Innere Hämorrhoiden - Bei ihnen handelt es sich um die echte arteriellen Hämorrhoiden

Sie zeigen sich durch hellrotes Blut beim Stuhlgang oder auf dem Toilettenpapier. Durch das Gefühl der unvollständigen Darmentleerung nach dem Stuhlgang oder Fremdkörpergefühl. Nachweisbar sind sie nur durch einen Tastbefund beim Arzt.

Äußere Hämorrhoiden

Die Venensäckchen werden durch Pressen nach außen gedrückt. Sie sind als Knötchen tastbar und auch sichtbar. Es treten Schmerzen, Juckreiz und Brennen auf. Der After nässt, bis hin zur Absonderung einer schleimig-blutigen Sekretion. Im schlimmsten Fall kommt es zu einer kompletten Vorwölbung, die ohne Operation nicht mehr beseitigt werden kann.

Mögliche Ursachen:

  • Zu harter Stuhlgang
  • Zu heftiges Pressen bei der Darmentleerung
  • Pressen bei einer Geburt
  • Bindegewebsschwäche
  • Schwangerschaft
  • Übergewicht
  • Bewegungsmangel
  • Ständiges schweres Heben
  • Ballaststoffarme Ernährung
  • Überwiegend sitzende Tätigkeit
  • Zuviel Nikotin und / oder Alkohol

Viel Obst und Gemüse essen

Vorbeugung

Am besten beugen Sie entzündeten Hämorrhoiden vor, wenn Sie sich gesund und ballaststoffreich ernähren. Viel bewegen und starkes Pressen beim Stuhlgang vermeiden. Warten Sie stattdessen lieber, bis Sie wirklich Stuhldrang verspüren, und gehen Sie dann sofort zur Toilette. Halten Sie den Stuhl nicht zurück, weil es gerade ungünstig ist. Auf der Toilette setzen Sie sich dann möglichst aufrecht hin und atmen tief und gleichmäßig. Achten Sie auf regelmäßigen, weichen Stuhlgang. Also viel Obst und Gemüse essen und viel Wasser trinken (mindestens 2 Liter pro Tag).

Behandlungsmöglichkeiten

Viel Wasser trinkenHat es Sie doch erwischt? Solange es noch erste, leichte Anzeichen sind, achten Sie auf penible Reinlichkeit. Verwenden Sie kein hartes, trockenes Toilettenpapier, sondern weiche, mit Heilpflanzentee getränkte Tücher zum sanften reinigen. Statt sich mit Seife zu waschen, lieber regelmäßig Sitzbäder mit Heilpflanzensud machen. Dazu eignet sich Kamille, Schafgarbe, Ringelblume. Hamamelisblätter, Walnussblätter und Eichenrinde. Bei leichten Beschwerden können Sie sich in der Apotheke rezeptfreie Zäpfchen und Salben holen, die den Juckreiz mildern und die Entzündung bekämpfen.

Zur Unterstützung von innen hat sich Hämorrhoidentee aus einer Mischung von Kamille, Löwenzahn, Fenchel, Faulbaum (gering dosiert!), Hirtentäschel und Schafgarbe bewährt. Er wirkt entzündungshemmend, krampflösend, blutstillend, leicht abführend, tonisiert die Pfortadergefäße und entlastet das Gefäßpolster. Gehen Sie frühzeitig zum Arzt, denn je eher eine geeignete Therapie begonnen werden kann, desto größer sind die Erfolgsaussichten auf schnelle Heilung und umso häufiger kann auf eine Operation verzichtet werden.

Bei chronisch nässenden Hämorrhoiden können Allergien gegen die Salben- oder Zäpfchengrundlage und der Hang zur Ausbildung eines Analekzems vorliegen. Deshalb sollten Sie vor einer längen Anwendung ein Allergietest durchführen lassen.

Bitte beachten Sie, dass dieser Artikel niemals fachlichen Rat – zum Beispiel durch einen Arzt – ersetzen kann.

Quelle:

Praxis-Lehrbuch der modernen Heilpflanzenkunde, Grundlagen, Anwendung, Therapie, Ursel Bühring, Sonntag Verlag Stuttgart, ISBN 978-3-8304-9163-7

Quelle Titelbild: Pixabay

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Ajerrar, am 28.07.2013
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