Das richtige Zimmer finden

Welcher Raum sich für die Pflege am besten eignet, hängt zunächst einmal von dessen Größe ab. Neben dem Pflegebett sollte Platz für Stühle, Sessel und einem Tisch sein. Das ist für Besucher wichtig, auf diesem Weg kann eine bessere Kommunikation stattfinden. Der Raum sollte große Fenster haben, damit genügend Tageslicht von draußen rein kommt. Außerdem findet über das Fenster ein Kontakt zur Außenwelt statt. So läßt sich das Wetter betrachten oder man kann vorbei fliegende Vögel beobachten. Das Pflegezimmer darf innerhalb der Wohnung nicht abgelegen sein, ein bißchen Alltagsleben kann nicht schaden. Bad und Toilette sollten gut  erreichbar sein. Eine barrierefreie Eingangstür kann nicht schaden, so kann diese bei Bedarf mit einem Rollstuhl passiert werden. 

Aufteilung der Räumlichkeit

Zunächst muß ein Platz für das Pflegebett gefunden werden. Der Pflegebedürftige sollte die Eingangstür im Blick haben, sodass Besucher und Pflegepersonal gleich erkannt werden, gleichzeitig ist es wichtig aus dem Fenster zu schauen, um den Kontakt zur Außenwelt nicht zu verlieren. Direkte Sonneneinstrahlung, insbesondere im Sommer und Zugluft sind zu vermeiden. Für das Pflegepersonal ist es einfacher, wenn das Bett von allen Seiten umgangen werden kann, für den Pflegebedürftigen selbst ist ein Platz in der Ecke angebracht. Dieser bietet mehr Sicherheit. Da diese Kriterien in der Regel nicht alle zur erfüllen sind, müssen Kompromisse gemacht werden, sodass der Pflegebedürftige den größten Nutzen aus der Situation zieht.

Zur Ausstattung eines Pflegezimmers gehören im weiteren verschiedene Lichtquellen. Wichtig ist eine Leselampe am Bett, diese sollte die betroffene Person selbst einschalten können, die Deckenbeleuchtung ist am besten stufenlos über einen Dimmer einstellbar, nachts erleichert eine Nachtleuchte die Orientierung. Das ist zum Beispiel für die sichere Benutzung der Toilette wichtig.

Die farbliche Gestaltung der Wände, das Dekorieren des Raumes und die Wahl der Bettwäsche sollte dem Pflegebedürftigen, soweit dieser hierzu noch in der Lage ist, selbst überlassen werden.

Zimmerpflanzen und frische Blumen sind eine sinnvolle Sache, Vorsicht ist allerdings bei Allergikern angebracht. 

einige Tipps zum Schluß

  • seit Anfang 2013 haben Menschen mit erheblichen Betreuungsbedarf (Demenz) einen Anspruch auf eine Pflegestufe und Pflegehilfsmittel
  • Maßnahmen zur Wohnungsanpassung können von der Pflegekasse bis zu einem Betrag von 2.557 Euro bezuschußt werden
  • die Wohnung eines Pflegebedürftigen sollte barriefrei ausgestattet werden, so wird das Sturzrisiko minimiert
  • Handläufe und Griffe bieten Sicherheit, insbesondere im Bad und auf der Toilette 
  • das Bad sollte mit bodengleicher Dusche, Duschhocker und unterfahrbaren Waschbecken ausgestattet werden.
  • Elektrogeräte sind mit Sicherheitsschaltern (Abschaltautomatik) und Steckdosensicherungen auszustatten 
  • schwerentflammbare Bettwäsche und Rauchmelder sind wichtig, besonders bei Rauchern 
  • das Pflegebett sollte mit dem heutigen Stand der Technik ausgestattet sein (höhenverstellbar, fahrbar, mit Galgen versehen)
  • hier kann ein Antrag bei der Pflegekasse gestellt werden, so ist unter Umständen eine Kostenübernahme zugesichert 

Mein Artikel ersetzt keine professionelle Pflegeberatung!!! 

Ashlie, am 18.02.2013
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