Wie einfach ist die Anmeldung bei "Clickworker"?

Die Anmeldung bei "Clickworker" ist unkompliziert. Neben einer E-Mail-Adresse muss man Kontaktdaten wie Name und Anschrift angeben. Damit der Werklohn überwiesen werden kann, muss außerdem - neben steuerlichen Angaben - eine Bankverbindung genannt werden.

Achtung: Bei der Heimarbeit bei "Clickworker" handelt es sich - spätestens, wenn sie auf Dauer ausgeübt wird - um ein Gewerbe. Wer auf der sicheren Seite sein möchte, sollte sich vorher unbedingt beim zuständigen Finanzamt oder der Gewerbebehörde erkundigen. Die Anmeldung eines Gewerbes ("Gewerbeschein") kostet in der Regel zwischen zehn und 65 Euro (!).

Bevor es richtig losgehen kann mit der Heimarbeit bei "Clickworker", muss man sog. Basis-Qualifikationen absolvieren, bei denen allgemeine sprachliche Kenntnisse geprüft werden. Welche Qualifikationen man erwerben muss, hängt von der Art der Aufträge ab, die man später bearbeiten möchte. Am Ende jeder abgeschlossenen "Basis-Qualifikation" bekommt man als Ergebnis einen Wert in Prozent mitgeteilt.

Ich habe die z.T. sehr einfachen Tests "Einstufungstest - Deutsch", "Qualifizierung für Adressrecherche-Projekte" und "Qualifizierung als Korrektor für deutsche Texte" jeweils mit einem Wert von 100 Prozent abgeschlossen.

Die "Qualifizierung als Autor für deutsche Texte bei clickworker.com", bei der man einen Probetext verfassen muss, habe ich mit einem Wert von über 90 Prozent abgeschlossen. Dadurch war ich sofort für sämtliche Aufträge in den verschiedenen Bereichen qualifiziert - v.a. für höher vergütete Text-Aufträge, die einen Wert von mindestens 90 Prozent erfordern. Die Mehrheit der Teilnehmer des Tests für Autoren erreicht dagegen einen Wert von unter 90 Prozent, sodass ihnen zunächst die lukrativeren Text-Aufträge verwehrt bleiben. Jedoch gibt es später die Möglichkeit, sich durch gute Bewertungen "hoch zu arbeiten".

Neben den "Basis-Qualifikationen" gibt es "Projekt-Qualifizierungen", bei denen Fähigkeiten abgeprüft werden, die für die Bearbeitung spezieller Aufträge wichtig sind.

Viele "Mikrojobs" bei "Clickworker" ...

Viele "Mikrojobs" bei "Clickworker" bestehen darin, Texte zu erstellen (Bild: Nathan Copley / pixabay.com)

Wie funktioniert Heimarbeit bei "Clickworker"?

Nach dem Einloggen bei "Clickworker" werden in einer Übersicht alle verfügbaren und ggf. noch zu bearbeitende oder zu verbessernde Aufträge angezeigt. Welche Aufträge zur Verfügung stehen, hängt auch vom eigenen Wert als Autor, Korrektor und Rechercheur ab. Je höher der erforderliche Wert, desto höher ist in der Regel auch die Vergütung. Für jeden "Mikrojob" - Texte erstellen, Texte korrigieren oder Adressen recherchieren - gibt es eine Beschreibung mit z.T. sehr genauen Vorgaben. Hat man sich für einen Auftrag entschieden und die Bearbeitungsmaske aufgerufen, ist der Job für eine bestimmte Zeit reserviert. Der Auftrag muss innerhalb dieser meist recht großzügig bemessenen Zeitspanne erledigt werden. Andere Teilnehmer können denselben Job währenddessen nicht bearbeiten. Es ist jederzeit möglich, aus der Bearbeitung eines Auftrags auszusteigen. Der "Mikrojob" wird dann für andere wieder freigegeben.

Nach dem Einreichen des Textes, der Korrektur oder der Adressrecherche wird die Arbeitsleistung durch zwei Korrektoren - ebenfalls freie Mitarbeiter - geprüft. Bei Beanstandungen kann man Verbesserungen vornehmen, die ebenfalls vergütet werden. Dass eine Arbeitsleistung ohne Vergütung endgültig abgelehnt wird, passiert meiner Einschätzung nach äußerst selten.

Jede Bewertung wirkt sich im Guten wie im Schlechten auf den Wert als Autor, Korrektor oder Rechercheur aus. Durch konstant gute Arbeitsleistungen steigt der jeweilige Wert Schritt für Schritt. Niedrige Werte aus den "Basis-Qualifizierungen" können so ausgeglichen werden.

Der Werklohn für jeden abgeschlossenen "Mikrojob" wird unter der Rubrik "Kontoauszug" aufgelistet. Die Auszahlungsrenze liegt bei zehn Euro. Die Auszahlung erfolgt jeweils am siebten Werktag im Monat für Arbeitsleistungen des Vormonats.

Wie lukrativ ist die Arbeit bei "Clickworker"?

