Maschinell Übersetzen durch Google

 

Der Google-Übersetzer ist ein kostenloser Übersetzungsdienst, der sofortige Übersetzungen zwischen verschiedenen Sprachen liefert. Es übersetzt Wörter, Sätze und Webseiten zwischen jeder Kombination der derzeit unterstützten 80 Sprachen (Stand: November 2014).

Die Vorteile des Google-Übersetzers liegen somit scheinbar auf der Hand:

  • Er ist kostengünstig – maschinelle Übersetzung ist weitaus günstiger als die Dienste eines menschlichen Übersetzers und ist je nach Übersetzungsdienst sogar kostenfrei.
  • Er ist schnell – für Sofortübersetzungen oder zeitkritische Webinhalte wie Eilmeldungen sind Maschinenübersetzungen schwer zu schlagen.
  • Er wird immer besser – Teams an Wissenschaftlern arbeiten beständig an der Verbesserung der maschinellen Übersetzungstechnik.

Wer jedoch bereits einen maschinell übersetzten Text in der Hand hatte, weiß: Die Nachteile sind ebenso eindeutig.

Nachteile des Google Übersetzers

  •  Fehlende Eingrenzung – Maschinen übersetzen wortwörtlich. Inhalte werden nicht im kulturellen Kontext betrachtet und somit nicht an Besonderheiten der ursprünglichen Bedeutung angepasst.
  •  Fehlende Nuancen – Maschinenübersetzung tut sich mit den subtileren Aspekten von Sprache wie Humor und Metaphorik schwer.
  •  Fehlende Genauigkeit - Spezialbereiche wie die Übersetzung von Rechtstexten bedürfen speziellen Kenntnissen der jeweiligen Fachterminologie.
  •  Fehlender Sprachfluss – maschinell generierte Übersetzung scheint oft sehr ungelenk und konstruiert Sätze, die schwer zu lesen sind.

 

In diesen Bereichen sollte der Google Übersetzer auf keinen Fall angewendet werden

Nichts von alldem mag großen Schaden anrichten, wenn die Qualität des Originaltextes bereits zu wünschen übrig ließ oder kurzlebig war, wie im Fall von Sofortnachrichten. Wenn jedoch viel Zeit darauf verwandt wurde, hochwertige Inhalte zu schaffen – beispielsweise für ein überzeugendes Marketingvideo oder die Übersetzung von Rechtstexten – dann braucht es einen professionellen menschlichen Übersetzer, der Sprache mit Kreativität und Können begegnet und den zugrunde liegenden Absichten des vorliegenden Originalmaterials gerecht wird.

 

Der Unterhaltungswert maschineller Übersetzungen ist oft hoch. Doch in der seriösen Geschäftswelt oder bei juristischen Übersetzungen kann eine fehlerhafte Maschinenübersetzung schwerwiegende Folgen haben: ein beschädigter Ruf, der Verlust von Kunden und ähnliches. In Extremfällen könnten auf eine inkompetente juristische Übersetzung oder falsche Übersetzung von Rechtstexten gar gerichtliche Schritte folgen. Folgende Fragen sollten Sie sich folglich bei der Wahl Ihres Übersetzungsdienstes stellen, wenn Sie Ihre Produkte bewerben möchten oder eine Übersetzung von Rechtstexten benötigen.

Fragen, die man sich vor der Übersetzung stellen sollte

1. Welchen Eindruck gewinnt der Kunde?

Fehlender Sprachfluss und mangelnde Eleganz Ihrer Texte sind wichtige Aspekte für den Eindruck, den ein potentieller Kunde bei seinem ersten Besuch gewinnt. Wortwörtliche Übersetzungen, nicht unternehmenskonforme Formulierungen oder inkorrekte Übersetzungen von Rechtstexten verfehlen unter Garantie ihr Ziel: Kunden zu gewinnen. Das heißt nicht, dass maschinelle Übersetzungen tabu sind, doch es lohnt sich die genaue Analyse: Wie viele Besuche verzeichnen die bisherigen Seiten? Je höher das relative Volumen, desto weniger kommt eine Google-Übersetzung in Frage.

2. Funktioniert es in meinem Bereich?

Einige Sparten wie Marketing oder juristische Übersetzung sind nicht für die Nutzung von Google-Übersetzungen geeignet. Werbematerial ist kreativ, dynamisch und vorausschauend. Maschinenübersetzungen sind logisch, basieren auf Statistiken und kennen keinen Interpretationsspielraum. Die Übersetzung von Rechtstexten hingegen bedarf der Genauigkeit eines professionellen Übersetzers, der sich in Fach und entsprechender Terminologie auskennt. Der Google-Übersetzer "kennt" diese Begrifflichkeiten nicht – eine wortwörtliche Übersetzung von Rechtstexten durch eine Software birgt daher zu viele Gefahren!

 

3. Welchen Effekt hat es auf meine Auffindbarkeit?

Woher kommen Ihre Besucher? Kommen sie hauptsächlich durch Suchportale? In diesem Fall ist eine maschinell generierte Übersetzung nicht für Sie geeignet, denn Sie können Suchanfragen als Methode, Besucher zu gewinnen, nicht ignorieren. Schlüsselwörter müssen sauber recherchiert sein und dürfen nicht von einer Maschine vorgeschlagen sein.

 

Fazit

Es gibt mehrere Vor- und Nachteile für beide Ansätze: den menschlichen Übersetzer und Google-Übersetzungen. Eine gute Mischung beider schafft meist effektive mehrsprachige Webseite, die nicht die Welt kostet. Doch merken Sie sich diese fünf goldenen Regeln, wenn Sie sich das nächste Mal fragen: "Google-Übersetzer oder menschlicher Übersetzer?"

  1. Keine maschinelle Übersetzung ohne Lektor.
  2. Kunden sind wichtiger als das Budget.
  3. Juristische Übersetzungen nie per Google-Übersetzer.
  4. Übersetzungen von Rechtstexten und aus anderen Sparten immer von Experten.
  5. Keine Maschinenübersetzungen auf Seiten, die auf Suchanfragen abzielen.

Und denken Sie daran: Bei der Suche nach einem guten menschlichen Webseitenübersetzer lauern ebenfalls Fallen: 10 Fallen bei der Suche nach dem richtigen Webseitenübersetzer.

Autor seit 2 Jahren
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