Was ist Graviola?
In Deutschland ist die Graviola-Fruc ...

In Deutschland ist die Graviola-Frucht als Stachelannone oder Sauersack bekannt (Bild: Tatiana Gerus)

Seinen Ursprung hat Graviola (Annona muricata) wahrscheinlich in Südamerika und der Karibik. Von dort aus gelangte der Baum, welcher im deutschsprachigen Raum auch unter Namen wie Stachelannone oder Sauersack bekannt ist, im Laufe der Geschichte bis nach Südeuropa (z. B. Israel, Spanien) und sogar Asien. Charakteristisch für die Heilpflanze, die es auf immerhin 8 - 12 m Wuchshöhe bringt, sind neben dem an Lorbeerblätter erinnernden Laub und den gelbgrünen, süßlich duftenden Blüten vor allem ihre Früchte: botanisch gesehen zwar Beeren, jedoch bis zu 4 Kilogramm schwer und auf der Fruchthülle mit Stacheln übersät (siehe Abbildung oben), wobei sich aus diesem Umstand auch der deutsche Trivialname ableitet.

Das gelbliche Fruchtfleisch der Graviola wird als saftig und geschmacklich relativ sauer beschrieben; einzig und allein die schwarzen, im Inneren der Frucht enthaltenen Samen eignen sich aufgrund ihrer Toxizität nicht zum Verzehr. 

Da die Stachelannone im reifen Zustand äußerst empfindlich auf Druck reagiert, gilt sie zwar als transport- und somit auch exportungeeignet, lässt sich jedoch durch die Beschaffenheit des Fruchtfleisches industriell hervorragend weiterverarbeiten.

In Süd- und Lateinamerika erfährt Graviola vielseitige Verwendung, z. B. als Grundmasse für Erfrischungsgetränke, Eiscreme und Marmelade. Auch lässt sich als 'pulpa de guanabana' fertiges Püree im Lebensmittelhandel finden. In Indonesien werden auf Basis der Stachelannone Puddingspeisen (z. B. 'dodol sirsak') und andere Süßwaren hergestellt, wohingegen sich die unreife Variante der Frucht als Gemüse verzehrt auf den Philippinen großer Beliebtheit erfreut. Doch lässt sich nicht nur das Fruchtfleisch der Pflanze sinnvoll verarbeiten: In der Karibik werden die fermentierten Blätter zur Zubereitung diverser Graviola-Tees genutzt.

Kann Graviola Krebs heilen?

In der Medizin der indigenen Bevölkerung wird Graviola eine breite Palette an Wirkungsbereichen zugewiesen. So kommen Teile der Stachelannone bei Pilzinfektionen genauso zur Anwendung wie bei Bluthochdruck, Rheuma, Grippe, Arthritis und Depressionen. Der in den Graviola-Samen enthaltene Wirkstoff Annonacin wird darüber hinaus zur Tötung von Larven der Gelbfiebermütter verwendet, um die Ausbreitung des Dengue-Virus einzudämmen (Quelle). Bedingt durch die Vielzahl von Berichten über die variablen Verwendungsmöglichkeiten der Wunderpflanze aus dem Amazonasbecken, erfreut sich die Riesenbeere seit den 1970er-Jahren auch einem stetig wachsenden Interesse der Pharmakologie. Einen besonders hohen Stellenwert nehmen dabei die Forschungen zur Krebstherapie ein:

  • 1976 hielt das National Cancer Institute der USA (NCI) in einem internen Papier bzgl. Graviola fest: '[…], dass Blätter und Stängel der Pflanze dazu in der Lage sind, bestimmte Krebszellen im Körper zu vernichten.'
  • 1996 befand eine Studie des AgrEvo Research Center, Pikeville, dass eine 'Verbindung, die aus dem Samen der Frucht isoliert wurde, eine 10.000 Mal höhere Wirksamkeit auf Krebszellen hätte als der zur Chemotherapie verwandte Wirkstoff Adriamycin'. (Quelle)
  • Eine 2008 erschienene Publikation des Memorial Sloan-Kettering Cancer Center, New York bestätigte ebenfalls, dass von der Stachelannone eine Anti-Krebs-Wirkung ausgeht. (Quelle)
  • 2011 wies das Department of Food Science and Technology der Virginia Tech eine direkte Verbindung zwischen der Anwendung von Graviola und der Eindämmung des Wachstums menschlicher Brustkrebszellen nach. (Quelle)
  • Auch die Stiftung des Cancer Research UK verweist auf ihrer Internetpräsenz auf diverse Laborstudien, in denen durch Graviola einige Arten von Leber- und Brustkrebszellen, die gegen Chemotherapeutika resistent sind, vernichtet werden konnten. (Quelle)

Anmerkung: Bei den aufgelisteten Publikationen handelt es sich ausschließlich um in vitro-Studien an isolierten Krebs- bzw. Tumorzellen. Untersuchungen bzgl. der krebsheilenden Wirkung von Graviola am lebenden menschlichen Organismus sind noch erforderlich. 

Wo kann man Graviola kaufen?

In Zeiten des Web 2.0 lässt sich Graviola selbstverständlich ganz bequem vom heimischen Computer aus bestellen. In diversen Onlineshops wie z. B. Amazon existiert ein großes Angebot an wirksamen Präparaten: Ob als Graviola-Tee, -Saft, -Kautablette, -Kapsel oder -Fruchtpüree ('Pulpa') - die Wahl der Einnahmeform liegt ganz allein in Ihrer Hand!

Autor seit 2 Jahren
8 Seiten
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