Eines vorweg: Mit Heimarbeit bei "Clickworker" kann man sich mit hohem Aufwand ein gewisses Nebeneinkommen erwirtschaften. Den Lebensunterhalt mit dieser Art von Arbeit zu bestreiten, ist nach meiner Einschätzung völlig unrealistisch. Adressrecherchen und Korrekturen von Texten werden meist nur mit wenigen Cent vergütet. Durchaus lukrativ können Aufträge über das Verfassen von Texten sein, die einen Wert von mindestens 75 oder 90 Prozent voraussetzen. Dazu muss man jedoch zu den Schnellschreibern zählen. Allgemein gilt: Die Arbeit bei "Clickworker" lohnt sich nur dann, wenn man möglichst viele Arbeitsergebnisse in guter Qualität in sehr kurzer Zeit abliefern kann. Andernfalls sinkt der Stundenlohn schnell auf wenige Euro. Auf der Website von "Clickworker" heißt es: "Je nach Qualifikation, Geschwindigkeit, Übung und Konzentration können Stundenlöhne von über 10 € erreicht werden. Wir gehen davon aus, dass ein Clickworker 9,50 € pro Stunde verdient."

Es mag Teilnehmer geben, die es auf einen Stundenlohn von ca. neun Euro bringen. Meine Erfahrung bei "Clickworker" ist eine andere. So kann es durchaus zur Herausforderung werden, einen ansprechenden Text nach genauen Vorgaben mit mindestens 300 Wörtern - vergütet mit drei bis vier Euro - innerhalb einer Stunde zu erstellen. Um einen Stundenlohn von ungefähr neun Euro zu erreichen, sind dagegen drei solcher Texte nötig.

Das Dilemma: Texte müssen einerseits frei von Fehlern und stilistisch ansprechend sein, um keine negative Bewertung des Korrektors zu riskieren. Andererseits kommt es beim Texten auf Schnelligkeit an. Nach meiner Einschätzung habe ich als Anfänger - wegen mangelnder Schnelligkeit beim Schreiben von Texten - z.T. einen Stundenlohn von höchstens drei Euro erreicht. Etwas lukrativer waren kürzere Texte von unter 200 Wörtern Länge, da sich die Aufträge in den inhaltlichen Vorgaben häufig ähnelten. Dadurch war schnelleres Arbeiten möglich.

Ähnlich wie bei Aufträgen, die auf "Textbroker", "Content.de" oder "Independent Publishing" vermittelt werden, sind auch bei "Clickworker" Artikelthema, Keywords und Keyword-Dichte meist sehr genau vorgegeben. Die inhaltliche und gestalterische Freiheit des Autors ist - anders als bei Plattformen wie Pagewizz, Suite101.de oder Newsgrape - somit deutlich eingeschränkt. Dies kann den Schreibprozess deutlich beschleunigen oder auch behindern - je nachdem, welche Art des Schreibens man bevorzugt.

Wie gut ist die Betreuung bei "Clickworker"?

Die Betreuung bei "Clickworker" durch Mitarbeiter des Unternehmens selbst ist stets professionell. Der Kontakt mit Mitarbeitern ist jedoch die Ausnahme. Als Autor hat man es in erster Linie mit Korrektoren zu tun. Diese sind freie Mitarbeiter wie man selbst. Dabei trifft man auf freundliche, kompetente und wohlwollende, teilweise aber auch auf inkompetente, ängstliche oder übermotivierte Korrektoren. Letzteres ist besonders ärgerlich - noch dazu, wenn eine negative Bewertung ungerechtfertigt ist. Schlechte Bewertungen wirken sich unmittelbar auf die eigenen Werte als Autor, Korrektor oder Rechercheur aus. Da heißt es häufig: cool bleiben! 

Wie lautet das Fazit des "Clickworker"-Tests?

Die Vergütung von "Mikrojobs" bei "Clickworker" ist gering. Nur besonders geübte Texter können einen akzeptablen Stundenlohn erreichen. Journalisten und professionelle Autoren gehören offensichtlich nicht zur Zielgruppe von "Clickworker". Wahr ist: Viele Texte, wie sie über "Clickworker" angefordert werden, würden vermutlich zu höheren Preisen gar nicht nachgefragt. Unternehmen profitieren als Kunden von weitgehend fehlerfreien Texten zu geringen Preisen.

Wahr ist aber auch: Unter den einfacheren "Mikrojobs" finden sich vereinzelt auch Aufträge über die Erstellung längerer Texte, für die anderswo möglicherweise zwei- oder sogar dreistellige Euro-Beträge gezahlt würden. Bei "Clickworker" werden solche Texte dagegen nur mit wenigen Euro vergütet. Besonders bedauerlich wäre es, wenn sich die geringe Vergütung im Bereich des Crowdsourcing langfristig auch negativ auf die Preise von Texten professioneller Autoren auswirkt.

Dennoch hat Heimarbeit bei "Clickworker" einen klaren Vorteil: die Flexibilität. Wer schnell einmal ein paar Euro hinzuverdienen möchte, aber wenig mobil ist - z.B. Eltern in der Babypause -, kann durchaus in gewissem Rahmen von der Arbeit bei "Clickworker" profitieren. Als regelmäßig und auf Dauer ausgeübter Nebenjob ist Heimarbeit bei "Clickworker" wenig empfehlenswert.

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Titelbild (Mann mit Notebook): PublicDomainPictures / pixabay.com; Bild im Text (Schreibmaschine): Nathan Copley / pixabay.com

Haftungsausschluss: Dieser Artikel enthält nur allgemeine Informationen (Stand: 18.10.2012). Er kann einen professionellen fachlichen Rat – z.B. durch einen Rechtsanwalt – nicht ersetzen. Sollte dieser Artikel trotz sorgfältiger Recherche falsche oder unvollständige Informationen enthalten, lassen sich daraus keine rechtlichen Ansprüche geltend machen.

Autor seit 5 Jahren
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