Gesehen in der Gartenschau2013 in Sigmaringen

Anregung zu einer Spielecke (Bild: Monika Hermeling)

Wie muss ein Garten für Kinder sein?

  • Er darf nicht zu groß sein
  • Dem Alter des Kindes angepasst
  • Das Kind darf die Pflanzen selbst bestimmen und eigene Experimente machen
  • Es kann Rat und Tat bei Erwachsenen holen

Dem Kind sollte vermittelt werden, was es nach der Ernte mit den Früchten machen kann. Zum Beispiel:

  • Selber verzehren
  • Mama oder Papa oder den Großeltern schenken
  • Damit kochen und Geschwister und Freunde einladen

So könnte ein Garten für Kinder aussehen

Themengarten Gartenschau2013 in Sigmaringen (Bild: Monika Hermeling)

Den Pflanzen Wasser geben ist nicht die einzige Versorgung im Garten

  •  Das Kind muss wissen, dass Pflanzen auf Pflege angewiesen sind und sie sich nicht alleine versorgen können
  • Mit dem Kind nachschauen wer denn in seinem Garten und besonders in der Erde lebt und wie diese Lebewesen bei der Gartenarbeit helfen
  • Dem Kind erklären, dass die Pflanzen zusätzlich Dünger, Kompost, Urgesteinsmehl, Kalk, benötigen um zu wachsen
  • Einige Tiere wollen wir nicht in unserem Garten
  • Wie werden Schnecken draußen gehalten (Schneckenzäune)?

Welche Gartengeräte werden für Kinder gebraucht?

Zusätzlich zum Garten benötigt das Kind einen Platz für seine Gartengeräte. Wenn der Garten klein und die Erde fein und krümelig ist, benötigen Kinder außer einer kleinen Gießkanne, eigentlich keine Gartengeräte. Ihnen genügen erst einmal die eigenen Finder und Hände um Löcher zu machen, zu pflanzen und zu ernten.

Wenn Gartengeräte gewünscht werden oder erforderlich sind, stehen für einen Garten auf der Fensterbank klitzekleine Gartengräte zur Verfügung. Es ist gut, wenn die Erwachsenen bei der Anschaffung der eigenen Gartengeräte vorgedacht haben. Dann bevorzugten sie Systeme, die mit variablen Stielen ausgerüstet werden können. Das Kind benötigt dann nur einen, seinem Körper angepassten Stiel und eine Möglichkeit, diesen im Geräteschuppen unterzubringen.

Welche Pflanzen eignen sich für den ersten Garten?

Es ist gut, wenn Kinder die ihren ersten Garten außerhalb ihres Kinderzimmers haben, dort etwas nach ihren eigenen Wünschen pflanzen können. Meist sind es schnell wachsende Pflanzen oder solche die eine gute Ernte versprechen. Es ist gut, wenn sie mit ein oder zwei eigenen Pflanzen anfangen. Sie müssen darüber aufgeklärt werden, dass die Pflanzen, genau wie sie selber, einen Zeitplan haben. Wachsen, blühen und ernten geschieht nach einem Rhythmus. Damit die Pflanzen gut wachsen, brauchen sie Nahrung, Luft, Sonne und Regen, zur rechten Zeit.

Kinder pflanzen gerne:

Schnittlauch, Petersilie, Radieschen, Erdbeeren, Salat

Es kommt auch vor, dass sie ausprobieren wie Sonnenblumen oder Kartoffeln wachsen oder an einem Wettbewerb um den größten Kürbis teilnehmen. In der sonnigsten Ecke des Gartens für Kinder stehen Erdbeeren gut. Die Pflanzen sind nicht besonders empfindlich und überstehen, wie ein Wunder, meist unbeschadet zahlreiche Untersuchungen. Es ist erstaunlich, dass diese Pflanzen auch dann reichliche Früchte tragen, wenn sie Trockenperioden überstehen müssen oder zu reichlich getränkt werden.

Die Firma BKN Strobel (Holm) nimmt das Wort "Kindergarten" wörtlich: sie bieten unter dem Label Kinder im Garten ein neues Sortiment von Pflanzen an, die besonders robust und unkompliziert sind.

Kinder dekorieren gerne mit Trockenblumen

Korb mit Kräutern und Blumen (Bild: Monika Hermeling)

Wer hilft bei der Gartenarbeit?

Es sind zuerst einmal die zahlreichen Mikroorganismen und fast unsichtbaren kleinen Lebewesen, wie große und kleine Regenwürmer, aber auch Insekten, wie Fliegen, Bienen und Hornissen sowie Vögel, Igel und Mäuse, die den Gärtnern bei ihrer Arbeit helfen. Sie graben den Boden unermüdlich um, wenn sie gute Arbeitsbedingungen haben und man sie nicht stört, bestäuben die Blüten, sorgen dafür dass die Insekten und die anderen Kleintiere nicht überhand nehmen. Diese Helfer fordern keinen Lohn, freuen sich aber wenn sie gut betreut werden. Sie mögen es, wenn sie etwas zum Essen und Trinken und Schatten und Sonne zur richtigen Zeit bekommen. Wenn das nicht der Fall ist, wandern sie meist einfach in einen Garten ab, wo sie besser leben können. Um das zu verhindern, ist es gut zu wissen wie sie aussehen, welche Arbeit sie wann erledigen und ihnen dabei zu helfen.

Vorschlag für ein Kinderbeet

Ein Kinderbeet sollte eine Begrenzung haben. So sind die Eigentumsverhältnisse und die Bewirtschaftungsumfang schnell geklärt. Es genügt ein Blumentopf, eine Hängeampel oder ein kleines Hochbeet. Die Einfassung kann aus in den Boden eingelassenen Holzlatten oder Steinen/steinplatten bestehen. Damit das Kind alle Pflanzen rundherum versorgen und betrachten kann, muss das Beet so angelegt werden, dass das möglich ist.

Kinder die einen größeren Garten bekommen, der einige Quadratmeter umfasst, mögen es, wenn er mit einem kleinen Zaun umgeben ist.

Dieser Zaun eignet sich um an ihm schnell wachsende Blumen, zum Beispiel Wicken, ranken zu lassen. Besonders gut sehen dort auch, zum Spalier gebundene, im Wechsel stehende Johannisbeer, -Himbeer- und/oder Stachelbeerbüsche aus. Diese spenden den übrigen Pflanzen Schatten und bieten ihnen Schutz. Sie bedürfen nur wenig Pflege, haben aber, meist reichlich, die leckersten Früchte.

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