1. Halbfinale - 1. Hälfte

Land: Österreich

Interpret: Natalia Kelly

Song: Shine

Video-Link: Natalia Kelly - Shine

Bewertung: In den USA geboren, für Österreich am Start. Die erst 18-Jährige feierte 2011 den Sieg bei The Voice und erhielt einen Plattenvertrag mit Alexander Kahr. Ihre Stimme erinnert ein bisschen an Adele. Shine ist nett arrangiert, kann sich zwischen Ballade und Popnummer aber nicht entscheiden, schwacher Refrain.

 

Land: Belgien

Interpret: Roberto Bellarosa

Song: Love Kills

Video-Link: Roberto Bellarosa - Love Kills

Bewertung: Sicherte sich im vergangenen Jahr den Sieg bei The Voice Belgique. Sang dort im Casting unter anderem You Give Me Something von James Morrisson und das passt. Er hat eine gute Stimme, die er mit seiner tanzbaren Nummer geschickt kombiniert. Erinnert bisweilen an Mark Anthony.

Land: Weißrussland

Interpret: Alyona Lanskaya

Song: Solayoh

Video-Link: Alyona Lanskaya - Solayoh

Bewertung: Alyona Lanskaya wurde 2012 wegen Verdacht auf gekaufte Stimmen der Sieg des Vorentscheids aberkannt. Nun versucht sie es erneut und das nicht mal mit dem Siegerlied. Solayoh versprüht ein bisschen Sommer und Lust zum Tanzen, mehr aber nicht. Ihre akzeptable Stimme kann einen zu durchschnittlichen Popsong leider nicht aufwerten.

 

Land: Kroatien

Interpret: Klapa S Mora

Song: Mizerja

Video-Link: Klapa S Mora - Mizerja

Bewertung: Klapas sind Volksmusikgruppen aus Dalmatien. Im Falle von Klapa S Mora handelt es sich um sechs gecastete Sänger, die alle anderen Klapas entstammen. Ihre zweifellos guten Stimmen harmonieren miteinander und schaffen Atmosphäre. Leider trieft dabei aber der emotionale Kitsch, zu viel für den auf Mainstream ausgerichteten Contest.

 

Land: Zypern

Interpret: Despina Olympiou

Song: An Me Thimase

Video-Link: Despina Olympiou - An Me Thimase

Bewertung: Studierte Klavier und Musiktheorie am Trinity College London. Ihren Song für den ESC präsentiert die zyprische Sängerin auf griechisch. Leider bleibt hier kein Wurm im Ohr.
Wirkt wie eine schwache Version von Leona Lewis. Zwar hat sie eine gute Stimme, das Lied geht aber unter vielen Balladen unter, zu unemotional.

 

Land: Dänemark

Interpret: Emmelie de Forest

Song: Teardrops

Video-Link: Emmelie de Forest - Teardrops

Bewertung: Die Ur-Ur-Ur-Ur-Groß-Enkelin von Queen Victoria heißt mit vollem Namen Emmelie Charlotte-Victoria de Forest und ist am Complete Vocal Institute eingeschrieben. Teardrops bietet seichten Folklore-Pop. De Forest hat eine interessante Stimme mit Wiedererkennungswert, einen Song mit Ohrwurm und ein nettes Bühnenbild.

 

Land: Estland

Interpret: Birgit Oigemeel

Song: Et Uus Saaks Alguse

Video-Link: Birgit Oigemeel - Et Uus Saaks Alguse

Bewertung: Schon 2007 gewann sie in der ersten Staffel von Estland sucht den Superstar. 2008 scheiterte sie beim estischen ESC-Vorentschied auf dem dritten Platz. Ihr Song ist eine ordentlich produzierte Ballade, vermittelt aber keinen Ohrwurm. Das Lieder wird schnell vergessen sein, dazu ein schwieriger Titel in Heimatsprache.

