Kreuzfahrten werden immer beliebter, wenn auch die Havarie der Costa Concordia einen Einbruch gebracht hat. Wer so mächtige Schiffe liebt, die einer schwimmenden Stadt gleichen, der muss aufs Meer, das ist klar.

 

Die etwas ältere Generation, die den riesigen Trubel auf den Ozeanriesen nicht (mehr) braucht, hat Freude an Flusskreuzfahrten gewonnen. Im allgemeinen sind diese zwar teurer, weil die Schiffe erheblich kleiner sind, aber es ist auch ruhiger und bei den Ausflügen herrscht kein Massenbetrieb. Und trotzdem hat man den Vorteil, seinen Koffer nur einmal auspacken zu müssen, jeden Tag woanders zu sein und täglich ein wunderbares Essen genießen zu können.

 

Eine Kreuzfahrt, die mir besonders gut gefallen hat, ist die Fahrt auf der Elbe. Diese möchte ich Ihnen heute beschreiben.  

1. Tag: Dresden - Einschiffung

Mit dem Bus sind wir nach Dresden gefahren, wo uns die "Mona Lisa", unser schmuckes kleines Kreuzfahrtschiff erwartete. Die Mona Lisa ist nur 82 m lang und 10 m breit, sie hat 50 Kabinen und kann somit 100 Passagiere aufnehmen. Im Vergleich zu den Ozeanriesen ist das also eine "Familienfahrt"! Und unser Reisebus fährt immer parallel mit, so dass er uns stets zu den Ausflugszielen bringen kann.

An Bord

Beim Begrüßungscocktail in der Bar wird uns die Mannschaft vorgestellt.

Begrüßungscocktail in der Bar

Anschließend gibt es im Speisesaal Abendessen. Wir sitzen an Sechsertischen und bekommen ein delikates Menu.

Unser Speisesaal

In der Nacht ist unser Schiff stromaufwärts nach Bad Schandau gefahren.

2. Tag – Prag

Am nächste Morgen geht es von dort mit dem Bus nach Prag.

In der Prager Innenstadt

Das Gebäude im Hintergrund des linken Bildes gehört zum alten historischen jüdischen Friedhof.

Rechts ist eine der ältesten Synagogen zu sehen.

Die astronomische Uhr

Links ist das Altstädter Rathaus mit der berühmten astronomischen Uhr. Rechts ein Blick von einer der Moldaubrücken auf den Burgberg von Prag.

Mit dem Bus fahren wir nun ins Burgviertel, wo sich auch der Regierungssitz des Ministerpräsidenten befindet.

Regierungssitz im Burgbezirk

Durch das Tor im Rechten Bild fahren die Regierungsmitglieder in schweren Limousinen ein und aus.

Blick auf den Veitsdom

Nach dem Hradschin besuchen wir den mächtigen gotischen Veitsdom. Auf dem linken Bild haben wir die Gesamtansicht. Rechts sieht man das prächtige Portal.

Wir konnten an diesem Tag natürlich nur ein bisschen"schnuppern", aber eines wurde uns klar:

Es lohnt sich, in Prag einen längeren Aufenthalt zu machen!

3. Tag – Elbsandsteingebirge

Unser Bus bringt uns zum Parkplatz der Bastei, dann können wir uns selbst nach Herzenslust umschauen. Die Bastei ist einfach ein Erlebnis! Beim Rundgang durch die Felsenburg kommt man aus dem Staunen nicht mehr heraus!

Fantastisch!

Anschließend besuchen wir noch die Festung Königstein

Das Medusentor

Heute ist der Zugang einfacher, den man kann in einem Glasaufzug bequem ins Burginnere auffahren. Die Burg umfasst ein riesiges Gelände mit Zeughaus, Brunnenhaus, Magdalenenburg, Bastionen usw. Sehenswert ist auch das Militärhistorische Museum.

Zurück in Bad Schandau  geht unsere Schifffahrt durch das mächtige Elbsandsteingebirge in Richtung Dresden. Von unten hat die Bastei eine ganz andere Dimension – man fühlt sich sehr klein vor diesem Naturdenkmal. Das war wirklich ein erlebnisreicher Vormittag!

Am Nachmittag steht eine Stadtführung durch Dresden an.

