Flug nach MiamiMitte Januar war es endlich soweit. Mit dem eigenen PKW fuhren wir von Münster nach Amsterdam. Von Schiphol aus wollten wir mit der niederländischen Fluggesellschaft Martinair nach Miami fliegen. Auf dem Flughafenparkplatz halfen wir dann erstmal einem niederländischen Pärchen, dessen Auto nach dem Urlaub nicht mehr anspringen wollte. Als wir dann endlich im Terminal angekommen waren, gehörten wir zu den letzten Passagieren am Check-In. Es gab nicht einmal mehr zwei Sitzplätze nebeneinander. Nach kurzem Überlegen entschieden wir uns für ein Upgrade. So hatten wir wenigstens ordentliche Sitze und etwas mehr Beinfreiheit. Andere Passagiere entschieden sich noch während des Fluges für diesen Schritt. Es war wohl sehr eng. Heute bietet Martinair übrigens nur noch Frachtflüge an.

Zehneinhalb Stunden später landeten wir planmäßig in Miami. Als wir auf den Shuttlebus zum Hotel warteten, kamen wir in unseren Wintersachen ganz schön ins Schwitzen. In Miami war es auch um 20 Uhr Ortszeit noch ca. 25 Grad warm. Die Nacht verbrachten wir im nahegelegenen Sofitel Miami Airport. Eine gute Wahl. Aber für eine Nacht kann man ja ohnehin nicht soviel falsch machen. Am nächsten Morgen ging es mit dem Shuttle zurück zum Flughafen. Wir wollten mit dem Zug (Tri-Rail) nach Fort Lauderdale fahren. Das klappte wunderbar und kostete nicht einmal vier Dollars pro Person. An der Station Fort Lauderdale/ Hollywood International Airport stiegen wir aus und ließen uns mit dem Taxi zum Kreuzfahrtschiff fahren. Port Everglades lag unmittelbar auf der anderen Seite der Autobahn. Eine Stunde waren wir an Bord der Costa Mediterranea. Die Karibik Kreuzfahrt konnte beginnen. Bis zum Auslaufen gab noch allerhand zu tun. Die deutschsprachige Hostess hatte zu einer Informationsveranstaltung geladen und auch die Seenot-Übung stand noch auf dem Programm. Ab 17 Uhr verließ nach ein Kreuzfahrtschiff nach dem anderen den riesigen Hafen von Port Everglades.

Seetage und Puerto Rico

Auf dem Weg nach Puerto RicoDer erste Tag unserer Karibik Kreuzfahrt mit Costa Kreuzfahrten war ein Seetag. So konnten wir erstmal ausschlafen und uns in Ruhe umsehen. Nachdem wir um elf Uhr immer noch nicht aufgestanden waren, fragte die Rezeption bereits, ob alles in Ordnung ist. Aber wir waren nur müde. Die lange Anreise ist doch ganz schön stressig.

Am Nachmittag des zweiten Tages erreichte die Costa Mediterranea dann San Juan auf Puerto Rico. Wir hatten uns morgens am Pool trotz aller Vorsicht einen leichten Sonnenbrand zugezogen und waren froh, dass der Landausflug in der Dunkelheit stattfinden sollte. Wir hatten uns für eine Kajak-Tour in einer Biolumineszenz Bucht entschieden. Mit dem Bus ging es nach Fajardo an der Ostküste von Puerto Rico. Hier bestiegen wir unsere Kajaks und paddelten durch stockfinstere Mangroven bis wir eine freie Fläche erreichten. Im Wasser leuchtete es bei jeder Bewegung mit der Hand oder dem Paddel. Winzige einzellige Algen erzeugten ein blau grünes Licht. Um uns herum war es Stockfinster. Ein wirklich außergewöhnliches Erlebnis.

