Fußschmuck hat lange Tradition

Aus vielen Kulturen ist das Tragen von Schmuck an den Füßen bekannt. Fußringe und Reifen, die in alten Gräbern gefunden wurden, belegen eine lange Tradition des Fußschmucks. Erste Funde stammen aus der Zeit um etwa 800 vor unserer Zeitrechnung und lassen sich dem keltischen Kulturkreis zuordnen. Auch in ägyptischen Pharaonengräbern sind Fußreifen gefunden worden, freilich dann diese aus Gold. Aber auch der Fußschmuck der Kelten und anderer Völker - obgleich der Schmuck aus weniger wertvollen Materialien gefertigt war - wies auf einen gewissen Reichtum hin. Denn auch diese feine Schmiedekunst (nicht nur die Goldschmiedekunst) konnten sich nicht viele Menschen leisten. Außerdem waren massive Ringe und Reifen verbreitet und ein solches Schmuckstück kann seinem Träger das Laufen erschweren. So musste man nicht nur das nötige Kleingeld für einen solchen Schmuck besitzen, sondern zudem auch noch in der Lage sein, nicht körperlich arbeiten zu müssen, damit einen der Schmuck nicht im Alltag behindert

Verschiedene Arten von Fußschmuck

 Da der Fußschmuck bei uns keinerlei kulturelle Geschichte hat, gibt es auch wenig Richtlinien, an die man sich bei der Auswahl der Stücke halten muss. Gleich ist auch, ob es sich beim Träger um einen Mann oder eine Frau handelt. Erlaubt ist, was gefällt - auch wenn er bei uns meistens dezenter ausfällt als in Ländern, wo man ihm eine besondere Bedeutung zumisst und Fußschmuck bei uns (noch) häufiger von Frauen als von Männern getragen wird.

 

  • Fußkettchen werden um den Knöchel getragen und bestehen oft aus Gold oder Silber, wenn es edel aussehen soll. Außerdem gibt es noch die Varianten mit geflochtenen Bändern aus Stoff oder Leder, sowie Ketten, die indianisch anmuten.
  • Fußreifen sind starre Gebilde, die ebenfalls um den Knöchel getragen werden. Im Gegensatz zu den zarten Fußkettchen sind sie aber starr und wirken oft recht massiv. Man trägt sie meist nur, wenn der Reifen der absolute Hingucker in der ganzen persönlichen Erscheinung sein soll und wenn man durch Kombination mit anderen Kleidungsstücken nicht Gefahr läuft, dass er drücken wird, während eine dünne Kette auch mal unter der Jeans verschwinden kann.
  • Zehenringe werden an einem oder auch an mehreren Zehen getragen. Meistens sind sie aus Silber oder anderem Schmuckmaterial - mit oder ohne Steine und Verzierungen. Angepasste Zehenringe werden so getragen, wie man sich auch einen Ring an den Finger stecken würde. Bei vielen Menschen ist der Zeh aber vorne etwas dicker als dort, wo der Ring sitzen sollte und daher werden meist offene Zehenringe angeboten, die eben nicht geschlossen sind und sich nach dem Anlegen einfach passend umbiegen lassen. Eine weitere Möglichkeit sind Zehenringe, die am offenen Stück des Rings einen Gummi haben und man den Ring daher ganz normal anziehen kann.
  • Tattoos sieht man häufig am Fußknöchel. Die Motive sind meistens nur auf der einen Seite des Knöchels, seltener an beiden und noch seltener an anderen Stellen des Fußes.

 

Kulturelle Besonderheiten

  • Lange Tradition besitzt der Fußschmuck in Indien. In die Fußketten sind oft kleine Glöckchen eingearbeitet und derlei außergewöhnlicher Schmuck wird zu besonderen Anlässen getragen wie beispielsweise bei verschiedenen Ritualen und Feierlichkeiten. Im Falle einer Hochzeitsfeier sieht das dann so aus, dass den beiden künftigen Ehepartnern das gleiche Fußkettchen angelegt wird. Im Gegensatz zur Braut legt der Bräutigam das Schmuckstück nach den Feierlichkeiten aber meistens wieder ab. Die Braut behält an beiden Füßen zudem an beiden Füßen einen Zehenring am zweiten Zeh an, als Zeichen dafür, dass sie verheiratet ist.
  • Im islamischen Kulturkreis ist der Fußschmuck ebenfalls häufig anzutreffen. Auch dort sind oft Glöckchen Bestandteil des Schmuckes und Schmuckstücke aller Art sind vor allem bei Bauchtänzerinnen nicht wegzudenken.
Sonja, vor 14 Tagen
0 Kommentare Melde Dich an, um einen Kommentar zu schreiben.


Bildquelle:
Amazon, Produktbild (26 Dinge, die man mit Natron tun kann)

Autor seit 5 Jahren
280 Seiten
Laden ...
Fehler!