Picassos frühe Werke

"Der Picador" ist das erste bekannte Ölgemälde des Künstlers. Es entstand um das Jahr 1889.

Wie bei allen seinen frühen Werken nahm sich Picasso auch hier den Malstil seines Vaters zum Vorbild.

Die Motive seiner ersten Zeichnungen waren oft Stierkampfszenen, aber auch Tauben, Porträtzeichnungen oder Darstellungen von Körpern, wie beispielsweise auf der Zeichnung des Herkules.

Ab 1901 beginnt er seine Werke mit "Picasso" zu signieren.

Picasso

Picasso

Picasso`s "blaue Periode"

Mit der so genannten "blauen Periode" beginnt Picasso seinen ersten eigenen Stil zu entwickeln.

Eingeleitet wurde diese blaue Phase durch den Selbstmord eines guten Freundes. Die Bilder sind in verschiedenen Blautönen gemalt und es handelt sich meist um melancholische und traurige Motive.

Blauer Akt, ca. 1902 (Bild: Pablo Picasso / AllPosters)

Der alte Gitarrenspieler, ca. 1903 (Bild: Pablo Picasso / AllPosters)

Die "rosa Periode"

Im Jahr 1904 zieht Picasso endgültig nach Paris. Hier lernt er dann Fernande Olivier kennen. Sie wird seine Geliebte und sein Model.

Mit dem Gemälde "Junge mit Pfeife", das in den Farben blau und rosa gemalt wurde kam der Übergang von der blauen in die rosa Periode.

Arlequin, Les Mains Croisee, 1923

Arlequin, Les Mains Croisee, 1923 (Bild: Pablo Picasso / AllPosters)

Fortan hatten die Bilder vorwiegend heitere Farben und Motive, die hauptsächlich aus dem Bereich Zirkus kamen wie z.B. das Gemälde "Die Gaukler" (Les Saltimbanques).

In dieser Zeit entstand auch sein bekanntes Portrait der Dichterin und Kunstsammlerin Gertrude Stein. Für dieses Bild soll sie angeblich 90 mal Modell gesessen haben.

Les Demoiselles d’Avignon - der Beginn des Kubismus

Das Gemälde "Les Demoiselles d'Avignon" wurde 1907 von Picasso gemalt und stellt fünf nackte bzw. leicht bekleidete Frauen dar. Mit diesem Bild beginnt eine Periode, die man seine "période nègre" nennt.

Die Jungfern aus Avignon (Bild: Pablo Picasso / AllPosters)

"Les Demoiselles d'Avignon" gilt als eins der bedeutendsten Werke des Malers und Wendepunkt in der Geschichte der Malerei.

Picasso wird mit Georges Braque zusammen zum Begründer des Kubismus

 

Es war Picasso übrigens sehr wichtig, seine Bilder zu datieren. Er war der Ansicht, dass es nicht reicht, die Werke eines Künstlers zu kennen, sondern man müsse auch wissen, wie, wann, warum und unter welchen Bedingungen sie geschaffen wurden.

Motive mit seinen Kindern - Paulo und Maya

Pablo Picasso hatte vier Kinder. Sein ältester Sohn Paulo stand ihm unter anderem für die Bilder Paulo als Harlekin (1924) und Paulo auf einem Esel Modell. Seine Tochter Maya verewigte er in Bildern wie Maya mit Puppe oder Das Mädchen mit dem Boot.

Portrait of Dora Maar, c.1937 (Bild: Pablo Picasso / AllPosters)

Dora Maar - Portraits seiner Muse

1936 lernt Picasso die französische Fotografin und Malerin Dora Maar kennen. Sie wird zu seiner Geliebten, seinem Modell und seiner Muse.

Er hat sehr viele Portraits von Dora Maar gemalt.

Das Gemälde Dora Maar mit Katze zählt neben Nackte, grüne Blätter und Büste und Junge mit Pfeife zu den zehn teuersten Gemälden der Welt.

Guernica - die Zerstörung von Gernika 1937

 "Guernica" ist eins der berühmtesten Werke Picassos. Das Gemälde stellt die Opfer der Zerstörung von Gernika im Jahr 1937 dar.

Gernika ist eine spanische Stadt, die am 26. April 1937 während des spanischen Bürgerkriegs durch einen deutschen Luftangriff zerstört wurde.

Picasso war darüber so erschüttert, dass er den Angriff kurzfristig zum Thema des Bildes machte, welches er für die Weltausstellung in Paris anfertigen sollte. Dort wurde das Gemälde dann auch erstmalig im spanischen Pavillon ausgestellt.

Guernica, 1937

Guernica, 1937 (Bild: Pablo Picasso / AllPosters)

Heute hängt das Wandbild mit der beachtlichen Größe von 349 x 777 cm und somit einer Bildfläche von über 27 m² in Madrid im Museo Reina Sofía.

Tauben - Zeichen des Friedens

Tauben sind ein sehr häufiges Motiv des spanischen Malers.

1949 wird seine Lithographie "Die Taube" als Motiv für das Plakat anlässlich des Friedenskongresses in Paris ausgewählt

Am 8. April 1973 stirbt Picasso in Mougins (bei Cannes). Er wurde im Garten seines Schlosses Vauvenargues beigesetzt. Die Gesamtzahl seiner Werke wird auf 50 000 geschätzt. Das Museo Picasso in Barcelona, das 1963 eröffnet wurde, erhielt einen großen Teil seines Nachlasses.

Text © Monika Rosenbaum

monros, am 03.04.2011
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Bildquelle:
Gemälde Gabriele Schilling (Künstlerporträt der Malerin Gabriele Schilling - Gemälde und Interview)

Autor seit 6 Jahren
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