Die Tauchbasis

In Puerto Aventuras fragen wir uns durch. Die erste Tauchbasis, die wir finden, bietet uns Riffe zum Tauchen an. Wir fragen wegen der Cenoten und sind überrascht, dass diese Basis zwar Cenoten anfährt aber keine der uns bekannten Cenoten. Also suchen wir weiter und finden schließlich "Planet Scuba", die Tauchbasis, wegen der wir dort sind.

Wir werden von Isaak, einem Mexikaner, empfangen. Er erzählt uns, dass es im Meer momentan zu viele Feuerquallen gibt, daher dort das Tauchen nicht zu empfehlen ist.

Er zeigt uns mindestens 9 Cenoten, die wir erforschen können. Sie haben verschiedenen Schwierigkeitsstufen. Wir entscheiden uns für die mittelschweren Cenoten und machen einen 3-Tagesplan mit je 2 Tauchgängen in verschiedenen Cenoten.

Am Tag drauf geht es los!

Angelita & Grand Cenote

Wir treffen uns an der Tauchbasis, verstauen das Equipment, die Tauchflaschen liegen bereits auf der Ladefläche des Autos. Wir fahren ca. 45 Minuten und gelangen zur ersten Cenote namens Angelita.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Idyllisch gelegen im Regenwald bietet uns den Anblick eines kristallklaren kleinen Sees. Wir freuen uns und sind positiv aufgeregt.

 

 

 

 

 

Als erstes gehen wir den Einstieg ansehen.

 

 

 

 

 

 

 

Nach dem Briefing ziehen wir uns an und gehen zum Steg. Es geht ins 26 Grad warme, klare Wasser und wir tauchen ab. Bei ca. 25 Metern geht es durch eine ca. 2 Meter dicke schwefelhaltige Wasserschicht.

Innerhalb dieser Schicht ist keine Sicht, darunter ist es stockdunkel, weil das Sonnenlicht nicht durch die Schwefelschicht kommt. Das Salzwasser und kristallklar. Eine kleine Runde getaucht, gestaunt und durch die Schwefelschicht wieder nach oben ins Süßwasser. Viel zu sehen gibt's nicht aber allein die Schwefelschicht ist eine interessante Erfahrung.

 

 

Wir tauchen im Kreis dieses nach oben spitz zulaufenden Kegels auf.

 

Nach einer kurzen Mittagspause geht es zur nächsten Cenote namens Grand Cenote. Dies ist ein sehr beliebter Platz für Tagesausflüge für Schnorchlbegeisterte, entsprechend voll ist es hier.

Wir bahnen uns einen Weg durch die Massen und hüpfen ins Wasser.

Diese Cenote ist innen hell, weil alles heller Stein ist. Stalaktiten und Stalagmiten wo auch immer ich hinblicke, es ist einfach unglaublich schön. Ich bin beeindruckt und begeistert.

Wir tauchen einen Rundkurs im Eingangsbereich der Höhle. Weiter dürfen wir nur mit der Fullcave Ausbildung. Das komplette Höhlensystem der Grand Cenote umfasst ca. 600 Km und ist das größte Höhlensystem weltweit, so erzählt man uns.

Alles in allem ein super beeindruckender Tauchgang!!

Calavera & Carwash

Wir treffen uns an der Tauchbasis und fahren zur Cenote Calavera.

Die Cenote Calavera heißt übersetzt "Totenschädel" weil dort vor etlichen Jahren Totenköpfe gefunden wurden.

Wir inspizieren den Einstieg.

Nachdem wir uns angezogen und alles angelegt haben, springen wir ca. 2,5 Meter tief in das Löchlein. Hier hat es auch wieder eine Sprungschicht, bei ca. 15 Meter Tiefe teilt sich der obere Süßwasserbereich vom unteren Salzwasserbereich. Das obere Süßwasser ist super klar und das Salzwasser darunter erstaunlicherweise ist warm und ebenfalls klar.

Beim "durch"tauchen dieser Schicht (das machen wir mehrmals), mischen wir die beiden Wasserarten und es sind Sichtverhältnisse wie "tauchen ohne Maske", wir sehen nur ganz verschwommen, ein irres Gefühl.

Unten im Salzwasserbereich ist der Sandstein so weiß, dass wir das Gefühl haben, dass wir über eine Schneelandschaft tauchen. Die Steinschichten der Wände wechseln zwischen braunen und weiß, das fühlt sich an, als tauchen wir durch einen Marmorkuchen. Die Steinformationen begeistern und beeindrucken mich.

 

Georg findet ein Spool mit einem Doppelender, das ist eine handtellergroße Schnurrolle mit einem Karabiner mit Öffnung an beiden Seiten. Schönes Souvenir aus der Calavera!

Nach diesem wunderbaren Tauchgang geht es ohne Pause zur nächsten Cenote, dieser Platz nennt sich umgangssprachlich Carwash weil bis vor einigen Jahren die Einheimischen dort ihre Autos gewaschen haben.

Wie zuvor inspizieren wir den Einstieg, ziehen uns an und tauchen ab. Diese Cenote hat einen ganz anderen Charakter. Sie ist lehmbraun und alles viel größer und massiver. Im Freiwasser sind enorm viele kleine Fische, wir fühlen uns ein wenig wie im Aquarium.

Ein weiterer toller Tauchgang geht zu Ende.

 

 

Dos Ochos – Barbie Line & Bat Cave

Heute geht es in die bekannteste aller Cenoten, die Dos Ochos. Übersetzt heißt Dos Ochos "zwei Augen”. Das bedeutet, wir können im "rechten Auge" und im "linken Auge" tauchen.

Wir finden einen freien Tisch und bereiten unser Equipment vor. Wir gehen zum Einstieg um uns die Gegebenheiten anzuschauen.

Hier tummeln sich jede Menge Schnorchelfans und Taucher

Das Wasser ist glasklar und wunderschön.

Als erstes tauchen wir in die sogenannte "Barbie Line", die auf der linken Seite liegende Cenote.

Nach einem schönen Tauchgang machen wir eine Sandwichpause. Wir tauchen nun in der "Bat Cave", die auf der rechten Seite liegende Cenote. Nach ca. 25 Minuten tauchen wir kurz auf und beobachten unter der Decke Fledermäuse. Wir tauchen zurück und genießen noch die restlichen Minuten schönen Anblicks.

Alles in allem eine super beeidruckende und wirklich lohnenswerte Geschichte!!!!

 

Fazit

Ich bin sehr glücklich, diese Erfahrung gemacht zu haben. Es ist definitiv wichtig, die Tauchbasen zu vergleichen und zu fragen, welche Cenoten angesteuert werden. Die Cenoten, die wir unter Wasser gesehen haben, sind meines Erachtens die schönsten Cenoten und ein MUSS für jeden, der die Möglichkeit hat, diese wunderbare Ecke unter Wasser zu erkunden.

Autor seit 1 Jahr
4 Seiten
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