Diese Hotels sind nichts für Langweiler! Es sich im beheizten Pool, im 5-Sterne-Restaurant oder im Hotelzimmer mit Sat-TV gut gehen lassen? Viel zu langweilig? Wer von seinem Urlaub wirklich interessante Geschichten erzählen können will, sollte sich unbedingt diese fünf verrückten Hotels genauer ansehen und für den nächsten Urlaub vormerken. Denn eine Reise, bei der schon das Hotel so ausgefallen ist, kann auf keinen Fall langweilig werden!

Urlaub in den Baumkronen - Baumhaus im Wildreservat

In Südafrika, genauer gesagt im Wildreservat Sabi Sand, kann man diese besondere Übernachtung buchen. Dazu muss man in das Luxushotel "Lion Sands" einchecken, denn die zwei angebotenen Baumzimmer gehören dazu. Vor der Dämmerung wird man dann zu einem der beiden Betten im Baum gebracht. Das Chalkley-Treehouse und das Jackalberry unterscheiden sich nur insoweit, dass Letzteres ein Blätterdach und Ersteres eine bessere Aussicht hat.

Die Plattform auf dem jahrhundertealten Ahnenbaum erreicht man über eine Treppe. Oben steht ein großes Himmelbett, eine Essecke, ein kleines Kosmetik-Tischchen und ein Herrendiener mit Bademantel und Regenschirm. Denn auch ein Schauer kann einen in Südafrika überraschen. In so einem Fall wird man aber natürlich wieder abgeholt und ins trockene Hotel gebracht.

An Luxus fehlt es aber auch im Busch nicht. Neben Champagner ist auch ein Mehr-Gänge-Menü im Preis inbegriffen, das man über den Baumwipfeln genießen kann. Richtig spannend wird es, wenn die Dämmerung beginnt, denn nun geht es daran, die Tiere zu beobachten. So ganz allein im Busch, umgeben von 100% Natur und wilden Tieren. Etwas Mut wird schon dazugehören.

Wie viel kostet das?

Für eine Nacht auf dem Baumhaus müssen - zusätzlich zum Zimmer im Luxushotel - 172 Euro bezahlt werden. Unabhängig davon, ob eine oder zwei Personen im Baum übernachten.

Weitere Infos unter: www.lionsands.com 

Wozu Hotel? Ich schlaf im Koffer!

Wäre das nicht praktisch, wenn man in seinem eigenen Koffer schlafen könnte? Schluss wäre es mit teuren Hotelrechnungen. Tja, das geht tatsächlich! Und zwar in Chemnitz, denn dort steht das wohl kleinste Hotel der Welt. Und es hat die Form eines Koffers. Mit dem Adressaufkleber "Sonderzug Germania" versehen und umrandet von einem schnuckligen Gartenzaun steht der Koffer am Ufer der Zwickauer Mulde.

Der bewohnbare Koffer ist 2,20m hoch, 1,70m breit, 2,80m lang und ist mit einem Stockbett und einer Toilette ausgestattet. Auch eine Duschmöglichkeit ist vorhanden und das Frühstück wird direkt an die kleine Terrasse vor dem nostalgischen Koffer geliefert.

Was kostet das?

Die Übernachtung mit Frühstück kostet 22,50 Euro pro Nacht. Einen Schlafsack oder Decken sollte man selbst mitbringen, man kann sich aber auch gegen Aufpreis Decken ausleihen.

Weitere Infos zum Kofferhotel: http://www.prellbock-bahnart.de/

Übernachtung im Troll

Schon unsere Urururur...urahnen lebten in Höhlen. Warum sollte man also nicht zu den Wurzeln zurückkehren? Möglich ist das in Neerim South in Australien. Allerdings ist diese Höhle keine Steinzeithöhle, sondern eher eine Luxus-Höhle, die direkt an einem idyllischen See liegt. Der Eingang sieht aus, wie das Gesicht eines riesigen Trolls und man geht einen spärlich beleuchteten Gang bis zur eigentlichen Höhle.

Dort ist nicht mehr alles so gruselig, sondern richtig gemütlich mit viel indirekter Beleuchtung, einer Küche, Ess- und Sofaecke, einem Kamin und einer Terrasse. Zur Höhle, die den Namen MiraMira trägt, was bei den Aborigines mirrormirror, also "Spiegelspiegel" bedeutet, gehören zwei Schlafzimmer. 

