Die Grippewelle 2017 rollt

Zum jetzigen Zeitpunkt kurz nach dem Beginn eines neuen Jahres sind 192 Grippetote – davon 95 Prozent aus der Altersgruppe der über 59-jährigen - und viele Tausend Grippekranke nach Angaben des Robert-Koch-Institutes (RKI) zu verzeichnen. Die Zahlen wachsen stündlich. Allein die letzte Woche brachte rund 60 Grippetote.

In den letzten Jahre begann - wie auch im Jahr 2017 - die Grippe gleich im Januar und dauerte jeweils drei bis vier Monate. Typisches Symptom für den Krankheitsverlauf einer Influenza ist eine plötzliche Erkrankung mit Fieber- und Muskelschmerzen, manchmal begleitet von Kopfschmerzen. Oft gesellt sich zu diesen Symptomen ein Reizhusten hinzu. Meist ist nach fünf bis sieben Tagen alles vorbei.

Der Unterschied zwischen Grippe und Erkältung

Eine Grippe wird durch Influenzaviren ausgelöst, die einen plötzlichen Erkrankungsbeginn mit Fieber und echtem Krank­heits­ge­fühl mit Muskel- und/oder Kopf­schmer­zen und Reizhusten hervorrufen.

Für eine Erkältung gibt es mehr als 30 Erreger, die Hals­schmer­zen, Schnupfen und Husten und manchmal auch eine erhöhte Temperatur oder Fieber auslösen.

Da es für einen Laien nicht möglich ist, eine Influenza und einen grippalen Infekt zu unterscheiden, sollte ein Gang zum Arzt erfolgen, da dieser am besten weiß, welche Erreger gerade in Ihrer Umgebung umherschwirren. Handelt es sich wie gerade jetzt um eine Grippewelle, ist das Auftreten einer leichten Erkältung gerade bei Ihnen höchst unwahrscheinlich. Der Arzt weiß am besten, wie ihre Krankheit richtig behandelt werden muß.

Auch alte Hausmittel können helfen und vorbeugen

Eine alte Weisheit besagt: Eine Erkältung kommt drei Tage, bleibt drei Tage und geht drei Tage. Da Antibiotika gegen Viren nicht helfen, können die Tage des Leidens bei einer Erkältung mit alten Hausmitteln verkürzt und die Intensität des Leidens abgemildert werden.


Mittel gegen Halsschmerzen

Tee mit Honig ist ein traditionelles und bewährtes Hausmittel gegen Halsschmerzen. Besorgen Sie sich den Frühjahrs- oder Frühlingshonig, denn bei ihm ist ausgeschlossen, dass die Bienen das giftige Jakobskreuzkraut beim Sammeln besucht haben. Jakobskreuzkraut blüht erst im Sommer.

Salbei hilft gegen Halsentzündungen. Bereiten Sie sich mit einem Teebeutel einen Salbeitee zu und lassen ihn eine Viertelstunde abgedeckt ziehen. Mit dem Tee gurgeln Sie des öfteren pro Tag jeweils einige Minuten intensiv.

Auch ein Quarkwickel lindert Halsschmerzen. Erwärmen Sie ein Pfund Quark auf die Körpertemperatur und geben es auf ein Tuch, das Sie anschließend falten und um den Hals wickeln. Um das Tuch legen Sie ein zum Fixieren des Quarktuchs ein altes großes Handtuch. Das Quarktuch nehmen Sie erst ab, wenn der Quark trocken ist.

Den gleichen Erfolg bringt ein Kartoffelwickel um den Hals oder auf der Brust. Einige weich gekochte Kartoffeln zerdrücken und...............(Rest wie beim Quarkwickel). Kartoffeln speichern die Wärme und geben sie nur langsam ab.

Mittel gegen Schnupfen

Heißen Wasserdampf können Sie, über eine Schale gebeugt und den Kopf mit einem Handtuch abgedeckt, gut inhalieren. In das Wasser geben Sie entweder Kamillentee oder zwei bis drei Esslöffel Salz hinein. Der Dampf löst den Schleim und desinfiziert gleichzeitig

Meerrettich macht die verschnupfte Nase frei. Essen Sie einfach rohen Meerrettich.

Mittel gegen Fieber

Wadenwickel helfen, das Fieber zu senken. Gießen Sie etwas Obstessig in kaltes Wasser, tauchen ein altes Handtuch in die Flüssigkeit und umwickeln Sie damit die Waden; erneuern, wenn, wenn der Wadenwickel warm ist.

Holunderblütentee, heiß genossen, bringt ihren Körper zum Schwitzen. Zwei Eßlöffel Holunderblüten oder auch Wacholderbeeren mit heißem Wasser aufbrühen und zehn Minuten ziehen lassen. Zur Nacht eingenommen, ist oft schon am nächsten Morgen der Infekt aus dem Körper heraus.

Zum Schluß: Hühnerbrühe hilft immer. Allerdings darf es keine Fertigbrühe sein. Selbst hergestellte Hühnerbrühe hat die größte Wirkung. Die Atemwege werden frei, und durch die erhöhte Körpertemperatur beginnt das Ausräumen der Bakterien.

Mittel gegen Husten

Mit einem heißen Fußbad wärmen Sie ihren ganzen Körper auf. Beginnen Sie mit 34 Grad warmen Wasser und geben Sie peu a peu heißes Wasser hinzu, bis nach 15 Minuten 40 Grad erreicht sind, damit die Atemwege bestens durchblutet werden.

Auch ein heißes Wannenbad lässt Sie besser atmen, wenn Sie dem Wasser Brennnesel- oder Fichtennadelextrakte hinzufügen. Außerdem stärken Sie damit Ihr Immunsystem.

Das Einreiben und Einmassieren von Eukalyptusöl oder Pfefferminzöl auf der Brust und dem Rücken lindert den Husten.

Auch Zwiebeln lindern den Husten, wenn man Zwiebeltee trinkt. Eine in Scheiben geschnittene Zwiebel lassen Sie in einem halben Liter Wasser leicht vor sich hin kochen. Die Flüssigkeit gießen Sie durch ein Sieb und trinken Sie mehrmals täglich heiß.

Ebenso hilft ein Zwiebelsirup. Eine in Würfel geschnittene Zwiebel überstreuen Sie mit Zucker und lassen sie eine Stunde ziehen. Dann nehmen Sie den Saft teelöffelweise zu sich.

Eine Erkältung richtig auskurieren

Nichts ist schlimmer und auch gefährlicher als ein Rückfall. Viele Menschen halten sich für unabkömmlich und gehen zu früh wieder ins Büro oder zur Arbeit, obwohl der Infekt noch im Körper ist. Dann wirken sie als "Bazillenmutterschiff" und gefährden die Gesundheit aller Kolleginnen und Kollegen.

Kein Chef wird es Ihnen danken, wenn Sie ihren grippalen Infekt nicht auskuriert haben und damit den Krankenstand in ihrer Firma weiter erhöhen.

Autor seit 3 Jahren
272 Seiten
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