Basisdaten

Die folgenden Posten sind für die Erstellung eines Finanzplanes von größter Wichtigkeit:

  • Kontostände
  • Forderungen
  • Verbindlichkeiten
  • Laufende Einnahmen/Ausgaben

Die Buchhaltungsabteilung gewährt Einblick in diese Daten. Wichtig ist hierbei, auftauchende Lücken und Ungenauigkeiten durch ständige Prozessoptimierungen möglichst zu eliminieren. Auch die genaue Terminierung der einzelnen Ereignisse ist immens wichtig, da Fehler in diesem Bereich zu empfindlichen Zahlungsengpässen führen können.

Die Ist-Aufnahme möglichen Potenzials bei der Liquidität stützt sich auf Bankguthaben, Kassenbestände und etwaige Kredite, die noch nicht in Anspruch genommen wurden. Diese bilden, gepaart mit den Einnahmen des Unternehmens, die verfügbaren Mittel. In Kombination mit den fälligen Ausgaben errechnet sich dann eine Über- oder Unterdeckelung bzw. schwarze oder rote Zahlen.

Falls rote Zahlen geschrieben werden, müssen folgende Maßnahmen in Erwägung gezogen werden:  

  • Senkung der Ausgaben
  • Erhöhung der Einnahmen
  • Überbrückungskredit
  • Prüfung der geplanten Wareneinkäufe
  • Zurückstellung von außergewöhnlichen Ausgaben

Derartige Maßnahmen verändern die Bilanz des Folgemonats / der Folgemonate. Die Auswirkungen werden berechenbar, was vorab eine Überprüfung möglich macht. Wichtig ist eine frühzeitige Erkennung von Problemen in diesem Bereich, damit die Anpassungen rechtzeitig in Angriff genommen werden können.

Unterschiedliche Arten der Finanzplanung

Bei der Finanzplanung müssen drei Arten unterschieden werden:

Langfristige Finanzplanung

Hier wird oftmals bis zu fünf Jahre im Voraus geplant, die Planungseinheiten sind dabei ganze Kalenderjahre. Diese langfristige Planung legt dabei die gesamte Ausrichtung des Unternehmens fest.

Mittelfristige Finanzplanung

Hier ist der zu analysierende Zeitabschnitt ein Jahr. Hier stellt entweder das ganze Jahr eine oder ein Kalendermonat die Planungseinheit dar. In beiden Fällen wird so der Jahres-Finanzplan erstellt.

Kurzfristige Finanzplanung

Die sogenannte Liquiditätsplanung stützt sich auf sehr kurze Planungsintervalle, die teilweise nur einen einzigen Tag umfassen. Diese Art der Finanzplanung wird oft dann angewendet, wenn auf überraschende, kurzfristige Umsatzeinbußen reagiert werden muss.

Mit einem Finanzplan werden individuell die Risiken sowie der zu erwartende Cashflow innerhalb eines Unternehmens festgestellt. Im Bereich Wechselkursänderungen ist es beispielsweise empfehlenswert, Hedge-Positionen aufzubauen. Diese können Devisenfonds, Devisenforwards oder ähnliches sein.

Eine spezielle Finanzberatung durch den Fachmann ist hier bei eventuellen Unsicherheiten immer erste Wahl. Auch für Privatkunden ist eine Finanzplanung empfehlenswert, hier helfen auch gerne Kundenberater von Sparkassen bzw. Banken weiter. Einen Finanzplan erstellen kann man natürlich auch mithilfe spezieller Softwarelösungen.

Autor seit 4 Jahren
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