 

Land: Irland

Interpret: Ryan Dolan

Song: Only Love Survives

Video-Link: Ryan Dolan - Only Love Survives

Bewertung: Als Songwriter entdeckt, wird der Ire versuchen mit seiner Eigenkomposition die Schmach des 19. Platzes von Jedward vergessen zu machen. Only Love Survives trifft vor allem die jungen Zuschauer und damit auch den Nerv der Zeit. 08/15-Elektro-Housebeats, kurzer Dubstep-Break, absolut club-tauglich, geht ins Ohr.

1. Halbfinale - 2. Hälfte

Land: Litauen

Interpret: Andrius Pojavis

Song: Something

Video-Link: Andrius Pojavis - Something

Bewertung: Andrius Pojavis ist eigentlich Lehrer und lebt mit seiner Frau in Mailand. Seinen Song für den ESC hat er selbst komponiert. Am Anfang wirkt Something noch wie eine interessante Depeche-Mode-Interpretation, steigert sich dann aber schnell in ohrwurm- und emotionslosen Synthie Pop ohne Charisma, schade.

 

Land: Moldau

Interpret: Aliona Moon

Song: Oh Mie

Video-Link: Aliona Moon - Oh Mie

Bewertung: Im vergangenen Jahr sicherte sich Pasha Parfeny den elften und damit drittbesten Platz, den Moldau je beim ESC erreichte. Aliona Moon war damals seine Background-Sängerin. Ihr Song Oh Mie stammt nun aus seiner Feder. Eine interessante Ballade, die sich im Refrain etwas schwer tut. Die Kleid-Effekte gefallen, die Tänzer nerven. Für Moldau wird es eng.

 

Land: Montenegro

Interpret: Who See

Song: Igranka

Video-Link: Who See - Igranka

Bewertung: Dedduh und Noyz wurden 2012 bei den MTV Europe Music Awards als bester Adria-Act ausgezeichnet. Ihr Song sticht aus der Menge heraus. Durchgeknallte Typen in Regencapes rappen auf Dubstep und Electro-Beats a la Feed Me. So verrückt, dass es einigen gefallen könnte. Oder aber es geht schief wie bei den Trackshittaz aus Österreich.

 

Land: Russland

Interpret: Dina Garipova

Song: What If

Video-Link: Dina Garipova - What If

Bewertung: Im vergangenen Jahr überraschte Russland mit dem Trash-Hit Party for Everybody von der Senioren-Gruppe Buranwoski Babuschki. Russlands The-Voice-Siegerin hat also eine schwierige Aufgabe. Ihr Lied vermittelt eine nette Contest-Botschaft, im Video wird dabei leider viel zu Kitsch rübergebracht. Im Endeffekt zu balladig, Dina erinnert optisch an Kelly Clarkson, wirkt aber zu brav.

 

Land: Serbien

Interpret: Moje 3

Song: Ljubav Je Svuda

Video-Link: Moje 3 - Ljubav Je Svuda

Bewertung: Mirna, Sara und Nevena waren 2012 die letzten drei Kandidatinnen der Casting Show Die erste Stimme Serbiens. Nevena wurde beim Junior ESC 2007 Dritte. Unfassbar, dass es einige Nationen immer noch mit den tiefen Ausschnitten und 08/15-Popsongs versuchen, die hierzulande mit Mühe auf der Ballermann Hits landen würden. Dazu eine Engelchen-Teufelchen Interpretation, ganz schwach.

 

Land: Slowenien

Interpret: Hannah Mancini

Song: Straight Into Love

Video-Link: Hannah Mancini - Straight Into Love

Bewertung: Die US-Sängerin gehört seit 2006 der slowenischen Dance-Formation Xequtifz an, scheiterte 2011 im slowenischen Vorentscheid und wird nun vom Radiosender RTV SLO mit ihrer eigenen Komposition ins Rennen geschickt. Dubstep-Intro (nicht das erste in diesem Contest), nette Synthies, Refrain geht in Elektro-House über. Dem Song fehlt etwas der Ohrwurmcharakter, für's Radio könnt es aber reichen.

