Sehenswürdigkeiten in der schönen Stadt

Die Stadt im "Beautiful British Columbia" - wie es so schön auf den Autonummernschildern heißt - bietet seinen Besuchern eine Menge. Um sich im wahrsten Sinne des Wortes gleich einen Überblick zu verschaffen, sollte man einen Besuch auf dem Vancouver Lookout im Harbour Center einplanen. Für einen geringen Betrag - im Vergleich zu New York und anderen großen Städten - kann man den Turm beliebig oft am bezahlten Tag rauf fahren. Eine zweite Fahrt am Abend in der Dunkelheit macht sich mehr als bezahlt.

Von dort aus kann man zum beliebten Stadtviertel Gastown laufen, durch den vorherrschenden viktorianischen Baustil hebt es sich von anderen Stadteilen deutlich ab. In diesem schönen Teil der Stadt haben sich zahlreiche Boutiquen und Souvenirshops angesiedelt und die bekannte Steam Clock steht dort. Die erste mit dampfbetriebene Uhr wurde 1977 eingeweiht und sollte den Dampf aus den Untergrundleitungen ableiten, die zur Beheizung der Gebäude benutzt wurden.

Für Freunde von Ausstellungen lohnt sich ein Gang zum Canada Place, der Vancouver Art Gallery und zur Science World, welches durch die ungewöhnliche Bauart und die Beleuchtung auffällt, zum Beispiel wurde es zu Halloween in Orange und Grün beleuchtet und wirkte damit wie ein riesiger Kürbis.

Im Vancouver Aquarium lassen sich Delfine, Haie, Seehunde und vieles mehr bestaunen. Das Aquarium befindet sich im Stanley Park. Dieser ist so groß wie die Innenstadt Vancouvers selber (404 Hektar). Ein beliebtes Fotomotiv sind die großen bemalten Totempfähle. Bei einem Spaziergang am Wasser trifft man auf das "Girl In Wetsuit". Die Statue einer Frau auf einem riesigen Stein, mit Flossen und Tauchbrille sitzt sie dort und symbolisiert die Abhängigkeit der Stadt ans Meer.

Auf Granville Island lässt sich herrlich shoppen und dinieren. Es gibt kleine Boutiquen, Kunstgalerien und Restaurants. Da es am False Creek liegt, hat man einen schönen Blick aufs Wasser, während man sein nobles Fischgericht im Restaurant oder frisches Obst vom Markt auf dem Steg verputzt. Die kleine Insel ist nicht weit entfernt von der Innenstadt und wer mag, nutzt den Seabus als lustige Alternative zum Bus.

Vancouver im Westen Kanadas - Nah zur US-amerikanischen Grenze

Wie lässt sich die Zeit am besten vertreiben?

Vancouver lässt Naturverbundenen, Kunstliebhabern und Sportskanonen das Herz höher schlagen.

Neben vielen Ausstellungen gibt es unzählige Veranstaltungen, unter anderem: International Film Festival, International Jazz Festival und Bard on the Beach (Theaterstücke von William Shakespeare) im Sommer und das Festival of Lights im Winter (VanDusen Botanical Garden). Am 1. Juli ist Canada Day und dieser wird groß mit Paraden und Feuerwerken gefeiert.

Der Stanley Park lässt sich auf viele Wege erkunden: Durch Trails mitten durch den Park, zum Beispiel zur Lost Lagoon, oder einmal um den ganzen Park herum auf der Seawall. Zu Fuß, auf dem Fahrrad oder mit Inlinern, ob mit Hund, Partner oder joggend alleine, diese spannende Tour sollte man sich nicht entgehen lassen.

Weitere beliebte Aktivitäten sind Ausflüge zur Suspension Bridge (Hängebrücke), davon gibt es gleich zwei. Bei einer - der größeren - muss Eintritt gezahlt werden, die andere ist kostenlos, aber ebenso sehenswert. Es gibt verschieden Sightseeing-Touren mit der Möglichkeit zum Hop-On/Hop-Off, man kann Kanu fahren, ein Eishockey-Spiel oder einen der vielen schönen Parks besuchen.

Vancouver wäre nicht Vancouver, wenn es neben dem Wasser nicht noch die fantastische Berglandschaft geben würde. Der Besucher hat gleich drei Berge zur Auswahl: Cypress, Grouse und Seymour. Auf allen lässt sich nach Belieben Ski fahren, snowboarden oder hiken (=wandern) gehen. Alle Berge finden sich in North Vancouver, leicht zu erreichen über den Seabus oder mit Bus, dabei muss jedoch ein längerer Weg in Kauf genommen werden. Alle Skiresorts bieten in der Saison Shuttlebusse (gegen Entgelt) an. Selbst als Nicht-Wintersportler sollte man den Weg auf den Berg wagen, der Ausblick ist atemberaubend.

The Steam Clock at Night on Water Street, Gastown, Vancouver, British Columbia, Canada (Bild: Christian Kober / AllPosters)

Abwechslung pur!

Über 40% der Bevölkerung in Vancouver ist asiatisch-stämmig. Demnach verwundert es nicht, dass es Sushi an fast jeder Ecke gibt. Wer es noch nicht probiert hat, sollte sich trauen, es gibt sogar Sushi ohne Fisch! Und es ist viel preisgünstiger als in Deutschland, "All-you-can-eat" Angebote sind keine Seltenheit.

Andernfalls kann man auch auf eines der thailändischen, mongolischen oder indischen Restaurants ausweichen.

Wer es es gerne amerikanisch hat, findet sehr schnell einen Burgerladen oder kauft sich ein Stück Pizza in einem der vielen Pizzashops. Die Deutschen trinken bekanntlich gerne Kaffee, in Vancouver kommt man da nicht zu kurz. In der Innenstadt findet sich an jeder zweiten Ecke ein Kaffeehaus von großen Ketten, doch in der umliegenden Gegend finden sich ebenfalls kleine, gemütlich oder szenische Cafés. Hier und da gibt es einen Irischen Pub oder einen Imbiss, der sich auf Burritos spezialisiert hat. Wirklich "kanadische Gerichte" gibt es kaum. Eine bekannte Spezialität ist die Poutine. Sie besteht aus Pommes Frites überstreut mit Käse und wird dann mit (Braten-)Sauce übergossen. Davon gibt es zahlreiche Varianten, z. B. mit Fleisch oder Gemüsevariationen.

Das hierzulande aufkommende Szenegetränk Bubble Tea - ursprünglich aus Taiwan - gehört dort bereits zum Alltagsbild. Bubble Tea besteht aus Milch, gekochtem Tee und Süßmitteln.

Für alle Bierliebhaber ist Vorsicht geboten, es ist geschmacklich kein Vergleich zum deutschen Bier. Aber bekanntlich geht probieren über studieren.

Unterkünfte in Vancouver

Vancouver hat sich auf die Touristen und Backpacker aus aller Welt eingestellt. Je nach Geldbeutel kann man in einem Hostel oder einem Luxushotel unterkommen. Auch hier gilt, dass es teuerer wird, je zentraler die Lage ist. 

Ob in einer konventionellen Unterkunft, im Zelt oder mit Auto erkundet: Vancouver ist nicht nur wegen der vielen Möglichkeiten, sondern auch wegen der vielen herzlichen und offenen Menschen eine Reise wert.

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