Auf Schusters Rappen durch die Sächsische Schweiz

Der bezaubernde Nationalpark im Bundesland Sachsen liegt südöstlich von Dresden und erstreckt sich über beide Seiten der Elbe. Beschreiben kann man dieses fabelhafte Naturparadies nicht mit wenigen Worten. Man muss es gesehen und hautnah erlebt haben.

Die markanten Felsmassive - der Lilienstein, die Schrammsteine, die Bastei bei Rathen mit der steinernen Brücke (welche neben dem frei stehenden Zschirnsteine Elbsandsteingebirge Fotografie Karsten KrasseltFelsen "Barbarine" als Wahrzeichen der Sächsischen Schweiz gilt), der Klettergipfel Falkenstein, die Zschirnsteine (siehe Foto links) - zählen u. a. zu den beliebtesten Wanderzielen im Sachsenland.

Es gibt zahlreiche weitere Ausflugsziele im sagenhaften Elbsandsteingebirge - was zugleich viele Kurorte beherbergt, mächtige Burgen und majestätische Festungen besitzt - die Sie auf Schusters Rappen erkunden können.


Für einen Ausflug in die Sächsische Schweiz sollten Sie auf jeden Fall gut gerüstet und bestens ausgestattet sein. Selbst wenn Sie nach Ihrer Wanderung einen Abstecher in ein Restaurant planen, um sich zu stärken, müssen Sie dort nicht im feinen Zwirn auftauchen. Die Betreiber der Ausflugslokale im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge interessieren sich nicht für die Kleidung ihrer Gäste. Ihnen liegt es mehr am Herzen, die hungrigen Besucher kulinarisch zu verwöhnen und ihnen die typisch sächsische Küche schmackhaft zu machen.

Warum Sie zweckmäßig gekleidet sein sollten, wenn Sie auf Wanderschaft gehen, liegt klar auf der Hand. Das Wetter, so schön es beim Aufbruch auch sein mag, kann plötzlich umschlagen. Einen Rucksack - in dem neben dem Proviant für die Rast noch genügend Platz für die Regenbekleidung, eine Taschenlampe und eine Verbandstasche für den Notfall ist - sollten Sie auf jeden Fall bei sich tragen. Grubenlampen / Stirnlampen sind noch praktischer als Taschenlampen. Somit haben Sie die Hände frei, wenn Sie die Höhlen des Elbsandsteingebirges erforschen möchten. Zu Ihrer Ausrüstung sollte gleichwohl eine Kamera gehören, damit Sie Ihre Eindrücke fotografisch festhalten können.

Der Kuhstall

Der Kuhstall in der hinteren Sächsischen Schweiz ist keineswegs eine Unterkunft für Kühe. Heute jedenfalls nicht mehr. Hierbei handelt es sich viel mehr um das zweitgrößte Felsentor des Elbsandsteingebirges, was sich oberhalb des Kirnitzschtales und südlich des Lichtenhainer Wasserfalls befindet.

Seinen Namen verdankt das 11 m hohe, 17 m breite und 24 m tiefe Felsentor (auch Felsenfenster genannt) jedoch tatsächlich dem gleichnamigen Nutzvieh. Es gibt allerdings zwei Varianten für die Namensgebung des "Kuhstalls".

Einerseits - so heißt es - sollen die Bewohner der umliegenden Ortschaften während der Zeit des Dreißigjährigen Krieges in dem Felsentor ihre Kühe und Ochsen vor den schwedischen Soldaten versteckt haben. Andererseits wird vermutet, dass im "Kuhstall" einst das Nutzvieh beherbergt wurde, welches Raubritter während ihrer Streifzüge erbeuteten.

Die Schrammsteine

Ein beliebtes Wanderziel in der Sächsischen Schweiz sind die Schrammsteine. Diese Felsformation im Elbsandsteingebirge ist sehr stark zerklüftet und unterteilt sich in die "Vorderen Schrammsteine" und "Hinteren Schrammsteine. Die "Schramm-Tore" - so werden die drei senkrecht stehenden Felsöffnungen genannt - durchbrechen die Gesteinskette, die im westlichen Teil (am sogenannten "Vorderen Torstein") ihren Anfang hat. Im östlichen Teil schließen sich die Affensteine an.

