Der Gründer

Johannes Leon Dehon wird am 14.03.1843 geboren. Seine Eltern leben in La Capelle, einer kleinen Gemeinde Frankreichs. Sie sind wohlhabend. Leons Intelligenz und guter Charakter sind eine gute Basis für seine spätere Berufung. Seine Mutter vermittelt ihm früh geistige Werte. Mit 13 Jahren spürt er seine Berufung. Doch sein Vater hat andere Pläne mit ihm.

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Leon erwirbt das Abitur. Er folgt dem Wunsch seines Vaters und studiert Jura an der Sorbonne in Paris. Das Studium schließt er mit 21 Jahren ab. Er reist nach Rom und lernt Papst Pius IX persönlich kennen. Seinen Wunsch, Priester zu werden, kann er nicht länger unterdrücken. In Rom studiert er Theologie. Der intelligente Student erwirbt zusätzlich den Doktortitel in Philosophie, Theologie und Kirchenrecht. 1868 ist er Priester. Jetzt kehrt er nach Frankreich zurück. Im deutsch-französischen Krieg kümmert er sich um Soldaten. Danach arbeitet er 9 Jahre in seiner ersten Pfarrstelle St. Quentin. Geschockt ist er von der materiellen und spirituellen Not der Arbeiter. Die Zeit der Industrialisierung verschlechtert auch in seiner Diözese die Lebensumstände der Arbeiterschaft. Leon greift ein: Ein Kinderhaus entsteht, ein Arbeiterhaus und eine Zeitung. Gleichzeitig möchte er den Menschen die Liebe Gottes zeigen. Leon sammelt Spenden, reibt sich auf. Seine eigene religiöse Entwicklung leidet. Da kommt ihm ein guter Gedanke: Eine neue Ordensgemeinschaft wäre in der Lage Spiritualität mit Bildung und tatkräftiger Hilfe zu verbinden. 1878 gründet Leon seine neue Gemeinschaft und nennt sie "Herz-Jesu-Priester”.

Von Anfang an kämpft Leon um den Erhalt seiner Gemeinschaft. Seine Mitbrüder und er sind vielen Anfeindungen ausgesetzt. 1888 entsendet er erste Missionare. Sie leben im Kongo, in Brasilien, Ecuador, Finnland, Südafrika und Kamerun mit den Menschen. Leon stirbt 1925 mit 82 Jahren. Seine Ordensbrüder führen sein Werk fort - bis heute.

Die Nachfolger

Die besondere Gabe der Herz-Jesu-Priester - auch Dehonianer genannt - ist die Liebe zum Herzen Jesu. Sie verbinden diese Zuneigung mit praktischer Arbeit. Pater und Brüder wirken in der Seelsorge, als Lehrer und Erzieher, in der Erwachsenenbildung und als Betreuer von Exerzitien (geistlichen Übungen). Ein wichtiger Schwerpunkt ist die Mission. Auch Sozialarbeit und Schriften-Apostolat sind ihre Aufgabenbereiche.

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In Deutschland sind zur Zeit ca. 50 Brüder an 6 Standorten tätig. Sie stammen aus Deutschland, Brasilien, Italien, Polen und Moldawien. Seit 2015 leitet Pater Heinz Lau den Orden in Deutschland. Unterstützt wird er von einem Provinzrat. Generaloberer des Ordens ist seit 2015 Pater Heiner Wilmer SCJ. Die Generalleitung befindet sich in Rom.

Die Zukunft gestalten

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Eine moderne und partnerschaftliche Führung zeichnen die Herz-Jesu-Priester und -Brüder aus. Auch in Zukunft möchten sie für die Menschen da sein. Der Orden ist für finanzielle Zuwendungen dankbar. Die Mittel werden unter anderem eingesetzt für den Brunnen-Bau in Kamerun, Suppenküchen in Moldawien oder Bildungsprojekte in Vietnam. Der Orden engagiert sich besonders bei der Ausbildung neuer Priester und Brüder. Aktuelle gesellschaftliche Herausforderungen sieht er als Ansporn und Aufgabe zugleich. Getragen vom Glauben blickt er zuversichtlich in die Zukunft. 

Autor seit 1 Monat
15 Seiten
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