Ein Hoch auf das deutsche Butterbrot!

Es werden Kindheitserinnerungen bei mir wach, dergestalt, wie mein Bruder und ich uns am Familientisch um den frischen Brotkanten stritten, wer ihn dieses Mal kriegen sollte, und das Geschimpfe der Eltern, wenn nach dem Einkaufsweg vom Bäcker nach Hause schon  Teile des noch warmen Brotes fehlten, weil ich es nicht mehr erwarten konnte. Ich schwor mir schon damals: Wenn ich einmal groß bin, dann schneide ich mir das Brot von beiden Seiten an, dann habe ich zwei Kanten! Und das mache ich auch heute, einer der Vorteile, wenn man er­wachsen ist! Bilder steigen hoch, wie wir Kinder uns nach dem Spie­len auf der Straße einfach nur Schnittlauch oder Knoblauch auf ein Butterbrot streuten mit Salz darauf – das mache ich heute noch. Oder die süße Variante mit Zimt und Zucker aufs Butterbrot: Nie und nimmer kann so ein Pappkarton-Baguette, Schwabbel-Weißbrot und Pseudo-Semmel/Brötchen mithalten, oder was sonst so in aller Welt sich Brot nennt. Nuria mit dt. Brot

Klar, es gibt auch das Wort: "In der Not frisst der Teufel die Wurst auch ohne Brot." Bei mir muss es eher heißen: In der Not esse ich Brot mit Butter ohne Wurst, letzte­res soll eh nicht so ge­sund sein, aber dick Butter darauf muss sein!

Doch darf es dank internationaler  Einflüsse auch gutes Olivenöl darauf geträufelt sein! Mmhm!

Oben:  Auch meine spanischen Freunde lieben das deutsche Vollkornbrot wie hier Nuria im Bild. (Foto: Antonia Guerra)

Deutsches Brot in aller Welt

Glücklicherweise haben ja deutsche Bäcker weltweit die Marktlücke erkannt, sie sind fast überall die ersten Unternehmer, die zwischen Spanien und Südbrasilien die Auswanderer mit dieser Traditionsware versorgen, noch bevor deutsche Fleischer, Klempner, Anwälte und deut­sche Schulen ihre Dienste anbieten. Ausländer zollen uns auch Respekt für unser Brot und schwärmen selbst davon, ja, ich habe sie dabei ertappt, wie sie in den einschlägigen Lä­den auch danach greifen, nach echtem Graubrot, Roggen­brot, Mischbrot mit dunkler Kruste.

Tipp zum Brotschneiden

Ein kleiner Schlenker: Bitte Brot immer

  • mit einem guten Brotmesser gerade abschneiden
  • oder Brotschneidemaschine benutzen
  • Finger in sicherem Abstand von den Schneidekanten halten! Ich spreche da aus leidvoller Erfahrung!
Sammlung der kuriosen Gedenktage - "Das Kuriose-Tage-Buch!

Buchtitel (Bild: Gabriele Hefele)

Arlequina, am 31.08.2013
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