Die Schrammsteine, die östlich von Bad Schandau und im Norden des Kirnitzschtales (die Kirnitzsch ist ein rechter Nebenfluss der Elbe, der in Tschechien entspringt) liegen, sind ein beliebtes Touristenziel. Der höchste Gipfel dieser eng beieinanderstehenden Felsengruppe ist der "Hohe Torstein", der eine Höhe von 425,7 Metern erreicht. Er steht - wie auch der 381 m hohe Falkenstein - etwas abseits der Schrammstein-Formation. Das komplexe Felsmassiv ist für Bergsteiger ebenso interessant wie für Wanderer und daher eines der beeindruckendsten Ausflugs- und Wanderziele in der Sächsischen Schweiz.

Wie diese Steinformation zu ihrem Namen kam, ist nicht eindeutig belegt. Es wird allerdings behauptet, dass sich früher viele Leute an den scharfen Felsen die Haut aufgeschürft bzw. aufgeschrammt haben. Daher also Schrammsteine.

Schöne Aussichten
Blick auf die Schrammsteine

Blick auf die Schrammsteine (Bild: Fotografie Kerstin Schuster)

Schrammsteinmassiv
Schrammsteine im Nationalpark ...

Schrammsteine im Nationalpark Sächsische Schweiz (Bild: Fotografie Karsten Krasselt)

Schrammsteinaussicht ins Kirnitzschtal
Von oben gesehen

Von oben gesehen (Bild: Fotografie Karsten Krasselt)

Die Affensteine

Gemeinsam mit den Schrammsteinen bilden die Affensteine das sogenannte Zentrum der Sächsischen Schweiz. Immerhin sind hier ca. 60 Klettergipfel vorhanden, die recht unterschiedliche Schwierigkeitsgrade aufweisen. Zum Affenstein-Plateau hinauf führen viele Wanderwege. Sodass jeder seinen Aufstieg findet, der mal mehr, mal weniger mühsam ist. Die Aussicht von oben macht jede noch so kleine Strapaze wett.

Ein begehrtes Wanderziel ist der Affenstein-Rundweg, der traumhafte Aussichtspunkte - mit seltsamen Namen wie Domriff, Bloßstock oder Breitkluft-Aussicht - besitzt. Wenn Sie diesen Rundweg begehen möchten, sollten Sie unbedingt schwindelfrei sein, dürfen nicht an Höhenangst oder Platzangst leiden. Zwischen den Felsen kann es mitunter arg eng werden. Tritt- und griffsicher müssen Sie gleichwohl sein.

Einige der Stiegen in den Affensteinen sind nichts für unerfahrene Stiegengänger. Die Häntzschel-Stiege - benannt wurde diese Einbahnstiege nach Max Häntzschel, einem Forstarbeiter aus Lichtenhain - ist laut dem Hinweis der Nationalparkverwaltung nur für "Geübte" geeignet. Allerdings ist sie weitestgehend mit Sicherheitsseilen versehen, weshalb auch Ungeübte sich gerne daran probieren. Die Häntzeschelstiege ist nur von unten nach oben passierbar.

Die Zwillingsstiege in den Affensteinen hat Klettersteig-Charakter, weshalb diesbezüglich eine Selbstsicherung empfohlen wird. Wer es wildromantisch mag, kann den Aufstieg über die "Wilde Hölle" wagen. Der sacht ansteigende Wanderweg nimmt am "Unteren Affensteinweg" seinen Anfang und wandelt sich am Fuße der Affensteine zu einer echten Stiege. Über Leitern, steinige Stufen und Tritteisen geht es zwischen den Felsen entlang bis zum "Oberen Affensteinweg" hinauf.

Wie die Affensteine zu ihrem Namen kamen

In dem Fall gibt es verschiedene Versionen. Die Legende sagt, dass einst einem Adelsmann mithilfe seines gezähmten Affen eine spektakuläre Flucht vom "Vorderen Raubschloss" gelang.
Dieser 130 m hohe Felsen wird zugleich Frienstein genannt. Er ist ein besonders beliebter Klettergipfel und befindet sich in den Affensteinen am Nordabhang des Großen Winterbergs.

Der Diener des jungen Edelmanns band eines Nachts dem Affen seines Herrn ein Seil um den Körper und ließ das Tier den steilen Berg hinaufklettern. Kaum war der Affe oben angelangt, seilte sich der Adlige ab und floh nach Böhmen. 