 

Land: Niederlande

Interpret: Anouk

Song: Birds

Video-Link: Anouk - Birds

Bewertung: 1997 veröffentlichte Anouk den Song Nobody's Wife, der in Deutschland aber erst 2010 in die Charts einstieg, nachdem Jennifer Braun ihn bei Unser Star für Oslo sang. Statt Rock und Funk, ist ihr ESC-Beitrag Birds ein großartiger, souliger Track. 50:50-Chance ob Europa für einen solchen Song bereit ist, denn Ohrwurm geht anders, könnte auch gut zu 007-Filmen passen.

 

Land: Ukraine

Interpret: Zlata Ognevich

Song: I'm Like A Butterfly

Video-Link: Zlata Ognevich - I'm Lile A Butterfly

Bewertung: Schon 2010 und 2011 versuchte Zlata sich für den ESC zu qualifizieren. Doch im Vorentscheid wurde sie Fünfte bzw. Zweite. 2013 Hat es endlich geklappt. Ihre starke Stimme erinnert ein bisschen an Adele. Der Song ist nett arrangiert, kann sich zwischen Ballade und Popnummer aber nicht ganz festlegen, leider mit schwachem Refrain. Und: Butterfly? Wer das Malmö-2013-Logo kennt wittert etwas.

2. Halbfinale - 1. Hälfte

Land: Albanien

Interpret: Adrian Lulgjuraj & Bledar Sejko

Song: Identitet

Video-Link: Adrian Lulgjuraj & Bledar Sejko - Identitet

Bewertung: Adrian Lulgjuraj muss sich als Juror von The Voice of Albania beweisen. Zusammen mit Albaniens Pop-Klassikr Sejko zeigt er beim ESC definitiv keinen Einheitsbrei. Schöne, rockige Melodien mit Elementen der nordalbanischen Çifteli-Musik, orchestral begleitet, nettes Gitarrensolo – leider ohne Ohrwurmfaktor.

Land: Armenien

Interpret: Gor Sujyan & Dorians

Song: Lovely Planet

Video-Link: Gor Sujyan & Dorians - Lovely Planet

Bewertung: Tony Iommi, Mitbegründer von Black Sabbath hat an diesem Stück mitgewirkt. Ein bisschen Lionel Richie, ein bisschen Soundgarden, rockig, eingängig. Im Stil der 90er, live überzeugend.

 

Land: Aserbaidschan

Interpret: Farid Mammadov

Song: Hold Me

Video-Link: Farid Mammadov - Hold Me

Bewertung: Studiert eigentlich noch an der Azerbaijan State University of Culture and Arts und ist Aserbaidschans erster männlicher Solokünstler beim ESC. Seine Ballade startet melancholisch, im Refrain gibt's nette Backing-Vocals. Insgesamt ein bisschen glatt, aber radiotauglich.

 

Land: Mazedonien

Interpret: Esma & Lozano

Song: Pred Da Se Rezdeni

Video-Link: Esma & Lozano - Pred Da Se Rezdeni

Bewertung: 108 Lieder, 20 Alben – wegen Ihrer Herkunft wird Esma auch Königin der "Zigeuner” genannt. 2009 und 2010 scheiterte ihr Gesangspartner im Vorentscheid. Dieser Song hier ist elektronisch, startet mit nettem Gesang, der Funke springt aber nicht über. Spätestens der Refrain geht verloren, auch der Sprung von Dubstep ins poppige ist nicht schlüssig.

 

Land: Bulgarien

Interpret: Elitsa Todorova & Stoyan Yankulov

Song: Samo Shampioni

Video-Link: Elitsa Todorova & Stoyan Yankulov - Samo Shampioni

Bewertung: 2007 sind die beiden beim ESC mit Rang 5 bis heute Bulgariens erfolgreichste Teilnehmer. Samo Shampioni beinhaltet groovige Drumeinlagen, leider aber auch veraltete Dance-Beats und einen langweiligen Refrain. Tanzbar ja, aber der seltsame Gesang, der Dudelsack und Dubstep-Einflüsse...das passt nicht zusammen.

