Abnahme erfolgt durch den Schornsteinfeger, also fragen Sie ihn auch vorher.

Unser Bezirksschornsteinfeger kennt nicht nur alle Vorschriften, nein er baut auch Edelstahlkamine selber ein. Nicht alles, was man von einem Edelstahlschornstein in Bayern abverlangt, kommt auch in Hamburg zum Tragen. Außer der Landesverordnung spielen ebenfalls die Kommunen und deren Vorschriften eine Rolle. Besonders wird der Abstand zum Nachbarhaus berücksichtigt. Das wirkt sich auf die Höhe aus. Ich habe das Glück, dass ich ein frei stehendes eingeschossiges Haus besitze. Also weit genug vom nächsten Nachbarn weg bin. Mein Qualm soll ihm ja nicht ins Fenster wehen. Eine solide Befestigung am Boden und ein Ankerpunkt, so hoch wie eben möglich, geben den nötigen Halt. Edelstahlschornsteine sind mit dem Twist-Lock System versehen. Einem Bajonettverschluss, der dem Schornstein aufgrund seiner zusätzlichen Kraftschlüssigkeit die nötige Stabilität verleiht. Dieser Verschluss ist patentiert und Schornsteinsysteme, die diesen aufweisen, nur direkt beim Hersteller erhältlich. Diese Schornsteine dürfen zur Mündung hin bis zu 3 Meter freistehen. Das allerdings auch nur ab der letzten Halterung/Befestigung.

Da mein Schornstein vom Schornsteinfeger errichtet wird, ist die zwingend erforderliche Abnahme also gewährleistet.

 

Der Kamin kann rauchen, Holz genug habe ich

Solide Verankerung im Boden und zugängige Reinigungsklappe.

Doppelwandigen Edelstahlschornstein einbauen.

Spezielle Wandelemente für Mauerdurchbrüche mit Isolation sind bei Holzbauten Vorschrift.

Mein Nachteil ist allerdings, dass ich ein Holzhaus besitze. Bei Wanddurchbrüchen, besonders für das ausführende Ofenrohr, ist also ganz besonders die Brandvorschrift zu beachten. Die Öffnung muss also entsprechend groß sein und zur Dämmung gegen Hitze gibt es spezielle Wanddurchführungen. Das Rohr darf nicht einfach so durch die Wand geführt werden. Der Abstand zu brennbarem Material und eine Isolation mit einer speziellen Steinwolle ist Vorschrift. Also erst fragen, dann bauen. Der zweite Nachteil ist das Schrägdach meines Anbaues. Dieses ist aus Kunststoff und von innen mit Holz verkleidet. Das geht schon mal gar nicht. Also habe ich großräumig abgedeckt und die Holzverkleidung entfernt. Das tragende Metallgerüst musste ich dann anpassen. Eine Strebe musste ich wegflexen, andere anpassen und einschrauben. Die Stabilität sollte ja nicht beeinträchtigt werden.

Mit der Bleischürze wir das Dach um den Schornstein abgedichtet.

Um den Schornstein ist das Dach nun mit Metallplatten eingedeckt. Oberhalb des Rohres habe ich vorher mit Blech eine Auflage für die Schürze geschaffen. Zur Abdichtung habe ich eine Bleischürze genommen. Das obere Blei liegt nun auf dem Blech aber unter den Metallplatten. Das untere Blei liegt über den Metallplatten. Und das Kaminrohr ist mit einer Schürze gegen eindringenden Regen geschützt. Da kann man noch mit Silikon nachdichten. Wichtig ist, dass man hier akkurat arbeitet. Spätere Feuchtigkeit würde dazu führen, dass man alles wieder abreißen muss. Zwischen den Metallstreben, weit genug vom Kamin, habe ich stärkere Holzleisten eingefügt. Daran wird nun von unten die Innenverkleidung angeschraubt. Dafür nehme ich Gipsfaserplatten. Die lassen sich mit einer Stichsäge gut zurechtschneiden. Dafür benötigt man allerdings einen Helfer zum Festhalten. Auf jeden Fall werden die Schrauben mit großen Unterlegscheiben versehen. Die kleinen Schraubenköpfe allein würden das Gewicht der Platte nicht halten und ausreißen. Diese sogenannten Einmann-Gipsfaserplatten erfüllen die Brandvorschriften, sind nicht entflammbar. Die werden danach mit Rotband Haftputz verputzt und nach dem Trocknen gestrichen. Die Ränder müssen noch mit Leisten verschönert werden.

Also, erst informieren, dann planen und dann ausführen. Nachbesserungen könnten sonst teuer werden!

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