Die zweite Version hört sich durchaus realistischer an. Als Namenspatron soll der Uhu gestanden haben, der in der Felsgruppe nistete. Im Altdeutschen wurde dieser Standvogel "Auf" genannt. Daraus resultierte zuerst der Begriff "Aufensteine", der im Laufe der Zeit in Affensteine umgewandelt wurde.
Die dritte Version hat mit dem sächsischen Dialekt zu tun. Möglicherweise hat früher einmal ein Wandersmann erzählt, er habe "aff`n Steen" (auf dem Stein) ganz oben gesessen und somit der Felsgruppe zum Namen verholfen.

Idagrotte am Frienstein (Bild: Karsten Krasselt)

Der Lilienstein

Alle Wege führen nach Rom und viele Wanderwege zum Symbol des sächsischen Nationalparks. Der Lilienstein ist ein Tafelberg, der als Einziger auf der rechten Elbseite liegt. Genau genommen befindet sich dieses bemerkenswerte Ausflugsziel im Elbsandsteingebirge 5 km westlich von Bad Schandau und ca. 15 km östlich von Pirna. Direkt gegenüber - auf der anderen Seite der Elbe - erhebt sich die majestätische Festung Königstein, die gleichwohl eine Besichtigung wert ist.

Festung Königstein (Bild: Karsten Krasselt)

 

 

Auf dem Besucherparkplatz am Fuße des Liliensteins, der vor wenigen Jahren noch kostenfrei genutzt werden konnte, befindet sich unterdessen ein Parkscheinautomat.

Kostenlose Parkmöglichkeiten finden Sie jedoch am Straßenrand der Zufahrtsstraße. Von dort aus können Sie den Tafelberg bereits in voller Größe bewundern und mit Ihrer Wanderung beginnen.

Gebührenpflichtiger Wanderparkplatz am Lilienstein (Bild: Kerstin Schuster)

Blick auf den Lilienstein

Blick auf den Lilienstein (Bild: Kerstin Schuster)

Um den Sandsteinfelsen herum führt ein Rundweg, der zwei Aufstiegsmöglichkeiten - auf der nördlichen und südlichen Bergseite - bietet. Drei Massivsteinwände an der Westseite des Liliensteins sind freigegebene Kletterfelsen. Auf der Südseite des Liliensteins sind Stufen in den Berg geschlagen, die den Aufstieg zum Plateau in 415 m Höhe erleichtern. Diese Steinstufen wurden um 1708 auf Geheiß Augst des Starken geschaffen. Ursprünglich war das erstmals um 1397 als "Ylgenstein" erwähnte Felsmassiv eine mittelalterliche Höhenburg. Während Grabungsarbeiten im Jahre 1894 wurden einige Mauerreste der ehemaligen Steinburg freigelegt, die heute noch zu sehen sind.

Freigelegte Reste der Burgmauer

Wanderwege

Dieses Ausflugsziel im idyllischen Nationalpark Sachsen eignet sich hervorragend für eine genussvolle Wanderung mit der Familie. Vierbeiner sind bitte angeleint mitzuführen. Da es sich um ein touristisches Wanderziel handelt, sollten Sie ebenfalls die Hinterlassenschaften Ihrer Hunde entsorgen. Gleiches gilt ebenso für Proviantabfälle, leere Flaschen, Dosen und dergleichen.

Die kleinen und größeren Gesteine auf dem Lilienstein üben auf Kinder eine magische Anziehungskraft aus. Lassen Sie Ihre Sprösslinge nicht aus den Augen, wenn sie auf den Felssteinen herumklettern. Besonders nach regenreichen Tagen besteht akute Rutschgefahr.

Vergessen Sie auf keinen Fall eine Kamera mitzunehmen. Auf den Weg noch oben zum Liliensteinplateau können Sie zahlreiche Dinge entdecken, die magisch, bizarr, überirdisch und mitunter mystisch schön sind.

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Gehen Sie gemeinsam mit Ihren Kindern auf Entdeckungsreise und halten Sie alles fest, was Ihnen während des Ausflugs auf den Lilienstein vor die Linse kommt. Sie werden staunen, was später auf den Fotos beim näheren Betrachten zu sehen ist. Träumende Wanderer aus Stein, Baumungeheuer ...

 

Träumender Wandersmann

Kopf aus Stein mit Heiligenschein

Was mag das wohl sein?

(Bild: Kerstin Schuster)

(Bild: Kerstin Schuster)

Weitere Wander- und Ausflugsziele im Elbsandsteingebirge im Überblick

Der facettenreiche Nationalpark Sächsische Schweiz bietet noch weitere faszinierende Ausflugs- und Wanderziele, die ich Ihnen hier im groben Überblick vorstellen möchte.