 

Land: Finnland

Interpret: Krista Siegfrids

Song: Marry Me

Video-Link: Krista Siegfrids - Marry Me

Bewertung: Schied bei The Voice of Finland 2011 im Halbfinale aus, ansonsten eher auf der Musical-Bühne zuhause. Ihr Song ist tanzbar, poppig im Stile von Katy Perry oder Kesha. Eine witzige, bunte Parodie auf die 08/15-Musik der Pop-Welt. Dieser kleine Bonbon geht ins Ohr.

 

Land: Georgien

Interpret: Nodi Tatishvili & Sophie Gelovani

Song: Waterfall

Video-Link: Nodi Tatishvili & Sophie Gelovani - Waterfall

Bewertung: Kennen Sie Thomas G:son? Seine Schreibfeder war im vergangenen Jahr verantwortlich für Loreens Siegertitel Euphoria. Überraschend erarbeitete er für Georgien eine Ballade. Das Duo wirkt sehr gut aufeinander abgestimmt, der Song zu keinem Punkt zu kitschig. Eine Ballade mit Potenzial, schöne Melodien und Background-Vocals.

 

2. Halbfinale - 2. Hälfte

Land: Griechenland

Interpret: Koza Mostra & Agathon Iakovidis

Song: Alcohol Is Free

Video-Link: Koza Mostra & Agathon Iakovidis - Alcohol Is Free

Bewertung: Griechenland ist immer wieder für Überraschungen gut. Nach einem Vorentscheid im Kaufhaus schicken sie dieses Mal eine Ska-Band ins Rennen. Alcohol is Free ist kontrovers und witzig. Absolut live-tauglich, Ska-Punk auf griechisch-englisch, eine tanzbare, nette Nummer. Einige Punkte könnten für die Griechen dabei rumkommen.

 

Land: Ungarn

Interpret: ByeAlex

Song: Kedvesem (Zoohacker Remix)

Video-Link: ByeAlex - Kedvesem (Zoohacker Remix)

Bewertung: Der ungarische Indie-Pop-Sänger Alex Marta kann es nur besser machen. Zuletzt landete Ungar nur auf Platz 24. Kedvesem ist eine sympathische, chillige Nummer. Ein wenig minimal, ein wenig akkustisch. Das Lied erinnert an Jack Johnson, aber irgendwie auch den One-Day-Remix von Wankelmut. Entspannt, aber leider ohne Höhepunkt und Ohrwurm.

 

Land: Island

Interpret: Eythor Ingi Gunnlaugsson

Song: Eg A Lif

Video-Link: Eythor Ingi Gunnlaugsson - Eg A Lif

Bewertung: Ergatterte mit 15 schon eine Musical-Rolle, 2008 gewann er bei einer Fernsehtalent-Show. Seit 1997 hatte kein Isländer mehr beim ESC in seiner Heimatsprache gesungen. Eg A Lif verleiht dieser schönen Sprache ein super Comeback. Eine emotionale Ballade. Gunnlaugssons Stimme gefällt, auch das Video passt. Für den ESC könnte es aber zu langweilig sein.

 

Land: Israel

Interpret: Moran Mazor

Song: Rak Bishvilo

Video-Link: Moran Mazor - Rak Bishvilo

Bewertung: 2011 gewann sie bei bei der Realityshow Eyal Golan ruft Dich. Beim Vorentscheid zum ESC setzte sie sich durch, fiel aber auch durch ihre unpassendes Dekollete auf. Moran Mazor hat eine super Stimme, der Song aber wird untergehen. Er geht nicht ins Ohr und wird spätestens nach zwei Minuten langweilig, schade.

 

Land: Lettland

Interpret: PeR

Song: Here We Go

Video-Link: PeR - Here We Go

Bewertung: PeR steht für Please explain the Rhythm. Dreimal scheiterte die Band, die sonst auch für Beatboxing bekannt ist, im Vorentscheid. 2013 versuchten sie es gleich mit zwei Songs. Here We Go machte das Rennen. Irgendwie 90er der Song. Ein wenig erinnert er auch an Jedward. Ein bisschen "Rap”, ein bisschen Scissor Sisters - anders, witzig, zum Mitsingen, aber ohne den ganz großen Knalleffekt.

