Die Beobachtung von Ufos

Erscheinung am HimmelDidi01/pixelio.deFür Ufologen ist es sehr wahrscheinlich, dass Außerirdische bereits auf der Erde gelandet sind. Sie sind deshalb auch davon überzeugt, dass 1947 tatsächlich bei Roswell ein Ufo abgestürzt ist. Sie fühlen sich ferner dadurch in ihrer Position bestärkt, dass das Auftauchen angeblicher Ufos am Himmel nicht immer restlos aufgeklärt, also mit einer "harmlosen Ursache" in Verbindung gebracht werden kann. Besonders spektakulär ist in diesem Zusammenhang die These des russischen Wissenschaftlers Yuri Lavbin, dass 1908 ein Ufo einen Meteoriten vor dem Einschlagen auf die Erde abgefangen habe, so dass "lediglich" Trümmer des Meteoriten in Sibirien niedergegangen seien. Außerirdische haben sich danach geopfert, um die Menschheit zu retten.

 

Das Abduktionsphänomen

Eine wichtige Grundlage der Alienforschung im Bereich der Grenzwissenschaften sind Berichte von Menschen, die Kontakt zu Aliens gehabt hätten oder sogar von ihnen entführt worden seien und eine Zeitlang mit ihnen zusammengelebt hätten. Man spricht hier vom sogenannten Abduktionsphänomen. Danach soll es drei Gruppen von Außerirdischen geben, die "kleinen Grauen", Aliens, die den Menschen sehr ähnlich sind, und roboterähnliche Wesen, die wahrscheinlich künstlicher Natur sind und Tätigkeiten für andere Außerirdische ausführen.

 

"Gute" und "böse" Aliens

Geheimnis um Roswell-Rainer Gräser/pixelio.deAufgrund ihrer Erfahrungen teilen die angeblich Entführten die Aliens ein  in "gute" und "böse". Das heißt: Die "Guten" sollen die Entführten "anständig behandelt" haben, und sie sollen auch aus "menschenfreundlichen Motiven" zögern, ihre Anwesenheit auf der Erde eindrucksvoll zu demonstrieren. Und zwar sei die Erde für die "guten Aliens" ein anthropologisches Forschungsprojekt, so dass sie befürchten, durch öffentliches Auftreten ihre Forschungsergebnisse zu verfälschen. Ferner gebe es für die Aliens einen Nichteinmischungskodex. Drittens wollten sie sich nur vorsichtig und behutsam zu erkennen geben, um den Erdbewohnern einen Kulturschock zu ersparen. "Böse" seien vor allem die "kleinen Grauen", da sie die entführten Menschenfrauen als Leihmütter für die Züchtung von Hybriden missbrauchen würden und dadurch auf  Kosten der Erdbewohner ihren eigenen Fortbestand sichern wollten. In diesem Zusammenhang ist  auch darüber spekuliert worden, dass sich die eher "böswilligen Aliens" mit "reaktionären Machthabern" auf der Erde verbündet haben könnten, während die eher "menschenfreundlichen" "fortschrittliche Kräfte" unterstützen.

Prä-Astronautik und Paläo-SETI-Hypothese

Weitere Ansätze der Alienforschung im Kontext der Grenzwissenschaften sind die Prä-Astronautik und die Paläo-SETI-Hypothese. (SETI bedeutet "Searching for Extra-Terrestrial Intelligence", "Suche nach außerirdischen Intelligenzen").Und zwar gehen die Anhänger der Prä-Astronautik davon aus, dass Außerirdische in der Frühzeit der Menschheit die Erde besucht und die menschliche Zivilisation beeinflusst oder sogar geschaffen haben. Für die Anhänger der Paläo-SETI-Hypothese  haben Angehörige einer außerirdischen Zivilisation die Erde vor noch nicht allzu langer Zeit – nämlich innerhalb der letzten 5000 Jahre -  besucht, haben diese aber nicht kolonialisiert, sondern  Einfluss  auf die Evolution und Geschichte der Menschheit genommen

Die Mimikry-Hypothese

Maske/PixabayVon der Paläo-SETI-Hypothese ist die sogenannte Mimikry-Hypothese abgeleitet worden. Danach nimmt eine außerirdische Intelligenz, die die Menschheit seit Jahrtausenden oder gar Jahrmillionen beobachtet, mit ihr Kontakt auf durch Symbole, hinter einer Maske, wie z.B. "Marienerscheinungen", und hält dabei auch Botschaften für spätere Generationen bereit. Marienerscheinungen sind folglich  nichts anderes  als Offenbarungen einer außerirdischen Intelligenz, die Rücksicht nehmen auf das Verständnis der kontaktierten Personen. Das heißt: Die Maskierung, mit der sich die fremde, außerirdische Intelligenz zeigt, ist den kulturellen und gesellschaftlichen Bedingungen der Menschen, ihren Phantasien, Hoffnungen und Ängsten, angepasst. "Anpassung" ist damit der Schlüsselbegriff für das Verstehen der Interventionen dieser außerirdischen Intelligenz. Die Mimikry-Hypothese soll auch ein besseres Verständnis des Phänomens der Entführung von Erdbewohnern durch Außerirdische ermöglichen.