 

Pfaffenstein mit Barbarine

Der Pfaffenstein ist ein 434,6 m hoher Tafelberg auf der linken Seite der Elbe. Seit Anfang des 20. Jahrhunderts zieht der Jungfernstein - so die veraltete Bezeichnung - bei Königstein zahlreiche Klettersportler und aktive Bergsteiger an. Doch auch touristisch hat das zerklüftete Bergmassiv, welches viele Höhlen besitzt, einige Attraktionen zu bieten. Auf dem Gipfel befindet sich ein um 1904 errichteter Aussichtsturm als auch ein Gasthaus.

Aufstieg am Lilienstein (Bild: Karsten Krasselt)

 

Der Pfaffenstein beherbergt überdies historische Sehenswürdigkeiten. Dazu zählt der bronzezeitliche Wall (Jäckelfelsen) und die Goldschmidthöhle. In deren unmittelbarer Nähe liegt das "Schneiderloch". So wird die begehbare Klufthöhle bezeichnet. Das Wahrzeichen des markanten Sandsteinmassives ist die 43 m hohe Felsnadel.

Die Barbarine gilt seit 1978 als Naturdenkmal. Erstmals wurde der Kletterfelsen am Pfaffenstein im Jahr 1905 von Felix Wendschuh bestiegen, der jedoch nicht bis zum Gipfel gelangte. Der Name "Jungfernstein" kommt nicht von ungefähr. Laut Legende soll es sich bei der Barbarine um eine versteinerte Jungfrau handeln.

 

 

 

 

Wie aus der Sage hervorgeht, schickte eines schönen Sonntags eine Mutter ihre Tochter Barbara zur Kirche. Dort kam das Mädchen jedoch nicht an, weil es über das Heidelbeerenpflücken im Walde auf dem Pfaffenstein die Zeit vergessen hatte und nicht mehr daran dachte, den Gottesdienst zu besuchen.

Die böse Hexe, denn eine solche war die Mutter der Jungfer, erwischte das ungehorsame Kind beim Pflücken der Heidelbeeren. Erbost stieß sie einen Fluch aus. Auf der Stelle verwandelte sich ihre Tochter zu Stein. Das Mahnmal des Strafgerichts - die versteinerte Jungfrau - steht seitdem etwas abseits vom Pfaffenstein und soll allen Kindern eine Warnung sein, die ungehorsam sind.

 

 

 

Die Barbarine am Pfaffenstein (Bild: Karsten Krasselt)

Die Bastei

Julius August Walter von Goethe, der Sohn des Dichterfürsten Johann Wolfgang von Goethe, beschrieb schon 1819 das beindruckende Ausflugsziel in der Sächsischen Schweiz mit Worten, die noch heute ihre Gültigkeit haben:

"Hier wo man von den schroffsten Felsenwänden gerade in die Elbe sieht, wo in der kleinen Entfernung der Lilien-, König- und Pfaffen-Stein malerisch gruppiert liegen und überhaupt dem Auge ein Ganzes darstellt, welches mit Worten nie beschrieben werden kann"


Die Bastei mit der steinernen Brücke ist eines der meist besuchten Ausflugsziele im Elbsandsteingebirge. Der Ausblick von der Aussichtsplattform auf das Elbtal und Umgebung ist einzigartig schön.

Die Felsformation, mit der 305 m hohen Felskanzel, liegt zwischen dem Kurort Rathen und der Stadt Wehlen am rechten Elbufer.

Wenn Sie die Basteibrücke überqueren, gelangen Sie zur Ruine der mittelalterlichen Felsenburg Neurathen. Das gesamte Gebiet der Bastei steht seit 1938 unter Naturschutz.

 

Bastei mit Felsentor und Felsenburg (Bild: Karsten Krasselt)

Bastei-Brücke (Bild: Karsten Krasselt)

Geführte Berg- und Wandertouren mit Karsten Krasselt

Möchten Sie gerne eine Wanderung durch den erlebnisreichen Nationalpark Sächsische Schweiz unternehmen oder die schönen Seiten des Erzgebirgskreises kennenlernen, aber Sie finden niemanden, der Sie begleitet? Keine Sorge, alleine müssen Sie nicht auf Wanderschaft gehen. Es gibt gewiss noch andere Menschen, denen es so wie Ihnen geht. Schließen Sie sich zu einer Wandergruppe zusammen und durchstreifen Sie gemeinsam Sachsens fantastisches Naturparadies.