 

Land: Malta

Interpret: Gianluca Bezzina

Song: Tomorrow

Video-Link: Gianluca Bezzina - Tomorrow

Bewertung: Chiara kann ja nicht jedes Mal teilnehmen. Nun versucht es der Medizinstudent, der nebenbei auch noch Sänger der Jazz-Band Funk Initiative ist. Tomorrow ist ein echt sonniger Track. Gute-Laune-Akustik-Pop zum mittanzen und chillen. Etwas britisch, radiotauglich, aber ohne den großen Wiedererkennungswert.

 

Land: Norwegen

Interpret: Margaret Berger

Song: I Feed You My Love

Video-Link: Margaret Berger - I Feed You My Love

Bewertung: Nach Anfängen im Gospelchor wurde die 26-Jährige 2004 Zweite bei Norwegen sucht den Superstar. Nach zwei Alben kommt nun ihr ESC-Beitrag. Sehr interessanter harter Elektro-Einstieg. Breaktbeats und Drum and Bass treffen auf ihre seichte Stimme. Der Refrain gefällt mit netten Synthiepop-Klängen - zu keiner Zeit übertrieben, irgendwie Depeche Mode in Frauenversion. Gefällt!

 

Land: Rumänien

Interpret: Cezar

Song: It's My Life

Video-Link: Cezar - It's My Life

Bewertung: Ja, die hohe Stimme kommt von ihm. Der rumänische Countertenor hat von 2001 bis 2004 klassischen Gesang in Mailand studiert. Seine Dance-Oper bietet aber wenig Tiefgang. Dieser Musical-Mut wird hier wohl nicht belohnt werden, auch Beats sind höchstens Durchschnitt. Die Teilnahme an der Finalshow wäre eine dicke Überraschung.

 

Cascada und die Top Five

Land: Frankreich

Interpret: Amandine Bourgeois

Song: L'enfer Et Moi

Video-Link: Amandine Bourgeois - L'enfer Et Moi

Bewertung: 2008 gewann sie bei der Casting Show Nouvelle Star, lehnte wenig später trotzdem ein Angebot von Sony ab, ein Cover-Album aufzunehmen. Übersetzt heißt Ihr Lied: Die Hölle und Ich. Passt. Hier paart sich britischer Poprock mit Frankreichs Sinn für Sinnlichkeit. Ein bisschen Duffy-und-Adele-like, insgesamt zwar ohne Durchschlagskraft, hätte das Finale aber durchaus verdient.

Land: Deutschland

Interpret: Cascada

Song: Glorious

Video-Link: Cascada - Glorious

Bewertung: Yann Pfiefer (Yanou), Manuel Reuter (Manian) und Natalie Horler haben weltweit schon über 30 Millionen Platten verkauft. Ein paar Stimmen werden ihnen sicher sein. Glorious ist keine Euphoria-Kopie (dieses sinnlose "oh oh oh" ausgenommen), aber man höre sich gerne mal Lieder von der Swedish House Mafia oder Avicii an. Der Refrain geht ins Ohr, aber auch nur der Refrain. Kein Siegersong, stimmlich weit hinter einigen Konkurrenten.

Land: Italien

Interpret: Marco Mengoni

Song: L'Essenziale

Video-Link: Marco Mengoni - L'Essenziale

Bewertung: 2009 gewann er bei X-Factor. 2010 wurde er bei den MTV Europe Music Awards nicht nur national, sondern gleich zum besten Künstler Europas ausgezeichnet. Er hat eine einprägsame Stimme. L'Essenziale bietet schöne Melodien, aber ohne das gewisse Etwas, dass im vergangenen Jahr Raphael Gualazzi zur ESC-Überraschung machte. Dem Song fehlt es an Ohrwurmcharakter.

Land: Georgien

Interpret: ESDM

Song: Contigo Hasta El Final (With You Until The End)

Video-Link: ESDM - Contigo Hasta El Final (With You Until The End)

Bewertung: Der ausgeschriebene Name der in Spanien erfolgreichen Poprock-Band heißt El Sueño De Morfeo. Sängerin Raqel war von 2006 bis 2011 mit Formel-1-Star Fernando Alonso verheiratet. Ihr Song für den ESC versprüht aber weniger Tempo. Und das Video: Ein weißes Pferd..im Ernst? Sympathische Truppe, netter Gesang, aber Natalia Imbruglia hätte aus dieser Nummer mehr gemacht, wird schnell vergessen werden.

