Hund, treuer Begleiter

Hund, treuer Begleiter (Bild: a.sansone)

Der Hund Canis und die Familie der Hunde - Canidae

Es gibt hier sowohl Einzelgänger oder feste Paare, aber die meisten Arten leben in einem Sozialgefüge, dem Rudel, wo sie sich paaren, fortpflanzen, leben und jagen. Sie sind ausgezeichnete Läufer mit extrem gut ausgebildetem Geruchssinn. Im Gegensatz zu ihren engen Verwandten, den Bären (Sohlengänger), laufen Hunde auf den Zehen; deshalb sind sie so schnell.

 

Vom Kojoten bis zum Waldhund, vom Fuchs bis zum Wolf - sie alle gehören zur Familie

Diese Arten gehören zu den Canidae:

  • Afrikanischer Wildhund Lycaon pictus
  • Dingo Canis dingo - Australien.
  • Erdwolf Proteles cristata
  • Eisfuchs Alopex lagopus
  • Fuchs Vulpes - 14 verschiedene Arten
  • Haushund (Canis lupus familiaris)
  • Kojote Canis latrans - Heimat Nordamerika.
  • Löffelhund Otocyon megalotis - Bewohner der afrikanischen Savanne - Lieblingsmenü: Termiten. Er benutzt dafür zwar keinen Löffel, aber zusätzliche Mahlzähne, um sie zu zerkleinern.
  • Marderhund (Nyctereutes procyonoides) - sieht aus wie ein kleiner Waschbär. Er lebt in Ostasien und ist der einzige Hund, der eine Art Winterruhe hält.
  • Mähnenwolf Chrysocyon brachyurus - gehört zu den Füchsen.
  • Rothund Cuon alpinus - kommt in Asien vor.
  • Schakal Canis aureus und Canis adustus - Ost- und Südafrika.
  • Waldhund Speothos venaticus - Südamerika; gehört zu den Füchsen, besitzt Schwimmhäute an den Pfoten.
  • Wolf Canis lupus lupus - Europäischer Wolf,
  • Rotwolf Canis rufus/Canis niger (vom Aussterben bedroht),
  • Alaska-Tundrawolf Canis lupus tundrarum.

Übersicht Taxonomie Hunde

Besonderheiten einiger Vertreter der Caniden

  • Hyänen machen gemeinsam Jagd auf größere Beutetiere: Zebras, Antilopen, Gazellen. Jede Hyäne hat ihr eigenes Tüpfelmuster.
  • Kojoten haben zum Jagen eine eigene Sprungtechnik. Sie schnellen hoch in die Luft und stoßen dann auf die Beute, die sich dicht unter der Erde befindet, herab, meistens eine Maus. Ebenso jagen Füchse. Im Winter gibt es dabei oft genug eine blutige Schnauze, wenn die Schneedecke gefroren ist.
Fuchs jagt im Schnee
  • Schakale jagen im Schatten der Löwen; sie überlassen das Erlegen dem größeren Raubtier und streiten sich dann erfolgreich um die Reste der Beute.
  • Dingos: Bis vor einiger Zeit dachte man, Dingos sind rück-verwilderte Hunde. (Vermutlich wurden sie vor etwa 3.500 Jahren aus Asien von Steinzeitjägern mitgebracht. Sie sind das Beispiel für die Rückentwicklung vom zahmen Hund zum Wildhund.) Neuere Forschungen haben den Dingo nun zu einer eigenen Spezies erklärt, die nicht vom Hund oder vom Wolf abstammt!
  • Füchse sind zwar Einzelgänger. Aber die ersten Wochen nach dem Wurf der Jungfüchse versorgt der männliche Fuchs seine Familie mit Futter. Erst danach trennen sich die Wege.

Ausgestorben - der Beutelwolf

Er war das größte fleischfressende Beuteltier, das noch bis in die historische Zeit existierte. Einem Wolf ähnlich mit gestreiftem Rückenfell. Zuerst bereitete ihm der eingebürgerte Dingo Probleme, dann der Mensch. In Tasmanien wurde 1930 das letzte Tier erjagt; 1936 starb das letzte in einem Zoo (Hobart/Beaumaris 1910-1936) lebende Tier.

  • Tasmanischer Beutelwolf (Thylacinus cynocephalus) Australidelphia, ein Beutelsäuger (Melatheria)
Beutelwolf

(Bild: Washington D.C. National Zoo)

Der Hund - artgeschichtlich gesehen

Vor 34 bis 55 Millionen Jahren entwickelten sich die Hundeartigen. Urahn war vermutlich Hesperocyon (30 Millionen Jahre - Nordamerika). Man kennt heute neben den 34 noch lebenden Arten der Hunde insgesamt etwa 180 fossile Hundearten. Heute leben sie auf allen Kontinenten außer in der Antarktis. Vor etwa 100.000 Jahren, so schätzt man, wurde der Hund domestiziert und begleitet den Menschen seither weltweit. In der letzten Eiszeit (vor 40.000 Jahren) jedenfalls lebten bereits Mensch und Wolf in Verbänden.

Buchtipp: Konrad Lorenz. So kam der Mensch auf den Hund.

Großmutter, warum hast du so große Ohren?

Die Frage des kleinen Rotkäppchens an den verkleideten Wolf kommt nicht von ungefähr. Nicht umsonst ist der Hund auch für sein großes Hörvermögen bekannt. Dass aber

  • Fennek/Wüstenfuchs
  • Löffelhund
  • und Erdwolf, "das Gras buchstäblich wachsen hören" bzw. die Geräusche von kleinen Tieren, wie Termiten, Heuschrecken oder Mäusen in den unterirdischen Gängen hören, ist auch ihren hübschen großen Ohren zu verdanken. Noch besser hört nur noch die Eule.

Des Menschen treuester Freund - der Hund und seine vielen Rassen

Er geht mit seinem Menschen überall hin; auch auf die höchsten Berge. Er ist, so Mensch mit ihm behutsam umzugehen weiß, der beste Gefährte - nach dem besten Ehemann oder der besten Ehefrau aller Zeiten, natürlich. Oder auch stattdessen.

Egal.
Für jeden Menschentyp gibt es den passenden Hund: von sportlich bis gemütlich, von leise bis laut, von Familienhund bis zu Handtaschenhund (was Hund nicht wirklich freut).

Hier ein kleiner Überblick über einige Hunderassen:

Stichwort: Rüde und Markieren

Nicht ärgern. Freuen! Wäre ihr Hund nämlich ein Nilpferd, dann würde er zum bestmöglichen Markieren seine Exkremente/sprich Hundescheiße mit dem rotierenden Schwanz in der Gegend verteilen.

Prost Mahlzeit nach jedem Hundespaziergang! Ich denke, die Karriere als treuester Freund des Menschen wäre damit glorios gescheitert.

... und was ist mit uns?

Alles Hund? Vom fröhlichen Wuff zum Flughund bis zum Schweinehund, denn nicht alles, was Hund im Namen hat, hat genauso gut vier Beine.
Mehr dazu Wer macht sich da zum Hund? Es fliegt und kriecht und endet mit dem Schweinehund

Quellen

  • Unbekannte Tierwelt, Weltbild, 1997 Augsburg
  • Säugetiere, International Knowlwdge; Contmedia, 2008 Burg
  • Tiere, Dorling Kindersley, 2006 Starnberg
  • Warum Pandas Handstand machen, Brown; Ullstein, 2009 Berlin
Adele_Sansone, am 14.01.2014
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Autor seit 5 Jahren
270 Seiten
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