Peanut butter

Peanut butter (Bild: Ann@74 / Flickr)

Erdnussbutter im Mixer herstellen

Erdnussbutter ist nicht teuer und in Deutschland überall erhältlich. Dennoch kann es sich lohnen, Erdnussbutter selber zu machen. Gekaufte Produkte enthalten leider manchmal gehärtete Fette. Außerdem kann man bei selbst hergestellter Erdnussbutter den Salz- und Zuckergehalt ganz dem eigenen Geschmack anpassen.

Alles, was dazu benötigt wird, ist ein leistungsstarker Mixer mit Schlagmesser bzw. eine Küchenmaschine. Auch in einem Mini-Mixer funktioniert es hervorragend, vor allem bei kleineren Portionen. US-amerikanische Erdnussbutter wird aus gerösteten Erdnüssen hergestellt. In Südamerika gibt es außerdem eine Variante aus ungerösteten Erdnüssen (Pasta de Mani), deren Geschmack jedoch ganz mild und nicht mit der bekannten Peanut Butter vergleichbar ist.

In Deutschland werden Erdnüsse in der Regel nur geröstet verkauft. Für die Herstellung von Erdnussbutter kann man theoretisch gesalzene Erdnüsse verwenden, die bekanntlich sehr preiswert sind. Allerdings ist ihr Salzgehalt doch etwas zu hoch. Es empfiehlt sich, höchstens zur Hälfte gesalzene Erdnüsse zu verwenden. Ungesalzene Erdnüsse sind mittlerweile ebenfalls bereits geschält erhältlich.

Man gibt die Erdnüsse einfach in den Mixer und betätigt den Einschaltknopf. Mehr braucht es im Prinzip nicht, allerdings wird die Konsistenz besser, wenn man noch ein wenig geschmacksneutrales Pflanzenöl hinzufügt (ca. 1 TL auf 150 g Erdnüsse). Zusätzlich kann man die Erdnussbutter mit Salz und Zucker nach Geschmack würzen. Soll sie schmecken, wie die Skippy Erdnussbutter, dürfen es schon 1-2 EL Zucker auf 150 g sein. Wichtig ist, die Erdnüsse so lange zu pürieren, bis eine geschmeidige Creme entstanden ist. Für Crunchy Erdnussbutter werden einfach nach Belieben gehackte Erdnüsse untergerührt.

Sandwich mit Erdnussbutter und Marmelade
Peanut Butter and Jam

Peanut Butter and Jam (Bild: LipglossJunkie / Flickr)

Ein Sandwich mit Erdnussbutter und Marmelade, so sieht eines der beliebtesten Pausenbrote in den USA aus. Auch zum Frühstück ist das Duo unwiderstehlich, zumindest für Amerikaner. Jeder, der Erdnussbutter liebt, sollte es einmal versuchen. Die Grundlage bildet auf jeden Fall schneeweißes Toastbrot, egal ob getoastet oder nicht (beide Varianten sind lecker). Auf die eine Seite wird Marmelade, vorzugsweise Erdbeer- oder Himbeermarmelade, gestrichen, auf die andere Erdnussbutter. Dann wird das Ganze zusammengeklappt und fertig ist das Erdnussbutter-Marmeladen Sandwich.

Erdnussbutter ist gesund

Erdnussbutter wurde schon oft als Dickmacher verschrien, jedoch völlig zu Unrecht. Tatsächlich steckt Erdnussbutter voller lebenswichtiger Nährstoffe und ist sicher aus ernährungswissenschaftlicher Sicht gesünder als der in Deutschland so beliebte Schokoaufstrich. Erdnussbutter enthält 25 Prozent hochwertiges, pflanzliches Eiweiß. Damit ist sie eine sehr gute, pflanzliche Proteinquelle, auch für Veganer und Vegetarier.
Darüber hinaus trumpft Erdnussbutter außerdem mit einer hohen Konzentration an Vitaminen und Mineralstoffen auf, ganz besonders hoch ist ihr Gehalt an Vitamin B3, Magnesium, Zink und Niacin.
Die landläufige Meinung ist: Erdnussbutter enthält viel Fett. Ihr Fettgehalt beträgt 50 Prozent, damit ist Erdnussbutter deutlich fettärmer, als gewöhnliche Butter oder Margarine. Man könnte sogar sagen, Erdnussbutter enthält nur 50 Prozent Fett, was in etwa dem Fettgehalt handelsüblicher Light-Magarine oder Diät-Butter entspricht.

Peanut Butter ist so fettig wie Light-Magarine oder Diät Butter!

Alternativen zur Selbstgemachten: die beliebtesten Marken

Erdnussbutter gibt es heute in unzähligen Variationen und von verschiedensten Herstellern. Erfunden wurde die Peanut Butter bereits im Jahre 1890 von Dr. John Kellogg, der mit der Erfindung der Cornflakes jedoch noch viel berühmter wurde. Er pürierte Erdnüsse, um ein möglichst gehaltreiches Nährmittel für die Bevölkerung zu erschaffen. Erst im Jahre 1922 gelang der Kraftnahrung der endgültige Durchbruch, als J. L. Rosefield ein feines, cremiges Produkt auf den Markt brachte, bei dem sich das Öl nicht mehr von den festen Bestandteilen trennte. Diese Erdnussbutter eroberte als "Skippy Peanut Butter" den US-amerikanischen Markt und auch heute noch ist die Skippy Erdnussbutter neben Jif die beliebteste Sorte der Amerikaner. Die Skippy Erdnussbutter schmeckt schön cremig, etwas süß und herzhaft nach Erdnüssen.

 

Autor seit 6 Jahren
1028 Seiten
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