Bei dem Ersten, das auch eine eigene Terrasse hat, liegt das Bett in einer Höhle in der Höhle mit Blick auf einen simulierten Sternenhimmel. Man soll sich fühlen wie im Mutterleib. Das zweite Schlafzimmer - auch das hat eine eigene Terrasse - spricht allerdings andere Gefühle an. Die Thematik dieses Schlafzimmers ist Sex. Es steht ein riesiges Himmelbett im Zimmer und von der Decke hängen Deko-Lederriemen sowie ein Pferdegeschirr.

Wie viel kostet das?

MiraMira ist pure Höhlenromantik und diese darf man zu zweit, zwei Nächte lang für 234 Euro erleben.

Weiter Infos: www.miramira.com.au 

Ein Bett im Kornfeld...

... das ist immer frei? Bestimmt nicht, denn Betten im Kornfeld sind sehr beliebt. Zu finden ist dieses spezielle Hotel in Bad Kissingen und nennt sich "1000 Sterne Open Air Hotel". In diesem Hotel werden die Wege und Zimmer, die etwa neun Quadratmeter groß sind, in das Kornfeld gemäht. In den Zimmern wird Stroh aufgeschüttet, auf dem man mit Schlafsack bequem liegen und die Sterne beobachten kann. Für Jung und Alt wird ein buntes Programm bereitgestellt, so kann man sich beispielsweise auf der Kartoffel-Massageliege verwöhnen lassen, während die Kinder sich in der Strohhüpfburg vergnügen.

Auf jeden Fall ist eine Nacht im Kornfeld ein ganz besonderes und extrem naturnahes Erlebnis, das an Romantik fast nicht zu überbieten ist.

Wie viel kostet das?

Ein Erwachsener zahlt pro Übernachtung sieben Euro und ein Kind von vier bis 14 Jahren drei Euro. Für das Frühstücksbuffet fällt noch ein extra Preis von acht Euro für Erwachsene und vier Euro für Kinder an.

Man sollte früh genug buchen, da die Betten im Kornfeld sehr gefragt sind, und die Saison nur zwei bis drei Wochen dauert, da das Hotel danach gedroschen werden muss. 

Weitere Infos: www.bett-im-kornfeld.de 

Bett im Kornfeld (Bild: helga7/pixelio.de)

Winterromantik im Iglu

Jedes Jahr wieder wird in aufwendiger Arbeit das Iglu-Dorf auf der Zugspitze aufgebaut. Doch nicht nur dort kann man sich fühlen wie ein Inuit, auch in St. Moritz, Engelberg, Gstaad, Andorra, Davos-Klosters und Zermatt werden Iglu-Dörfer aufgestellt. Die massiven Schneewände sind von Künstlern gestaltet worden und wirken im Kerzenschein besonders romantisch.

Das Hotel aus Eis bietet neben Whirlpools für alle Gäste in manchen Standorten auch eine Sauna an. In der Nacht gibt es Käsefondue und eine Schneeschuhwanderung, wenn die Witterung das zulässt. Ansonsten ist das Wetter egal, da man im Iglu geschützt von allen Naturgewalten ist. Im Hauptiglu kann man sich bis in die Nacht mit Musik und Spielen beschäftigen.

Gegen die Kälte: Man schläft direkt auf einem Bett aus Eis, dazwischen sind Decken oder Schafsfelle gelegt. Um aber nicht zu frieren, werden Expeditionsschlafsäcke zur Verfügung gestellt, die noch bei Temperaturen bis minus 40 Grad warmhalten. (So kalt ist es natürlich nicht, die Temperaturen liegen um den Gefrierpunkt.) Man muss sich selbstverständlich auch dick einpacken, etwa so, wie man sich zum Skifahren kleidet.

Wie viel kostet das?

Das Standard-Iglu ist mit 99 Euro das billigste Zimmer, das man aber unter Umständen mit Fremden teilen muss. Danach erhöht sich der Preis schrittweise bis zur teuersten Unterkunft, der Romantik Iglu-Suite, für die 309 Euro pro Nacht und Person anfallen.

Weitere Infos: www.iglu-dorf.com 

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Ob in einem Baum, einem Iglu, einem Kornfeld, einem Koffer oder einem Troll - Sie sehen: Man kann überall übernachten und das ist nicht zwingend unbezahlbar, wie vor allem das Bett im Kornfeld beweist. Aber für alle, die noch nicht genug von verrückten Hotels haben empfehle ich erstens die beiden Bücher oben und zweitens folgende Website: www.woandersnacht.de

Viel Spaß noch mit den verrückten Hotels!:) 

Autor seit 6 Jahren
42 Seiten
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