Wasser bei starkem Regen besser abfließen kann. So liegen die Seitenränder in den meisten Fällen 30 Zentimeter tiefer als die mittlere Längsachse. Die Spieler werden durch diesen Höhenunterschied jedoch nicht beeinflusst.

Ableitungssystem für überschüssiges Wasser

Damit ein großer Teil des Wassers abgeführt werden kann, ist ein komplexes Ableitungssystem notwendig. Dieses besteht aus fischgrätenförmigen Rohren, befindet sich in der untersten Bodenschicht und erstreckt sich über die gesamte Fläche, die das Fußballfeld ausmacht.

Um kein Sand ins Wasser gelangen zu lassen, welches die Leitungen verstopfen würde, werden die Rohre mit Steinsplitt ummantelt. So wird ermöglicht, dass nur die Flüssigkeit in die kleinen Löcher auf der Oberseite der Rohre hineinsickert. Am Rande des Fußballfeldes wird das Wasser dann schließlich in den Abfluss geleitet.

Aufbau eines Fußballfeldes

(Bild: M. Fernholz)

Auch für die Bewässerung des Rasens wird gesorgt

Selbstverständlich benötigt der Rasen, vor allem wenn es längere Zeit nicht geregnet hat, Feuchtigkeit – ein entsprechendes Bewässerungssystem, das auf der untersten Bodenschicht installiert ist, sorgt dafür. Wird also ein Bewässern notwendig, fahren die Sprühköpfe per Wasserdruck hoch und verrichten ihre Aufgabe. Bevor ein Fußballspiel stattfindet, werden die Sprühköpfe wieder abgesenkt.

Dennoch sollte eine Bewässerung nicht unmittelbar vor einem Spiel erfolgen, da die durch das verdunstende Wasser verursachte feuchte Luft für die Fußballer eher unangenehm ist.

Humuserde und Dünger für den Fußballrasen

Der später ausgelegte Rasen benötigt eine spezielle Erde, um bestens gedeihen zu können, weshalb nun eine weitere Bodenschicht aufgetragen wird. Diese Humuserde, das sogenannte Topsoil, setzt sich aus Sand und organischen Stoffen zusammen, die in der Kombination ein optimaler Nährboden für das Gras ist. Gleichzeitig wird noch ein besonderer Dünger, welcher aus einer Mixtur vieler Zusatznährstoffe besteht, aufgetragen.

Der Rasen für das Fußballfeld wird verlegt

Nachdem der Boden vorbereitet wurde, wird der Rasen ausgelegt. Dafür kommen entweder Rollen oder auch Ziegel zur Anwendung, und schon nach kurzer Zeit sind die entsprechenden Matten angewurzelt. Gras, welches in deutschen Stadien verwendet wird, ist in den meisten Fällen eine Mischung aus den Sorten Gemeine Wiesenrispe und Deutsches Weidelgras.

Geschnitten wird das Gras zweimal in der Woche, wobei die Scheren des Rasenmähers unbedingt scharf sein müssen, um das Gras nicht zu verletzen und für Krankheiten anfällig zu machen. Die Farbunterschiede der Bahnen kommt jeweils durch das Mähen in entgegengesetzter Richtung zustande. Diese erkennbar hellen und dunklen Streifen, die eine Folge stärker oder schwächer reflektierendem Licht sind, helfen dem Schiedsrichter sowie seinen Assistenten dann, besser beurteilen zu können, ob ein Spieler im Abseits steht oder nicht.

Nachdem die Linien mit Kalkpulver gezogen, die Tore sowie Eckfahnen aufgestellt sind, können die Fußballspiele dann beginnen.

Kosten eines Fußballfeldes

  • Vorbereitung des Grundes: 7.500 Euro

  • Ableitungssystem: 17.000 Euro

  • Bewässerungsanlagen: 10.000 Euro

  • Qualitätserde: 30.000 Euro

  • Spezialdünger: 2.000 Euro

  • Rasen: 25.000 Euro

  • Zubehör: 3.000 Euro

  • Bauunternehmen: 30.000 Euro

write-x, am 25.11.2013
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Bildquelle:
eonhansecup (Die längste und härteste Ruderregatta der Welt mit weltweitem Inter...)

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