Die Zubereitung eines Quarkölteiges ist recht schnell und einfach

Die verschiedenen Variationen ergeben eine bunte Palette an Gebäcken, die besonders geeignet sind, wenn jemand mit einem Hefeteig ein bißchen auf Kriegsfuß steht oder wenig Zeit zum Backen hat. Ein Quarkölteig muss nicht aufgehen wie ein Hefeteig und kann sofort verarbeitet werden.

Bei der Zubereitung eines Quarkölteiges kann Weizenmehl völlig unproblematisch durch Dinkelmehl ersetzt werden. Bei süßen Gebäcken ist ein Dinkelauszugsmehl mit der Typenbezeichnung 630 genau so geeignet wie ein Weizenmehl mit der Bezeichnung 405 oder 550. Möchte man ein etwas herzhafters Gebäck herstellen, findet ein Dinkelmehl mit der Typenbezeichnung 812 oder 1050 eine ideale Verwendung.

 

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Was ist das Besondere am Dinkelmehl?

Dinkelmehl wird auch als Urform des Weizenmehles bezeichnet. Es hat mehr Mineralstoffe und Spurenelemente als die Weizenformen, die heute hauptsächlich angebaut werden. Dinkelmehl enthält auch mehr Klebereiweiß als Weizenmehl und dadurch hat es bessere Backeigenschaften. Während eines Backvorganges entstehen Luftblasen, die durch das Aufgehen von Hefe oder die Wirkung von Backpulver entstehen. Das Klebereiweiß gerinnt durch die Hitze beim Backen. Dadurch wird Luft eingeschlossen und das Gebäck wird locker. Ohne Klebereiweiß wäre es nicht möglich, feine Backwaren wie Torten oder Weißbrot herzustellen.

Menschen mit Allergien gegen Weizenmehl sollten abklären lassen, ob das Klebereiweiß ungünstige Aluswirkungen hat. Wenn ja, dann sollte auch das Dinkelmehl gemieden werden.

Grundrezept eines süßen Quarkölteiges mit Dinkelauszugsmehl (Type 630)

Zutaten für 12 Portionen:

180g Magerquark ***70-80g Zucker ***6 EL (ca. 75 ml) Magermilch***6 EL (ca. 75 ml) Öl ***1 Prise Salz***300g Dinkelmehl (Type 630) • 1 Päckchen Backpulver oder 2 Teelöffel Natron

Zubereitungszeit 10 min - Gesamtzeit 40 min:

Der Magerquark wird mit allen anderen Zutaten vermischt und von Hand oder mit einer Küchenmaschine zu einer Teigkugel verknetet. Ist der Teig zu klebrig, kann etwas Mehl zugegeben werden. Gerät der Teig zu trocken, wird etwas Milch untergeknetet. Ein Gebäck aus Quarklölteig wird bei circa 180 Celsius etwa 20 bis 30 Minuten gebacken.

Mehl selber mahlen - Mit der richtigen Mühle kein Problem

Pizza und Zwiebelkuchen aus Dinkelmehl - Kein Problem mit einem abgewandeltem Rezept

Im Wesentlichen sind die Mengenverhältnisse so wie im oben beschriebenen Grundrezept. Der Teig reicht zum Ausrollen auf einem Backblech.

Allerdings müssen ein paar Kleinigkeiten beachtet werden. Natürlich darf kein Zucker in den Teig.

Um einen höheren Sättigungswert zu erzielen, ist es ratsam, ein Mehl mit einer höheren Typenbezeichnung zu wählen. Auch ein Dinkelvollkornmehl ist bestens geeignet. Bei der Verwendung eines Vollkornmehles muss die Zugabe von Öl und Milch erhöht werden. Statt je 75ml werden hierbei etwa 100ml benötigt, da das Vollkornmehl Flüssigkeit aufnimmt und aufquillt. Für eine Pizza ist Ölivenöl sehr gut geeignet. Es bringt einen feinen Geschmack in den Teig und enthält viele ungesättigte Fettsäuren. Dieser Teig enthält weniger Kohlenhydrate, weil kein Zucker enthalten ist. Allerdings ist er dafür etwas fetter, denn in einem Vollkornmehl sind die Keimlinge eines Getreidekornes mit enthalten und diese sind fetthaltig.

 

 

Der Zwiebelkuchenbelag - Schnell, einfach und lecker

Für einen Zwiebelkuchenbelag braucht man etwa 500g Zwiebeln, und wer möchte, kann auch etwas Speck - etwa 150g - mitverwenden.

Die Zwiebeln werden geschält, in Ringe geschnitten und mit Salz und Pfeffer glasig gedünstet. Der Speck wird ausgelassen. Anschließend wird beides auf dem Teigboden verteilt. Für den Guss kann man Sauerrahm, Schmand oder auch Joghurt verwenden (etwa 250g). Wichtig ist es, 1-2 Eier mit dem gewünschten Milchprodukt zu vermischen, damit die Masse beim Backen stockt. Zum Schluß mit Salz, Pfeffer und einer Prise Muskat abschmecken, auf den Zwiebeln verteilen und 25- 30 Minuten bei etwa 180° C backen.

 

Tipp: Statt der Zwiebeln kann auch Lauch verwendet werden. Dieser wird gewaschen, zerkleinert und ebenfalls angedünstet, und dann wie der Zwiebelbelag weiterverarbeitet.

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