Falls Sie unsicher sind, welche Wanderstrecken für Sie infrage kommen, oder Ihnen das Wandern durch unbekanntes Terrain etwas zu gewagt ist, wenden Sie sich einfach an einen erfahrenen Tourenführer. Vielleicht möchten Sie gar einige der Stiegen erklimmen und zur Sicherheit eine Person zur Seite haben, die sich diesbezüglich hervorragend auskennt? Auch in dem Fall kann ich Ihnen nur empfehlen, einen Berg- und Wanderführer zu kontaktieren.

Karsten Krasselt aus Dresden ist ein Experte auf dem Gebiet geführter Wanderungen und Bergtouren. Er kennt die idyllischsten Fleckchen im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge, die höchsten Felsen, die abenteuerlichsten Touren, geheimnisvolle Grotten und Höhlen, die imposantesten Burgen und Ruinen. Karsten Krasselt ist IHR Mann für alle Fälle, wenn Sie nicht alleine im sächsischen Nationalpark auf Entdeckungsreise gehen wollen.

Traumhafte Ausflugsziele

Elbbogen bei Rathen (Bild: Karsten Krasselt)

 

Interview mit Karsten Krasselt

 

Was fasziniert dich besonders am Elbsandsteingebirge?

Die schroffen Felsformationen, die vielen kleinen Täler und die tollen Ausblicke. Und die vielen kleinen Wege, oft nah am Abgrund.

 

Wie kommt ein promovierter Chemiker auf die Idee, Wander- bzw. Bergführer zu werden?

Liebe zur Natur & mangelnde Arbeitsmöglichkeiten im Raum Dresden.

 

Was ist deiner Meinung nach das optimale Wetter für Wandertouren?

Eigentlich immer, nur bei Regen oder Schneefall ("Matschwetter") verzichte ich freiwillig, auch weil da der Sandstein zu glitschig wird.

 

Welche Wanderziele würdest du wärmstens empfehlen?

Elbsandsteingebirge, Osterzgebirge (Großraum Altenberg), die Weißeritztäler & den Tharandter Wald, um mal die wichtigsten zu nennen.

 

Kennst du Strecken, die barrierefrei sind, damit auch Menschen mit Handicap in den Genuss kommen, den Nationalpark in Sachsen etwas näher kennenzulernen?

Ja, da gibt es einige, wenn die auch meist nicht so spektakulär sind wie die kleinen Pfade.

 

Musstest du eine Wandertour schon einmal aus diversen Gründen abrechen?

Nein, wirklich abgebrochen habe ich noch keine Tour. Ein- oder zweimal wurde es etwas brenzlig wegen eines aufziehenden Gewitters.

 

Hast du spezielle Wanderstrecken, die außer dir so gut wie kein anderer Wanderer kennt?

Ja, durchaus – aber völlig unbekannt dürfte kein Weg sein. Zumindest innerhalb der "IG Stiegen- und Wanderfreunde" tauschen wir uns ja rege aus.

 

Was hältst du persönlich von Nachtwanderungen?

Die können Spaß machen – im Elbsandstein sollte man sie jedoch wegen der Unfallgefahr auf bekannte Hauptwege beschränken. Habe ich selbst aber noch nicht gemacht.

 

Welche Tipps kannst du Bergsteigern geben, die erstmals im Elbsandsteingebirge sind?

Sich mit den sächsischen Kletterregeln vertraut machen und erst mal an einfachen Kletterwegen ein Gefühl für den Sandstein bekommen. Ein beliebtes Übungsgelände befindet sich im Bielatal.

Der Amselfall (Bild: Karsten Krasselt)

Aussicht "Große Gans" zur Bastei. Felsenburg und Lilienstein (Bild: Karsten Krasselt)

Blick vom Lilienstein (Bild: Karsten Krasselt)

Herkulessäulen - Bielatal (Bild: Karsten Krasselt)

Ich bedanke mich an dieser Stelle bei Karsten Krasselt für das interessante Interview und für die Bereitstellung der fantastischen Fotos, welche diesen Artikel zusätzlich bereichern.

 

 

 

Bildnachweise:

@Kerstin Schuster

@Karsten Krasselt

KreativeSchreibfee, am 21.10.2013
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Bildquelle:
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