Dreimonatskoliken - die Ursachen können unterschiedlich sein

Die Unruhe und das Weinen kann allerdings auch ein Hinweis auf eine Nahrungsmittelallergie sein. Viele Säuglinge sind gerade in den ersten 3 Monaten sehr anfällig für Bauchschmerzen, daher rührt der Begriff Dreimonatskoliken (3-Monats-Koliken). Dieser Begriff für das Beschwerdebild ist eigentlich nicht mehr zeitgemäß und wird heute eher als Regulationsstörung bezeichnet.
Die schmerzgeplagten Kinder schreien häufig sehr lange und ohne erklärlichen Grund. So vermutete man lange Zeit, dass die Säuglinge von Blähungen geplagt würden. Dies ist eines Teils auch richtig, denn durch das viele Schreien, schlucken sie viel Luft, und dies kann zu Blähungen führen. Es können aber auch andere Ursachen für das Schreien vorliegen. Selbst Säuglinge können schon von Nahrungsmittelunverträglichkeiten betroffen sein. Da sie in den ersten Lebensmonaten fast ausschließlich mit Milch gefüttert werden, kann eine Laktoseintoleranz, also eine Milchzuckerunverträglichkeit vorliegen. Dies trifft übrigens auch für gestillte Kinder zu, denn durch die Ernährung der Mutter können unverträgliche Stoffe mit in die Muttermilch gelangen. Allerdings sind solche Kontaktallergien äußerst selten.

Wenn Babys Bauschschmerzen quälen (Bild: pixabay.com)

Wie kann man dem Säugling Erleichterung bei den Dreimonatskoliken verschaffen?

Auch wenn der Säugling noch nicht sprechen kann, kann man an der Art des Weinens erkennen, ob er unter Schmerzen leidet. Ein Säugling mit Bauchweh während der Dreimonatskoliken zieht beim Schreien seine Beine an und ballt seine Fäustchen. Körperkontakt und beruhigende Worte sind dann hilfreich. Früher vertrat man die Ansicht, dass ein Säugling ruhig einmal schreien dürfe. Doch je länger und intensiver der Säugling schreit, umso mehr Luft kann er schlucken, was zur Folge hat, dass sich die Koliken verstärken.
Bei der Flaschenfütterung sollte darauf geachtet werden, dass die Milch nicht zu schaumig ist. Nach der Mahlzeit den Säugling einige Zeit aufrecht halten, damit aufgestaute Luft durch das Trinken mit dem "Bäuerchen" entweichen kann.
Wenn den Säugling Schmerzen quälen, ist es hilfreich, den Bauch leicht zu massieren. Dabei sollte die Massage von links nach rechts durchgeführt werden, weil so der Darm verläuft.
Auch Entschäumer bringen Erleichterung. Hierzu befragen Sie am besten Ihren Arzt.

Dieser Artikel ersetzt keinen fachkundigen Rat eines Arztes oder Apothekers!

Elli, am 20.07.2012
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