St. Thomas und Catalina Island

Isla CatalinaAls wir am nächsten Morgen aus dem Fenster sahen, lagen vor uns die grünen Hügel von St. Thomas im hellen Sonnenlicht. Zusammen mit den weißen Häusern bot sich ein sehr schöner Anblick. Wir hatten uns mit einem einheimischen Reiseführer verabredet. Mit Godfrey wollten wir einen ganztägigen Ausflug machen. Zuerst standen zwei Stunden in Charlotte Amalie auf dem Programm. Die niedliche Hauptstadt von St. Thomas ist nach einer dänischen Königin benannt. Die heutigen US Virgin Islands waren früher dänisch. Heute ist Charlotte Amalie ein sehr attraktives Shoppingparadies. Viele der alten Lagerhäuser wurden liebevoll renoviert. Die Geschäfte interessierten uns weniger und so bummelten wir einfach ein wenig durch die Gassen. Dann fuhren wir mit Godfrey ein wenig über die Insel. Schließlich verbrachten wir noch einige Stunden am schönen Coki Beach, bevor wir mit Godfrey zurück zur Costa Mediterranea fuhren. Offenbar hatten wir die Hauptverkehrszeit erwischt. Jedenfalls erreichten wir die Costa Mediterranea so gerade noch. Das ist der Nachteil, wenn man Landausflüge in Eigenregie plant. Trotzdem können wir Godfrey wirklich empfehlen.

Am vierten Tag unserer Karibik Kreuzfahrt lag die Costa Mediterranea vor der kleinen Insel Isla Catalina. Diese befindet sich unmittelbar vor der Küste der Dominikanischen Republik in der Nähe von La Romana. Die Isla Catalina ist ein Strandparadies. Hier kann man wunderbar schwimmen und allerlei Wassersport treiben. Mittags kam eine Kochbrigade vom Schiff und es gab ein leckeres Mittagessen. Der faule Strandtag gehörte zu den schönsten auf unserer Karibik Kreuzfahrt. Das Wetter war herrlich wie eigentlich während der gesamten Reise. Die Monate Januar bis März sind einfach die besten Monate für eine Karibik Kreuzfahrt.

Seetag und Nassau (Bahamas)

Atlantis ResortDen fünften Tag unserer Karibik Kreuzfahrt verbrachten wir auf See. Viele Kreuzfahrtanfänger suchen nach Kreuzfahrten mit wenigen Seetagen. Aber je mehr Kreuzfahrten man gemacht hat, desto mehr lernt man diese schönen Tage auf See zu schätzen. Bei einem Strandurlaub im Hotel macht man ja auch nicht täglich einen Ausflug.

Am sechsten Tag stand wieder ein Landausflug auf dem Programm. Nassau konnte man schon von weitem erkennen Das gigantische Atlantis Resort auf Paradise Island sahen wir bereits einige Stunden vor unserer Ankunft im Hafen. Nassau auf den Bahamas ist eines der meistbesuchten Ziele von Karibik Kreuzfahrten. Als wir eintrafen, lagen bereits fünf Kreuzfahrtschiffe im Hafen. Die Costa Mediterranea drehte sich auf Höhe des Hilton Colonial Hotels einmal um die eigene Achse und parkte locker rückwärts ein. Ein tolles Manöver. Leider hatten wir uns mit unserem Landausflug ein wenig vergriffen. Nach den guten Erfahrungen auf Catalina Island hatten wir einen Ausflug nach Pearl Island gebucht. Das können wir jedoch nicht empfehlen. Auch wenn die Bootsfahrt sehr schön war.

Als wir am nächsten Tag wieder in Port Everglades angekommen waren, hatten wir bereits die Hälfte unserer Karibik Kreuzfahrt hinter uns. Wir wollten etwas von Fort Lauderdale sehen. Aber es war Sonntag und alles war geschlossen. Aber Fort Lauderdale ist ein ganz schmuckes Städtchen. Eine Wasserstadt mit vielen Kanälen und privaten Jachten. Und mit einem sehr schönen Strand.

Key West und Grand Cayman

Costa MediterraneaAbends fuhren wir die Küste von Florida vorbei in Richtung. Ziel der Costa Mediterranea war Key West, das wir am nächsten morgen erreicht hatten. Wir hatten uns im Internet über eine Rundfahrt mit dem Conch Tour Train informiert. Das ist durchaus empfehlenswert, wenn man einen Überblick bekommen möchte. Key West und insbesondere die Häuser sind wirklich wunderschön. Wir sahen Hemingways Haus, Sloppy Joe's Bar, Southernmost Point und einige andere Sehenswürdigkeiten. Später schlenderten wir dann einfach ein wenig durch die Strassen rund um den Mallory Square und besuchten das Key West Aquarium.

