Blühen tut´s auch... (Bild: Casares)

Der Schnee ist nicht weit... (Bild: Casares)

Langwierige Straßenverhältnisse hat man am Gotthard-Tunnel. Die Blockabfertigung verzögert eine Anreise oft um mehrere Stunden und entlang des Lago Maggiores ist es an der Seestrasse eng für ein Gespann. Damit unser Nervenkostüm geschont wird und um der Blockabfertigung und dem Berufsverkehr auf den engen Strassen rund um den Lago zu entgehen, fahren wir erst gegen frühen Abend los. Soweit so gut!

Dummerweise ist der Tunnel in Ascona gesperrt, so dass wir die Seestrasse in der Nacht weiträumig umfahren dürfen. Nach einer einstündigen Rundtour durch die diversen kleinen Bergdörfer am Lago finden wir endlich das Loch zurück auf die Seestrasse. Ein paarmal haben wir die Luft angehalten, ob die Bergstrassen auch breit genug für das Gespann sind und die Erleichterung ist groß als wir endlich wieder auf der ursprünglichen Route sind. Die Seestrasse erscheint und nun geradezu paradiesisch breit. Da die Strasse verkehrstechnisch sehr ruhig ist, können wir ziemlich mittig fahren und die Felsvorhänge erschrecken uns nicht mehr.


Bevor wir jedoch den Parkplatz des Campingplatzes erreichen, auf dem wir den Rest der Nacht verbringen möchten, müssen wir in einer Sackgasse mit dem Gespann wenden, da das Navi die Baustelle nicht kannte. Na Klasse! Endlich sind wir am Ziel den Parkcamping am Lago di Mergozzo.

Lago di Megozzo

Lago di Megozzo (Bild: Casares)

Tischdeko (Bild: Casares)

Paddeln auf dem Lago (Bild: Casares)

Italienischer Supermarkt (Bild: Casares)

Am nächsten Morgen checken wir ein. Auf der Suche nach unserem Camping-Eckchen treffen wir gleich auf ein paar bekannte Gesichter. Die Freude ist groß. Es scheint die Sonne vom blauen Himmel und erreicht sommerliche Temperaturen. Der Blick auf den Strand, den See mit dem herrlichen Bergpanorama lassen uns die Aufregungen der Nacht vergessen. Wir genießen ein traumhaftes Frühstück. Den Rest des Tages kommen wir einfach nur an. In der Mittagssonne dürfen die Kiddys im Badebereich schwimmen und paddeln. Alle haben spannende neue Freunde gefunden und sind den restlichen Tag mit Wasser, Sand und Strand beschäftigt. Bei der Ortserkundungstour durch Verbania finden wir einen riesigen Supermarkt, der unser Interesse für einige Zeit fesselt. Wir decken uns mit diversen Köstlichkeiten ein und geniessen ein herrliches Open-Air-Essen mit dem Dutch Oven. Gegen Nachmittag trudeln so nach und nach unsere Freunde ein. Dem Grillfest mit Lagerfeuer steht nichts mehr im Wege. Die Stimmung ist gut. Der Abend klingt mit schönem Sonnenuntergang und Vino Tinto aus.

Open-Air Kochen (Bild: Casares)

Lagerfeuer-Stimmung (Bild: Casares)

Ostern steht vor der Tür.....

Heute müssen die Eier aus dem Supermarkt gefärbt werden. Da wir das Farbgematsche nicht im Wohnwagen haben möchten und eine Schlechtwetter-Front auf uns zukommt, wird der Campingtisch kurzerhand ins Malatelier umgewandelt. Bei tollem Bergpanorama und warmen Wetter wird die Ostereier-Suche für den kommenden Sonntag vorbereitet. Als alle Eier gefärbt sind, entschwinden die Kinder mit Ihren Freunden Richtung Kindertreffpunkt und Freibad. Der Campingplatz hat ein großzügiges Freibad mit schönen Spaßelementen. Leider ist das Wasser des Pools ungeheizt und noch sehr frisch, aber die Kiddys sind nicht zu bremsen. Anschließendes heißes duschen wird zum Pflichtprogramm.

Alles grünt (Bild: Casares)

Über den Wolken... (Bild: Casares)

Es geht immer weiter bergauf... (Bild: Casares)

Im Nationalpark (Bild: Casares)

Das liebe Wetter....

Die Wettervorhersage stimmt und es zieht gegen Abend ein kräftiger Wind auf. Während der Nacht kommt noch ein Stakkato von Regentropfen dazu. Morgens bläst der Wind stürmisch zwischen den Bergen hindurch. Der See verwandelt sich in ein Eldorado für Surfer. Die bunten Segel sausen über das aufgepeitschte Wasser. Eine Zeitlang ist es noch spannend die Sicherungsversuche unserer Nachbarn zu beobachten: Diese versuchen mit allen möglichen Leinen, Zelte abzuspannen, Boote zu vertauen oder Stühle einsammeln. Der Wind lässt nicht nach. Wir werden mit dem Auto die Umgebung näher kennenlernen und fahren Richtung Verbania.

