Crow-Indianer "Wolf" (Bild: Richard Throssel / Museum of Photographic Arts Collections)

Die Crow-Indianer ernährten sich von Büffelfleisch und lebten in Tipis

Sie kämpften niemals gegen die US-Armee. Vermutlich wären sie in einem solchen Krieg unterlegen gewesen, auch wenn sie erfolgreiche Kriegszüge gegen die Lakota und Cheyenne durchführten und aus einigen Schlachten als Sieger hervorgingen. Wie alle Prärie-Indianer, so ernährten sich auch die Crow von Bison-Fleisch. Sie folgten den Herden und lebten in kegelförmigen Zelten (Tipis), die innerhalb weniger Minuten aufgestellt oder abgebaut werden konnten.

Die Zeltplanen bestanden aus elf bis zwanzig zusammengenähten Büffelhäuten, die über ein Gestell aus schlanken Baumstämmen gespannt wurden. Von innen schützte eine Auskleidung aus Büffeffellen gegen den Wind und die Kälte. Eine bewegliche Klappe an der Spitze sorgte dafür, dass der Rauch abziehen konnte. Bisons wurden zumeist mit Pfeil und Bogen oder mit der Lanze erlegt. Bald darauf benutzten die Crow Musketen und später Repetiergewehre.

Die Zeremonien wurden von Männern und Frauen geleitet

Als die Übermacht der weißen Eindringlinge zu groß wurde, teilten sie ihr Land mit ihnen, ohne dabei ihre Identität zu verlieren. Die Kriegsbünde der Crow-Indianer hatten ähnliche Aufgaben wie bei den Lakota und Cheyenne. Zu den bekanntesten Bünden gehörten die Foxes und die Lumpwood. Angeführt wurden sie von den Kriegern, die bei einer Schlacht die meisten Feinde mit dem Coupstab berührt oder die meisten Pferde geraubt hatten.

Heilige Männer und Frauen, die Zeremonien leiteten, gehörten ebenfalls zu den Würdenträgern im Dorf, genauso wie die "Medizinmänner", die sich mit Heilkräutern auskannten. Gemeinsam mit den weisen Alten bestimmten sie das Leben ihres Volkes. Doch wenn sie dem Gemeinwohl nicht mehr dienten und ihre Ideale vernachlässigten, wurden sie ihres Postens enthoben.

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