Die Position der Astronomie

Im Kontext der Astronomie werden Überlegungen, dass Außerirdische bereits Kontakt mit der menschlichen Zivilisation aufgenommen hätten, als unwissenschaftlich zurückgewiesen, da es sich dabei um eine Annahme handeln würde, die nicht falsifiziert werden könne. Hier wird vor allem die Frage aufgeworfen, wie eine fremde Zivilisation die riesigen Entfernungen im Universum überbrücken sollte. Dennoch geht eine Mehrheit der Astronomen inzwischen davon aus -  denn dies legen neuere Forschungsergebnisse nahe -  dass es Leben auch auf anderen Planeten gibt.

Voraussetzungen für das Entstehen von Leben

Entstehung von Leben/PixabayDie Entstehung von Leben, wie wir es auf der Erde kennen, ist an strenge Bedingungen geknüpft. So darf die Sonne, die sich im Zentrum eines Planetensystems befindet, nicht zu groß sein, damit sie ihren Brennstoff nicht schon verbraucht hat, bevor auf einem Planeten Leben entstanden ist. Zudem muss es dem Stern gelungen sein, seinen Drehimpuls an die Umgebung abzugeben, damit ein Planet, auf dem Leben entstehen soll, sich nicht nur um die Sonne dreht, und zwar so schnell, dass er ihr nicht zu nahe kommt und in der bewohnbaren Zone verbleibt, sondern sich selbst auch noch schnell genug um die eigene Achse dreht, damit die eine Seite nicht immer "durchgeglüht" wird und die andere Seite eiskalt ist. Außerdem braucht der Planet einen Mond, der seine Rotationsachse stabilisiert hat. Hinzukommen muss ein Riesenplanet in der Nähe, der Gesteinsbrocken abfängt. Der Planet muss eine feste Oberfläche haben, und die Atmosphäre des Planeten muss die richtige Zusammensetzung haben. Und zwar muss die Atmosphäre unbedingt Ozon enthalten. Auf dem Planeten müssen auch Wasser und Kohlenstoff vorhanden sein.

Eine mögliche Vielzahl von außerirdischen Zivilisationen

Astronomen halten es, vorsichtig geschätzt, für möglich, dass in der Milchstraße auf einem unter einer Million Planeten die "lebensfreundlichen Bedingungen" zur Entwicklung einer fortgeschrittenen Zivilisation geführt haben könnten, die, und auch das muss bedacht werden,  kommunikationsbereit ist und lange genug existiert, um mittels elektromagnetischer Strahlung, wie es dem irdischen Standard entspricht,  Botschaften ins All zu senden. Angesichts der gewaltigen Zahlen, um die es hier geht – nämlich Milliarden Planeten alleine in der Milchstraße, viele Milliarden weitere Galaxien – müsste es somit im Universum vor kommunikationsbereiten Zivilisationen nur so wimmeln, und zwar  solche, die gerade dabei sind, sich zu entwickeln, solche, die auf ihrem Höhepunkt stehen und solche, die gerade dabei sind zu zerfallen. Bleibt die Frage, warum man von ihnen noch nichts bemerkt hat.

Der Forschungsansatz der Astronomie

Außerirdische Intelligenz/PixabaySeit nunmehr 50 Jahren versuchen  Astronomen mittels des SETI-Projekts, neuerdings auch in der Variante der Optical-SETI, Botschaften von Außerirdischen zu empfangen. Und zwar geht es beim SETI-Projekt darum, die durch die elektromagnetische Strahlung entstehenden Radiosignale  außerirdischer Zivilisationen aufzuspüren. Die Suche blieb allerdings bisher erfolglos. Nur einmal wurde ein rätselhaftes Signal aufgefangen, und zwar 1977 am Big Ear Observatory der Ohio State University. Das Signal wies alle Erfordernisse einer intelligenten Botschaft auf - bis auf die Tatsache, dass es sich nicht wiederholte, und das war eine der wesentlichen Voraussetzungen für die Anerkennung künstlicher Signale. Optical-SETI will Botschaften außerirdischer Zivilisationen nicht durch die Radioastronomie, sondern durch optische Teleskope nachweisen. Damit können gezielt optische Signale, beispielsweise durch starkes Laserlicht, gesucht werden. Möglicherweise besteht also die Ursache dafür, dass noch keine Signale von Außerirdischen aufgefangen werden konnten, darin, dass die technischen Möglichkeiten noch nicht weit genug entwickelt sind oder dass noch nicht lange genug gesucht worden ist.

Die Grenzen menschlichen Wissens und menschlicher Wahrnehmung

Die Tatsache, dass es bisher keinerlei Beweise für die Existenz von Außerirdischen gibt, könnte natürlich auch so interpretiert werden, dass es sie schlicht und einfach nicht gibt, dass der Mensch also die einzige hochentwickelte Lebensform im Universum ist. Dazu wäre anzumerken, dass die meisten Astronomen dies angesichts der Größe des Universums für die unwahrscheinlichste Variante halten. Ferner ist das Wissen des Menschen über das Universum immer noch sehr begrenzt ist, so dass es – wie es ein Experte formuliert hat - bei der Erforschung des Universums immer wieder Überraschungen gibt und alte, liebgewonnene Theorien über den Haufen geworfen werden müssen. Hinzukommen mögliche Grenzen der menschlichen Wahrnehmung. Man könnte in diesem Zusammenhang vielleicht die Menschheit mit einem Ameisenhaufen vergleichen, neben dem ein Außerirdischer steht, der diesen beobachtet, und die Ameisen bzw. Menschen merken es nicht.

Bildnachweis

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Autor seit 3 Jahren
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