Einleitung

Bellis perennis, die "schöne Ausdauernde", so der wissenschaftliche Name des Gänseblümchens. Es blüht vom Frühjahr bis weit in den Herbst hinein, sogar in milden Wintern findet man diese Pflanze. Bellis perennis gilt als zäh und regenerationsfähig - als Symbol des Überlebens - selbst das ständige Betreten macht dieser Pflanze nur wenig aus.

Das Gänseblümchen zählt als wunderbares Heilmittel und ist vielseitig einsetzbar.Außerdem kann es in der Naturkosmetik angewendet werden. In der Naturküche zählt es als köstliches Wildgemüse.

 

einige wichtige Inhaltsstoffe

Saponine 

Saponine setzen die Oberflächenspannung von Flüssigkeiten herab. Eine da durch ausgelöste Vergrößerung führt zu einer erhöhten Kontaktaufnahme verschiedener Stoffe. Saponine wirken schweißtreibend und resorptionsfördernd. So lösen sie zum Beispiel bei einem Husten den zähen Schleim in den Bronchien. 

Gerb- und Bitterstoffe

Gerbstoffe wirken entzündungs- und keimhemmend und fördern somit die Wundheilung. Sie gelten somit als Antidot (Gegengift). Bitterstoffe wirken sekretionsanregend und appetitanregend.

Flavonide

Flavonide gelten als gefäßabdichtend, entzündungshemmend, antioxidativ und zellschützend. Die Auflistung liese sich hier noch fortsetzen. In der Pflanzenwelt haben Flavonide die Aufgabe die sonnenbestrahlten Seiten vor dem agressiven UV-Licht zu schützen. 

Schleimstoffe 

Schleimstoffe gelten als schleimhautschützend und entzündungshemmend. Sie wirken peristaltikanregend (Mittel gegen Verstopfung) und damit auch entgiftend. Schleimstoffe können Wasser aufnehmen (aufquellen) und besitzen somit einen Schutzstatus. 

Naturheilkunde

In der Naturheilkunde gilt das Gänseblümchen als Leber-, Galle- und Magenmittel. Es dient hier der Ausleitung und Regeneration. Dafür wird Bellis perennis als Tee eingenommen. Getrocknete Blütenblätter werden hierzu mit kochendem Wasser übergossen, anschließend den Sud zehn Minuten ziehen lassen.

 In der Wundheilung zeigt das kleine Pflänzchen ungeahnte Kräfte. Es kann bei Schnittwunden, Prellungen, Quetschungen und Insektenstichen eingesetzt werden. Auch bei Muskel- und Gelenkschmerzen zeigt Bellis perennis wahre Wunder. Angewendet wird es als Umschlag oder Wickel. Dieser wird mit dem oben beschriebenen Tee durchtränkt.

Chronische Hautleiden wie der Milchschorf und Ekzeme lassen sich ebenfalls gut behandeln. Hier wirken die Inhaltstoffe dieser Pflanze als entzündungshemmend und juckreizlindernd.

In der Kinderheilkunde kann Bellis perennis in Kombination mit anderen Heilpflanzen als Hustenteemischung angewendet werden. Inhaltsstoffe wie die Saponine gelten als schleimlösend und auswurffördernd. Insbesondere festsitzender Husten kann so gut behandelt werden.

Naturkosmetik

In der Naturkosmetik öffnen die Wirkstoffe des Gänseblümchens verstopfte Poren. Die Haut wird somit durchlässiger für pflegende Substanzen. Reinigungslotionen und Dampfbäder enthalten deshalb oft bestimmte Inhaltsstoffe (Saponine und Flavonide) des Gänseblümchens. Bei unreiner und stark beanspruchter Haut kann eine Mixtur aus Gänseblümchen- und Stiefmütterchenkraut wahre Wunder bewirken.

Bioküche

In der Bioküche gilt Bellis perennis ebenfalls als wahres Wunder. Vitamine, Mineral- und Bitterstoffe, ätherische Öle und sekundäre Pflanzenstoffe bieten ein riesiges Repertoire gesunder Ernährung. Die Blütenblätter lassen sich als Tee oder  Brotbelag einsetzen. Eine Kräuterrahmsuppe bietet eine gelungene Vorspeise. Ein Salat kann eine schmackhafte Beilage zu einem vegetarischen Menue sein. Ich möchte an dieser Stelle auf ein kleines Buch mit dem Titel "Blütenküche farbenfroh, dekorativ, lecker" von Ursel Bühring - erschienen im Eugen Ulmer Verlag aufmerksam machen. Die hier vorgestellten Rezepte sind wirklich einmalig und machen Lust auf mehr.

Ashlie, am 30.01.2012
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