 

Land: Großbritanien

Interpret: Bonnie Tyler

Song: Believe In Me

Video-Link: Bonnie Tyler - Believe In Me

Bewertung: Zuletzt versuchten es die Briten mit Schlagerlegende Engelbert Humperdinck und der Boygroup Blue. Mit Bonnie Tyler geht nun der nächste Weltstar auf Stimmfang. Ein paar Votes könnte sie durch den Bekanntheitsgrad kriegen, aber ihr Song ist nichts besonderes. Frauen wie Alanis Morrisette o.ä. machen das heutzutage viel besser. Der Text könnte von Dieter Bohlen sein.

 

Die Gastgeber

Land: Schweden

Interpret: Robin Stjernberg

Song: You

Video-Link: Robin Stjernberg - You

Bewertung: Mit Eric Saade nahm bereits ein ehemaliges Mitglied der Boygroup What's Up am ESC teil. Saade holte 2011 den dritten Platz, bis dato Schwedens bestes Ergebnis seit dem Sieg 1999. Nach Loreens Sieg 2012 tritt Robin James Olof Stjernberg, ebenfalls Ex-Mitglied von What's Up, nun ein schweres Erbe an. In der Casting Show Idol wurde er 2011 Zweiter, lernte dort aber seine Freundin Molly Petterson Hammar kennen, mit der er bis heute liiert ist.

Sein Beitrag erinnert an eine Mischung aus One Republic und 80er Jahre. Ein paar hohe Töne zuviel, um sich den Song einzuprägen und mitzusingen. Hier wird kein Titel verteidigt.

Diese Nationen fehlen

Die Länder Portugal, Polen, Slowakei und Bosnien-Herzogowina nehmen aufgrund akuter finanzieller Gründe nicht am Eurovision Song Contest 2013 in Malmö teil. Außerdem schickt auch die Türkei keinen Kandidaten ins Rennen. In diesem Fall aber aus Protest gegen die aktuellen Regeln des Wettbewerbs.

Der türkische Rundfunk- und Fernsehsender TRT erklärte, man habe sich nach dem erfolglosen Ergebnis des letzten Jahres dazu entschieden. Die Wahrheit ist aber, dass die Türkei den Wettbewerb boykottiert, weil sie sich benachteiligt fühlt. TRT kritisierte in seiner Stellungnahme, dass Deutschland, Frankreich, England, Spanien und Italien direkt ins Finale einziehen dürfen und dass seit 2011 der Einfluss der Zuschauervotings auf 50 Prozent (50 Prozent Jury-Entscheidung) reduziert wurde.

Mit Can Bonomo holte die Türkei 2012 176 Punkte durch Votings, doch die Jury verteilte nur 50 Punkte, sodass es am Ende nur für Platz sieben reichte. Eigentlich sind die Türken ein starker ESC-Kandidat. Sertap Erener holte 2003 mit "Everyway That I Can" den Sieg. In den vergangenen zehn Jahren feierte das Land außerdem einmal Platz 2, dreimal Platz 4 und zweimal Platz 7.

Die letzten 5 Gewinner

Baku 2012 - Loreen - Euphoria

Düsseldorf 2011 - Ell/Nikki - Running Scared

Oslo 2010 - Lena - Satellite

Moskau 2009 - Alexander Rybak - Fairytale

Belgrad 2008 - Dima Bilan - Believe

Die letzten 5 deutschen Teilnehmer

Baku 2012 - Roman Lob - Standing Still (8.)

Düsseldorf 2011 - Lena - Taken By A Stranger (10.)

Oslo 2010 - Lena - Satellite (1.)

Moskau 2009 - Alex Swings Oscar Sings - Miss Kiss Kiss Bang (20.)

Belgrad 2008 - No Angels - Disappear (23.)

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