Kaum rollen wir vom Platz, hört der Wind auf. Unsere heutige Tour führt uns in die Berge. Durch kleine Bergdörfer mit engen stetig ansteigenden Kehren bewundern wir die Aussicht und die mediterane Pflanzenwelt. Es blüht in bunten fröhlichen Farben mit großzügigen Blüten. Eine Blume schöner als die andere. Bald erreichen wir den Parco Nationale Val Grande und damit auch die Schneegrenze. Noch sind die Straßen frei und wir folgen den kleinen Bergstassen und probieren einfach aus. An manchen Stellen müssen wir uns durch zwei Pfosten quetschen, um die Strasse dahinter zu erreichen.

Enge Strassen

Enge Strassen (Bild: Casares)

Die Schneegrenze erreicht (Bild: Casares)

einfach nur klasse (Bild: Casares)

noch ein toller Blick (Bild: Casaes)

Lago Maggiore (Bild: Cassares)

Na und wir auch....

Na und wir auch.... (Bild: Casares)

Wo bitte gehts zum Snowtrack?

Der Schnee wird immer höher und die Strassen sind nicht mehr geräumt und fallen unbefestigt ab. An einem Aussichtspunkt legen wir eine kleine Fotopause und suchen aus den tiefen des Kofferraums unsere Jacken hervor, denn nun kommt der Snowtrack. Weiße Strassen stehen im krassen Gegensatz zu den grünen Birken mit ihren weissen Stämmen. Plötzlich endet die Straße im Nichts. Hier könnte nun das Winterabenteuer beginnen, aber uns zieht es weiter Richtung Val Cannobino. Wir umrunden den Berg und schaffen uns auf der anderen Seite wieder nach Cannobia. In einem urigen Bergdorf halten wir an. Die heimeligen Bergrestaurants laden zum Verweilen ein. Das südliche Flair mit großzügiger Terrasse und Blick auf den Lago lockt. Pasta, Pizza und Tiramisu schmecken in dieser Umgebung besonders gut.

Wo geht die Strasse hin? (Bild: Casares)

malerisch (Bild: Casares)

Wo gehts weiter?

Wo gehts weiter? (Bild: Casares)

Cannobio ist traumhaft schön!

Gegen Abend besuchen wir im Dämmerlicht Cannobio. Die Promenade am Lago ist bezaubernd schön. Romantisch stehen die liebevoll restaurierten Häuser am Fusse des Lagos und entlocken dem Betrachter so manchen bewundernden Blick. Im Hintergrund leuchten die majestätisch weißen Berge. Ein Bergpanorama, dass man sich nicht entgehen lassen sollte. Zurück auf dem Campingplatz hatten wir die Winddüse zwischenzeitlich völlig vergessen. Sie war noch da. Sie pustete die nassen weissen Wolken über den See. Das Wetter ändert sich schnell in den Bergen. So bricht am Lago ein wunderbarer Ostersonntag an.

es ist machbar

es ist machbar (Bild: Casares)

Was für ein Blick? (Bild: Casares)

Hier geht nur laufen

Hier geht nur laufen (Bild: Casares)

Blütenpracht

Schiffskneipe (Bild: Casares)

Promenade Cannobio (Bild: Casares)

Palmen auf der Promenade (Bild: Casares)

Das soll eine Furt sein?

Ein kleiner Ausflug ins Val Vigessa lädt auf den Wiesen zum Picknicken ein. Wir finden ein paar kleine Wege, die uns zu den Furten führen. Die Bäche haben sich allerdings in kleine Rinnsale verwandelt und führen derzeit nicht genug Wasser für spektakuläre Wasserfurten. Landschaftlich sind die kleinen grauen Steinhäuser sehr malerisch vor dem Berghintergrund.Die Furten fanden wir etwas enttäuschend. Wir schrauben uns weiter in den Berg hinein Richtung Anas. Die Straße führt zu den herrlichen Wasserfällen von Casata del Toce. Ein Holzgerüst erlaubt den Besucher spektakuläre Blicke ins Tal. Schnell ist uns auch klar: Warum die Bäche nur so spärlich mit Wasser gefüllt sind? Trotz des milden Winters hat die Schneeschmelze noch nicht wirklich begonnen. Die Rodler und Skifahrer kommen uns in fröhlichen farbenfrohen dicken Jacken und Mützen entgegen gefahren. Die Schneeberge sind immer noch da. Wir haben das Gefühl durch ein Zeittor marschiert zu sein. Gestern noch Frühling und heute schon Winter!

Defender und Disco

Defender und Disco (Bild: Casares)

Noch keine Schneeschmelze (Bild: Casares)

Auf zur Furt (Bild: Casares)

Schneesturm voraus? (Bild: Casares)

Auf zum Wasserfall (Bild: Casares)

Über dem Wasserfall

Über dem Wasserfall (Bild: Casares)

Über dem Fall (Bild: Casares)

Noch keine Schneeschmelze (Bild: Casares)

Das Wasser sprudelt (Bild: Casares)

Am kommenden Morgen liegt der See wieder ruhig vor unserem Strand. Auf uns wartet das Kajak mit der Tour über den Lago Mergozzo ins gegenüberliegende Dorf in die nächste Eisdiele. Die Temperaturen sind angenehm und so können wir die leckere italienische Eiscreme in der Sonne genießen. Für uns heißt es noch einmal buonaseral und arrivederci! Bis zum nächsten Frühjahr, wenns wieder heißt: Buon viaggio!

Rund um die Feuerschale (Bild: Casares)

Blumenpracht (Bild: Casares)

Italienische Villa (Bild: Casares)

Autor seit 5 Jahren
21 Seiten
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