Schwiegermutterkuchen (Bild: CK-User Polgara81)

1. Einleitende Worte (Glosse)

So manchem stellt sich die Frage, ob und wie die Begriffe "Schwiegermutter" und "Kuchen" überhaupt miteinander harmonieren können. Das Wort "Kuchen" löst in der Mehrzahl der humanoiden Bewohner unserer Erde ein gewisses Wohlgefühl aus, das im unmittelbaren Zusammenhang mit leiblichen Freuden und Genüssen steht. Gelangt allerdings die Bezeichnung "Schwiegermutter" in die Gehörgänge eines Mitmenschen, so wendet sich der Betreffende manchesmal mit Grausen ab und durchlebt die finstersten Albträume. Im Geiste dieses Menschen mutiert die eigentlich menschliche Person zu einem Drachen oder einem sonstigen Ungetier.

Wie könnte dann also ein Schwiegermutterkuchen aussehen und vor allem munden? Handelt es sich dabei um eine Bosheit der lSchwiegermutter gegenüber ihren lieben Anverwandten oder wurde dieses mysteriöse Backwerk etwa gar ganz zart mit Zyankali oder Arsen garniert, um das Thema "Schwiegermutter" auf diese Weise aus der Welt zu schaften? Keine der gewagten Thesen trifft hier zu, handelt es sich doch bei dieser Süßspeise um eine wahrhaft leckere Angelegenheit. Und sind wir doch mal ganz ehrlich. Schwiegermütter waren damals keine Monster und sind es auch heute nicht. In der Regel harmoniert dieser Personenkreises sehr gut mit den neu in den Kreis der Familie gekommenen Schwiegertöchtern und -söhnen. Ebenso harmonisch fügen sich die einzelnen Zutaten dieses Kuchens in das wohlschmeckende Backwerk ein. 

2. Welche Zutaten werden benötigt

Für den Knetteig:

  • 150 g Mehl
  • 1 Teelöffel Backpulver
  • 65 g Zucker
  • 65 g Butter
  • 1 Ei

Für den Rührteig:

  • 175 g Margarine (Rama etc.)
  • 3 Eigelb
  • 200 g Zucker
  • 175 g Haselnüsse
  • 50 g Mehl
  • 1½ Teelöffel Backpulver

4. Anmerkungen des Autors

Der Schwiegermutterkuchen beglückt uns bereits seit vielen Jahren mit seiner einfachen Rezeptur und seinem harmonisch nussig-fruchtigen Geschmack. Bereits als Kind und Jugendlicher verzerrte ich dieses wohltuende Backwerk mit Hochgenuss. Glücklicherweise fand ich vor kurzem dieses Rezept in den Unterlagen meiner inzwischen 83-jährigen Mutter. Leider bin ich der Backkunst nicht mächtig, werde mich aber möglicherweise doch demnächst an das Backen dieses Kuchens wagen. Ich kann jedem, der gutes Backwerk liebt, den Schwiegermutterkuchen ans Herz legen. Probieren Sie es einfach aus!  

3. Vorgehensweise

  1. Die Zutaten für den Knetteig vermischen und den dadurch entstandenen Teig so lange kneten, bis eine feste Masse entsteht
  2. Den Teig auf den Boden einer Springform geben
  3. Auf den ausgelegten Teig ein Glas Sauerkirschen (genauer gesagt den Inhalt) verteilen
  4. Die Zutaten für den Rührteig mit einem Schneebesen (oder einer Küchenmaschine) zu einem Teig verrühren (darf natürlich nicht ganz so fest sein wie der Knetteig)
  5. 3 Eischnee darunterheben
  6. Fertigen Rührteig über die Kirschen geben
  7. Nun bei etwa 180° C Ober-/Unterhitze ca. 50 bis 60 Minuten backen
  8. Kuchen aus dem Ofen nehmen und abkühlen lassen
  9. Abgekühlten Kuchen mit einer Rum- oder Schokoladenglasur bestreichen

—> Guten Appetit!!

Autor seit 5 Jahren
10 Seiten
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