Spinnennetz

Spinnennetz (Bild: I. Ajerrar)

Spinnen

Spinnen sind Gliederfüßer, zu deren Gattung noch viele weitere Arten gehören, wie Krebse, Asseln, Zecken, Skorpione und Milben. Wenn wir von Spinnen reden, meinen wir in der Regel die Webspinnen und Weberknechte, die sich in unseren Häusern nieder lassen. Viele Menschen entwickeln eine Phobie - die Arachnophobie - gegen Spinnen. Beim Anblick von Spinnen werden sie regelrecht hysterisch. Da die bei uns heimischen Spinnen aber in der Regel den Menschen nicht gefährlich werden können, hat diese Phobie einen wesentlich schädlicheren Einfluss auf die Gesundheit. Es wäre zu überlegen, ob nicht eine Psychotherapie eingeleitet werden sollte, wenn die Angst zu extrem ist. Die Chancen, die Spinnenphobie zu überwinden, stehen sehr gut.

Kreuzspinne (Bild: I. Ajerrar)

Webspinnen

Webspinnen haben kurze, behaarte Beine und einen zweigliedrigen Körperbau. Sie produzieren in ihren Kieferklauen ein Gift, das bei einem Biss die Insekten, die sich in ihrem Spinnennetz verfangen haben, lähmt und tötet. Für den Menschen ist ein Biss dieser normalen Hausspinnen ungefährlich, da die Kieferklauen die Hautschicht des Menschen nicht durchdringen können. Die Spinne wird bei drohender Gefahr normalerweise auch nicht beissen, sondern sich tot stellen. Das befruchtete Ei wird oft von ihr mit getragen, um es vor Fressfeinden zu schützen.

Findet man eine Kreuzspinne im Garten, ist das ein Zeichen dafür, dass das ökologische Gleichgewicht in Ordnung ist.

Spinne (Bild: I. Ajerrar)

Springspinnen

Springspinnen fangen ihre Beute nicht mit einem Netz, sondern springen diese an und lähmen sie mit einem Biss. Sie können zwar auch einen Spinnfaden entwickeln, nutzen diesen jedoch hauptsächlich zum Bau ihres Eikokons und zur Absicherung ihres Sprungs, damit sie daran wieder zu ihrem Ausgangspunkt zurückkehren können.

Weberknecht (Bild: I. Ajerrar)

Weberknechte

Während die Webspinnen Netze spinnen, um lebende Insekten zu fangen und auszusaugen, ernähren sich die Weberknechte hauptsächlich von toten Insekten und Schädlingen. Sie produzieren kein Gift in ihren Kieferklauen. Statt dessen besitzen sie Stinkdrüsen, mit denen Sie bei Gefahr ein Sekret abstoßen, dass sich leicht verflüchtigt und den Angreifer betäubt. Man findet sie am häufigsten im Garten, beziehungsweise im Freien, das eine oder andere Mal aber auch in Kellerräumen. Zu erkennen sind sie leicht an ihren überlangen Beinen und dem einteiligen Körper.

Fazit:

Spinnen vertilgen ein vielfaches an Insekten und Schädlingen. Ohne Sie wäre die Welt weit unangenehmer. Bei genauer Betrachtung ist es also ratsammer, Spinnen nicht mit Fliegenklatsche und Staubsauger zu Leibe zu rücken, sondern dafür zu sorgen, dass sie einen Bereich haben, in dem sie gut leben können. Ein Spinnennetz am Fenster, auf dem Balkon oder der Terrasse ist ein effektiverer Mückenschutz als andere Abwehrmaßnahmen.

Bereiche, in denen Sie keine Spinnen haben möchten, mit einem Putzmittel mit Zitronenduft putzen. Am Fenster einen Topf mit Lavendel oder Minze wird dafür sorgen, dass Spinnen nicht herein kommen. Auch Duftsäckchen mit Lavendel, Zitrusfrüchten oder Pfefferminze halten Spinnen fern.

Sollte doch einmal eine Spinne in der Wohnung sein, töten Sie sie nicht. Nehmen Sie ein Glas und ein Blatt Papier. Stürzen Sie das Glas über die Spinne, schieben das Blatt Papier darunter und setzen Sie die Spinne draußen wieder aus.

 

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Ajerrar, am 23.06.2018
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