Die Semperoper

Der Besuch des berühmten Zwingers gehört natürlich zum Programm. Das ist eine herrliche Anlage. Wir sehen den Stadtpavillon mit dem Glockenspiel. In ihm befindet sich die Königliche Porzellansammlung. Durch das prachtvolle Kronentor verlassen wir den Zwinger wieder.

Wir gehen die Augustusstraße entlang, die der sogenannte "Fürstenzug" krönt, eine 102 m lange Darstellung aus 24 000 Meißener Porzellanfliesen. Der Fries erzählt die Geschichte des sächsischen Herrscherhauses der Werttiner von 1123 bis 1904.

Zum Abschluss besuchen wir noch die Frauenkirche.

 

Der Fürstenzug

Wirgehen wieder an Bord der Mona Lisa und lassen die Elbchaussee von Dresden nochmals an uns vorbeiziehen.

Wir gehen wieder an Bord

4. Tag - Meissen

Bei strahlendem Sonnenschein legen wir in Meissen an.

 

 

Das Meissener Schloss

Der Bus bringt uns zur Vorführwerkstatt der Meissener Porzellanmanufaktur. Die Vorführungen sind äußerst interessant und die vielfältigen Ausstellungsstücke sind sehr beeindruckend.

Eine tolles Nashorn aus Porzellan!

Am  Nachmittag dürfen wir bei herrlichem Wetter das Sonnendeck genießen.

5. Tag – Wittenberg

Wir besuchen das Lutherhaus mit der Bronzestatue der Katharina von Bora, Luthers Frau. Wir bewundern den gotischen Eingang mit den beiden originalen Sitzgelegenheiten. Anschließend haben wir eine Führung durch das Lutherhaus. Wir sehen unter anderem die Lutherkanzel, den "großen Hörsaal" und das Studierzimmer des Reformators. Natürlich bewundern wir auch die erstmals 1534 erschienene Lutherbibel.

Das Lutherhaus

Anschließend haben wir eine kleine Stadtführung durch Wittenberg. Wir sehen die Wittenberger Stadtkirche, in der Luther sehr oft gepredigt hat. Dann gehen wir weiter zur Schlosskirche, an deren Tür Luther 1517 seine 95 Thesen angeschlagen hat, die schließlich der Auslöser für die Reformation wurden. Es ist schon beeindruckend, an dieser geschichtsträchtigen Kirchentür zu stehen.

In der Schlosskirche sind auch die Grabmäler Luthers und Melanchtons.

Die Stadtkirche

Über den Wörlitzer Park geht es zurück zu unserer Mona Lisa.

6. Tag – Magdeburg

Unser Schiff legt um 04.45 Uhr ab. Bald liegen wir in der Rothenseeschleuse, die uns 18 m anhebt.

Die Rothenseeschleuse ...

Kurz darauf kommen wir an die Flusskreuzung, an der wir die Elbe verlassen. Wir überqueren auf dem Elbe-Havel-Kanal die Elbe. Plötzlich schauen wir auf die Elbe herunter. Das ist schon gigantisch!

Auf dem Havel-Elbe-Kanal ...

Mit dem Bus fahren wir in die Innenstadt von Magdeburg und bestaunen das imposante Hundertwasserhaus. Am Magdeburger Rathaus betrachten wir den "Roland" und im Dom bewundern wir die Ernstkapelle, die herrliche Kanzel, die Stifterfiguren - Kaiser Otto I und seine Gemahlin Editha – im "Heiligen Grab".

 

Das Hundertwasserhaus

Abends ist Käptens Cocktail und Gala-Diner. Das Essen ist wirklich überwältigend und dazu gab es erlesene Weine!

Vorspeise

7. Tag – Potsdam

Am Vorabend haben wir in Potsdam angelegt. Nun fahren wir mit dem Bus über die Glienecke-Brücke zum Schloss Sanssouci.

 Mittags fahren wir mit der Mona Lisa nach Berlin Spandau, wo unsere Kreuzfahrt endet.

Wir machen eine Stadtrundfahrt durch Berlin – und genießen danach ein letztes Mal das vorzügliche Essen. Dann heißt es packen.

8. Tag – Heimfahrt

Nach dem Frühstück heißt es Abschied nehmen. Der Bus bringt uns nach einer wunderschönen, erlebnisreichen Woche in die Heimat zurück.

DiesUndDas, am 07.02.2012
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Bildquelle:
a.sansone (Lechweg - Wie es ist an einem Wildfluss zu wandern)
Eigenwerk (Kann man im Sommer auf die Zugspitze?)

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