Grillen mit Strom

Kontaktgrills zeichnen sich dadurch aus, dass das Grillgut von zwei Seiten "befeuert" wird, von unten und von oben. Entscheidend ist hier, wie weit die beiden Grillplatten auseinander liegen. Sonst wird es eng, wenn mal ein dickeres Würstchen auf den Tisch kommen soll. Für Steaks und Co. spielt das keine Rolle.

Ebenso wichtig: Wie schnell erreichen die Geräte ihre Betriebstemperatur? Das kann dauern, teils bis zu einer halben Stunde. Gute Geräte, ob nun Kontakt- oder Flächengrill, benötigen nicht einmal eine Viertelstunde, bis die ersten Nackensteaks durch sind und serviert werden können.

Grillgemüse

Grillgemüse (Bild: Hans / Pixabay)

Was kostet ein guter Elektrogrill?

Die Grills, die im Test die Nase vorn haben, sind deutlich teurer als die Sonderangebote aus dem Baumarkt. Der Testsieger schlägt mit knapp 168 Euro zu Buche. Geräte, an denen man lange Freude hat und die schöne Grillabende versprechen, bewegen sich im Bereich um 100 Euro. Klingt nach einem kostspieligen Vergnügen. Doch es macht sich bezahlt, etwas mehr zu investieren.

Weitere Kosten entstehen, sobald der Grill mit dem Stromnetz verbunden wird. Diesen Faktor kann man allerdings getrost außen vor lassen. Mit vier bis 16 Cent für einen voll belegten Grill – maximal 52 Cent bei Geräten mit langer Aufheizzeit – fährt man wesentlich günstiger als mit Gas oder Kohle.

Unter dem Strich schnitten von 16 getesteten Modellen acht mit der Note "gut" ab. Nur zwei Geräte fielen komplett durch, weil ihr Glasdeckel durch die große Hitze platzte. Ansonsten beweist der Test, dass Elektrogrills sehr wohl in der Lage sind, Würstchen ein krosses Kleid zu verpassen und Gemüse schnell und gesund zu garen.

Die besten Kontaktgrills

Testsieger bei den Kontaktgrills wurde der Optigrill GC702D von Tefal. Er zählt zu den teuersten Geräten im gesamten Testfeld, überzeugt dafür aber in allen Kategorien. Sehr gut bei der Sicherheit, gut beim Grillen, bei der Handhabung, der Verarbeitung und dem Stromverbrauch. Ähnlich verhält es sich beim Zweitplatzierten von Tefal, dem HD4467. Er bekam ebenfalls ein gut (2,2), in der Einzelwertung für den Stromverbrauch sogar ein sehr gut.

Die besten Flächengrills

Leichte Abstriche gibt es bei allen Geräte, die nur über einen Grillrost oder eine Grillplatte verfügen. Für das reine Grillen vergaben die Tester meist ein befriedigend, wobei viele der Grills nur knapp am "gut" vorbeischrammten. Platz eins belegt der Rommelsbacher BBQ 2002. Handhabung, Sicherheit, Verarbeitung und Stromverbrauch wurden mit gut benotet, das Grillen mit einer 2,6. Rang zwei geht an Tefal. Der TG8000 erhielt ebenfalls ein befriedigend (2,6) für die Grillleistung. Alle anderen Facetten des Gerätes sind gut.

Auf ins Grillvergnügen

Mit den Testsiegern steht einem netten Grillabend nichts im Wege. Was auf den Rost kommt, steht jedem frei. Rezepte gibt es reichlich, auch für vegane Gerichte. Aber: Insbesondere in Wohnsiedlungen sollte man sich vorab in der Hausordnung oder im Mietvertrag darüber informieren, ob Grillen auf dem Balkon oder im Garten erlaubt ist. Sonst droht mitunter Ärger mit den Nachbarn, auch wenn es sich nur um einen Elektrogrill handelt. Im Idealfall lädt man die Nachbarn einfach ein. Dann gibt es nichts zu meckern, sondern Leckeres auf den Teller.

Autor seit 4 Jahren
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