Es gibt unterschiedliche Sorten Senf. Gelbe, braune und schwarze Körner sowie ihr gemahlenes Pulver sind im Handel erhältlich. Für selbstgemachten Senf eignen sich gelbe und braune Körner am besten.

Sie sind nicht so scharf, wie der schwarze Senf. Und vor allem, sie sind leichter erhältlich. Den schwarzen Senf bekommt man manchmal in Asia-Läden oder in Apotheken.

Sie können für Ihren selbstgemachten Senf die Körner mahlen oder sich für fertiges Senfmehl entscheiden. Senfmehl hat etwas weniger ätherische Öle.

Gelber Senf ist in den Gewürzabteilungen der meisten Supermärkte erhältlich. Allerdings ist die Menge klein und der Preis relativ hoch. Günstiger ist es, die Körner im Reformhaus einzukaufen.

Früher verwendete man bei der Zubereitung von Senf anstelle von Essig sauren jungen Wein - also Most - daher kommt der Name Mostricht!

Der Essig für die Zubereitung Ihres selbstgemachten Senfs sollte einen Säuregehalt von 5% haben. Es eignen sich Obst- oder Weinessig gleichermaßen gut. Letztlich entscheidet Ihr persönlicher Geschmack beim Senf selber machen.

Senfkörner mahlen - Wie man beste Ergebnisse erzielt

Zum Mahlen von Senfkörnern ist eine elektrische Kaffeemühle bestens geeignet. Sie erzielen ein feines Senfmehl mit dieser Methode beim Senf selber machen.

Vor der Benutzung für selbstgemachten Senf können Sie das Gerät mit einigen Reiskörnern reinigen.

So verhindern Sie einen unangenehmen Beigeschmack von Kaffee in Ihrem Senf.

Die Senfkörner können aber auch in einem guten Blender, einem Zauberstab oder dem Thermomix gemahlen werden.

Der Charakter des Senfs wird maßgeblich davon bestimmt, wie fein die Körner gemahlen sind und ob die Schalen im Senfmehl belassen wurden. Durch die Schalen ist der Senf etwas dunkler als handelsübliche Sorten, schmeckt dafür aber kräftiger und aromatischer.

Beim Mahlen der Körner für den selbst gemachten Senf ist unbedingt darauf zu achten, dass das Mahlgut nicht wärmer wird, als etwa 30 Grad. Ansonsten verflüchtigen sich wesentliche Aromen. Mahlen Sie den Senf in mehreren Abständen. So kann sich alles problemlos abkühlen. Die benötigten Kräuter und Gewürze für die Erweiterung des Grundrezeptes werden gemeinsam mit den Senfkörnern gemahlen. Dabei sollte bei den Mahlpausen das schon gemahlene Gut immer wieder einmal aufgelockert werden. 

Tipp: Senfkörner lassen sich leichter mahlen, wenn sie vorher eine Stunde tiefgefroren wurden.

Grundrezept

Zutaten für 1 Portion:

55 g gelbe Senfkörner • 5 g Salz ( ein gestrichener Teelöffel ) • 10 g Zucker oder Honig ( ein gestrichener Esslöffel ) • 30 g Weinessig ( 5 %ig ) • 40 g Wasser

Zubereitungszeit 30 min - Gesamtzeit 30 min:

Zubereitung - Senf selber machen: Das fein gemahlene Senfmehl wird mit den Gewürzen, dem Wasser und dem Weinessig in eine Schüssel gegeben und kräftig verrührt. Je länger gerührt wird, um so besser ist nachher der selbstgemachte Senf. 5 Minuten für einen guten selbstgemachten Senf sollten es schon sein. Zunächst ist der Brei noch sehr flüssig. Das gibt sich, sobald das Senfmehl anfängt aufzuquellen. Dann kann abgefüllt werden. Der Senf sollte eine Nacht offen stehen, so kann er fermentieren, und dann verschlossen im Kühlschrank aufbewahrt werden. Es ist eine Reifezeit von 10 bis 14 Tagen nötig. Anfänglich ist der Senf noch sehr scharf aber, je länger er ruht, um so milder wird er. Bildquelle: M. Großmann / pixelio.de

Raffinierte Variationen

Früher gab es nur einen milden, mittelscharfen oder scharfen Senf.

In Bayern kannte man noch süßen Senf. Damit war aber die Auswahl an Senfsorten auch schon erschöpft..

Mit dem Grundrezept als Basis der Senf-Herstellung, können Sie viele unterschiedliche Sorten selbst zubereiten.

Eine einfache Regel der Zubereitung besagt: Je länger der Senf lagert, um so milder wird er. 

Experimentieren Sie beim Senf selber machen mit Ihren geschmacklichen Vorlieben und komponieren Sie so einen neuen Senf!

Geben Sie zu den Senfkörnern Estragon, Curry, Thymian, Paprika, Zwiebeln, Chilischoten, grünen Pfeffer oder Nüsse. Datteln, Knoblauch, Kapern, Ingwer, Bärlauch, Kurkuma oder auch Feigen oder Erdbeeren machen aus einem guten Senf eine Delikatesse.

Tauschen Sie einen Teil der gelben Senfkörner aus. Nehmen Sie andere Senfsorten, ein schwarzer Senf bringt rasante Schärfe. Braune Senfkörner, weniger fein gemahlen, eignen sich gut für süße Kompositionen. 

Tipp: Selbstgemachter Senf, hübsch verpackt, ist ein tolles Geschenk!

Joppe_Fischer, am 25.08.2012
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Bildquelle:
Kerstin Schuster (Wie macht man gefüllte Champignons?)
https://pagewizz.com/users/Adele_Sansone (Wie macht man Tiramisu? Original und leckere Variationen dazu)

Autor seit 4 Jahren
30 Seiten
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