Die aktuellen Zählergebnisse der Feldhasen

Die Wissenschaftler und Jäger die jährlich zwei Mal die Bestände der Feldhasen in etwa 400 Referenzgebieten zählen, kamen zum Ergebniss, dass 2013 im Durchschnitt, in Deutschland, etwa elf Feldhasen auf einen Quadratkilometer Flächenland lebten. Für die leicht rüclläufige Tendenz werden sinkende Lebensraumqualität, erhöhung der Fressfeinde, unkontrollierbare Veränderung des Klimas, eine ungewohnte Witterung und Krankheiten, verantwortlich gemacht.

Warum müssen sich die Experten Sorgen um den Fortbestand der Feldhasen machen?

Feldhase, DJVHoffmann sowie viele Naturschützer, sehen den gemeinen Feldhasen aber auch die Rebhühner durch die Intensivierung der Landwirtschaft und die ständig anwachsende Fläche von Mais und anderen Energiepflanzen, die der Biogasverwendung dienen, gefährdet.

Mit einer Auswertung der WILD-Dateien der Jahre 2004 bis 2009, aus Rheinland Pfalz, wurde nachgewiesen, dass sich der Anbau von Mais nachteilig auf den Bestand der Feldhasen auswirkt. Es ist gewiss, dass sich diese Ergebnisse bundesweit übertragen lassen.

Wie das "Deutsche Maiskomitee" mitteilt, erweiterte sich die Anbaufläche für Mais von 15.000 Quadratkilometern im Jahr 2000, auf 25.000 Quadratkilometer im Jahr 2012. Das bedeutet, so schlussfolgert das Bundesamt für Naturschutz, dass sich das artenreiche Grünland, dass von den Feldhasen bevorzugt wird, drastisch verringert. Dadurch ist die biologische Vielfalt der Arten gefährdet.

Nicht nur Kinder hören und erkennen gerne die Stimmen von heimischen Wildtieren.

WILD Hasenzählung mit Jäger Anton Maas

Eine Lebensversicherung für den Osterhasen

Dass die Energiewende nicht zur Vernachlässigung des Artenschutzes führen darf, darin sind sich, so Dr. Daniel Hoffmann Energieerzeuger und Naturschützer, wie Landwirte, Jäger und Ornithologen einig. Sie Beführworten eine Artenschutzstrategie für die Feldflur. Es sollen in der gesamten Bundesrepublik, mosaikartig, ökologische Vorrangflächen eingerichtet werden. Es könnten zum Beispiel Blühstreifen in der Agrarlandschaft sein. Diese sind hasenfreundlich. Wenn die betroffenen Landwirte einen finanziellen Ausgleich erhalten, so sehen es die Praktiker, sei diese Art des Schutzes für den "Osterhasen" eine Art Lebensversicherung.

Ein ergänzender Artikel: Zeitumstellung: Warum für Tiere auf der Straße eine Gefahr?

Was benötigen Hasen, um gut leben zu können?

Damit sich Hasen gut vermehren können, muss das Wetter warm und freundlich, der Lebensraum weit und die Fressfeinde, wie der Fuchs zum Beispiel, gering sein. Da Hasen ursprünglich in der Steppe zu Hause sind, lieben sie das weite Land ebenso wie Hecken in Feldern, die sie vor Feinden schützen und Wildkräuter, die sie gerne fressen. Sind diese Bedingungen nicht vorhanden verringert sich die Population oft schnell. Damit sich Hasen und anderes Niederwild gut entwickeln, fordert der DJV eine effektive Fangjagdt von Raubwild. Auch in einer zurückhaltenden Bejagung der Feldhasen sei, so Hoffmann, der gesetzlich geforderte Hegeauftrag zu sehen.

Nicht genug Daten um eine verlässliche Zukunftsprognose zu geben

Die erste Zählung erfolgte 2002 und als besonders gute Hasenjahre galten 2004, 2005 und 2006. Wie die neuen Ergebnisse zeigen, ist das Niveau der ersten Zählung, nach normalen Populationsschwankungen, wieder erreicht. Wie der Wildbiologe und Präsident des Deutschen Jagdschutzverbandes (DJV) Dr. Daniel Hoffmann erwähnt, ist aber die Zeit von 12 Jahren zu kurz um eine verlässliche Aussage zur Entwicklung des Bestandes der Feldhasen zu geben.

MonikaHermeling, am 26.03.2013
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Bildquelle:
M. Steininger - Die Persönliche Note (Alles rund um Osterhase und Osterei: Bräuche, Traditionen – und Auf...)
Monika Hermeling (Ostern und der Palmsonntag in Deutschland)

Autor seit 4 Jahren
163 Seiten
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