Am nächsten Tag hatten wir dann wieder einen dieser wunderbaren Seetage. Auf dieser Karibik Kreuzfahrt war das Wetter immer schön. Vielleicht eine Gelegenheit, ein wenig über das Kreuzfahrtschiff zu schreiben. Die Costa Mediterranea ist ein – wie wir finden – auch optisch sehr ansprechendes Kreuzfahrtschiff. Es gibt einen wunderschönes Pooldeck am Heck und noch zwei weitere in der Schiffsmitte. An Deck ist viel Platz und wir hatten während der gesamten Karibik Kreuzfahrt nie Probleme einen Liegestuhl zu finden. Im vorderen Bereich gab es einen hellen und sehr gut eingerichteten Fitness- und Wellnessbereich. Man kann ein wenig auf dem Laufband joggen und dabei in Fahrtrichtung über die Karibische See schauen. Das italienische Essen war sehr lecker. Das Frühstück und Mittagessen haben wir im Buffetrestaurant genossen und zum Abendessen ging es dann in das elegante Ristorante degli Argentieri. An Bord waren überwiegend Amerikaner. Aber wir Deutsche stellten ebenfalls eine sehr große Gruppe. Zwei deutschsprachige Hostessen standen für alle Frage rund um die Kreuzfahrt bereit.

Am nächsten Tag lagen wir auf der Reede von Grand Cayman. Mit dem Tenderboot ging es an Land. Die Hauptstadt Georgetown ist auch wegen der zahlreichen Banken bekannt. Die Cayman Islands sind als Steuerparadies in der ganzen Welt bekannt. Zu den wichtigsten Highlights gehören der traumhafte Seven Mile Beach und die Stachelrochenstadt Stingray City. Letztere wollten wir uns nicht entgehen lassen und hatten deshalb über das Internet einen Ausflug bei Captain Marvin gebucht. Stingray City ist eine Sandbank ziemlich weit draußen in der Karibischen See. In den seichten Gewässern haben die Fischer jahrzehntelang Ihren Fang geputzt und damit die Stachelrochen angelockt. Die Tiere kommen freiwillig und schwimmen direkt auf die Menschen zu. Sie lassen sich streicheln und sogar aus dem Wasser heben. Wie gesagt, man ist ziemlich weit draußen in der Nähe der Riffkante. Die Tiere könnten also nach dem Futter schnappen und wieder verschwinden. Aber offenbar haben die Rochen Freude am Kontakt mit den Menschen. Stachelrochen sind durchaus wehrhafte Tiere. Aber wir haben nie von einem Zwischenfall gehört. Ein wirklich unglaubliches Erlebnis.

Roatan und Cozumel

TulumDie letzten beiden Ziele unserer Karibik Kreuzfahrt lagen in Mittelamerika. Zuerst besuchten wir die Insel Roatan, die unmittelbar vor der Küste von Honduras liegt. Roatan ist recht große und komplett von einem Korallenriff umschlossen. Taucher kommen hier ebenso auf ihre Kosten wie Sonnenanbeter und Schnorchler. Wir verbrachten ein paar schöne Stunden am Tabiana Beach.

Am nächsten Tag erreichten wir die mexikanische Insel Cozumel, die wir allerdings nie betraten. Direkt vom Kreuzfahrtschiff ging es auf die Schnellfähre nach Puerto del Carmen. Wir hatten einen Ausflug zur Maya Stadt Tulum gebucht. Diese einzige bedeutende Maya Stadt direkt am Meer ist etwa eine Autostunde von Puerto del Carmen entfernt auf der Halbinsel Yucatan. Unser Reiseführer war ein in Mexiko lebender Deutscher, der einiges über die Gebäude, die Lebensweise und die Kultur der Maya zu berichten wusste. Ansonsten, war Tulum von mäßigem Interesse. Wer sich nicht für die doch sehr fremde Kultur der Maya begeistern kann, kann genauso gut auf Cozumel bleiben.

Seetag und Heimreise

Der letzte Tag unserer Karibik Kreuzfahrt mit Costa Kreuzfahrt war wieder ein Seetag. Wir genossen noch mal die Annehmlichkeiten der Costa Mediterranea und das herrlich Wetter in der Karibik. Am nächsten Morgen lagen wir wieder in Port Everglades. Mit dem Shuttlebus der Reederei ging es zurück zum Miami International Airport. Nachts waren wir dann wieder in Amsterdam. Trotz einer eisigen Kälte sprang unser Auto zum Glück sofort an. Da hatten wir etwas mehr Glück als das holländische Pärchen wegen dem wir auf der Hinreise fast das Flugzeug verpasst hätten. Alles Karibik Kreuzfahrten von Costa Kreuzfahrten finden Sie auf dieser Webseite.

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