Woher kommt der Kopfsalat?

Der Kopfsalat, wie wir ihn heute kennen, ist historisch gesehen eigentlich ein Neuling. Sein Vorfahr ist der aus dem Kaukasus stammende wilde Lattich. Schon die alten Ägypter, Perser, Griechen und Römer liebten das grüne Blattgemüse. Neben Anbrosia und Nektar war der Salat die dritte Götterspeise, die der Sage nach im Olymp serviert wurde.

Kaiser Diokletian ließ in Garten seines Palastes in Split  große Salatbeete anlegen. Tacitus hielt den Salat in Ehren, weil er meinte seine Schlaflosigkeit damit bekämpfen zu können. Damit hatte er nicht ganz Unrecht, denn der weißig, milchige Saft des Salates enthält einen Wirkstoff, der in Verwandschaft zum Opium steht.
frischer KopfsalatDer Kopfsalat (lat. lactuca sativa var. capitata) selber ist eine Züchtung der Neuzeit. Wahrscheinlich wurde er erstmals in Italien kultiviert. Der Schriftsteler Rabelais brachte ihn 1537 nach Frankreich. Erste Abbildungen des Gemüses finden sich in botanischen Handbüchern des frühen 17. Jahrhunderts. Dei ein- bis zweijährige Planzen hat hell- bis dunkelgrüne Blätter, die sich überlappend, rossettenförmig um die Stammachse anordnen. Es gibt aber auch gelbliche und rosafarbene Varianten.

Wie kauft und lagert man den Kopfsalat?

Der Kopfsalat kann im Freiland ab März angebaut werden, da die Planze geringen Frost leicht übersteht. Je nach Temperatur und Wetter kann man nach ca. drei bis vier Monaten ernten. Daher gibt es frische heimische Freilandsalate nur von Mai bis Ende Oktober. Salate aus dem Supermarkt werden heute aber in der Regel in Gewächshäusern gezogen und sind so das ganze Jahr über im Angebot. Freilandsalate haben dickere, festere Köpfe und sind geschmacks-intensiver. Nicht mehr frischer Kopfsalat fällt sofort durch seine matt herab hängenden Außenblätter auf. Ein guter Salat sollte beim Kauf auf leichten Druck von außen nicht lasch nachgeben.

Um die im Kopfsalat enthaltenen Mineralstoffe Calcium, Phosphor und Eisen nicht zu gefährden sollte man ihn möglichst frisch verarbeiten. Gut gekühlt und abgedunkelt lässt er sich aber ca. anderthalb Wochen lang lagern. Viele schwören darauf, dass Kopfsalat länger frisch bleibt, wenn er in Zeitungspapier eingepackt wird.

Wie bereitet man einen Kopfsalat zu?

Wenn die äußeren Blätter unansehlich,beschädigt oder schon etwas schlaff sind, entfernt man diese. Die knackig frischen Salatblätter trennt man vorsichtig vom Strunk ab, teilt sie mit der Hand in mundgerechte Stücke und wäscht sie gründlich. Dabei darf man den Salat nie zu lange dem Wasser aussetzen, da sonst die Nährstoffe verloren gehen. Mit einem Sieb oder einer Salatschleuder die Blätter daher trockenschwenken.


Am besten bereitet man Salate erst kurz vor dem Verzehr zu, damit die Blätter frisch und knackig bleiben. Steht der Kopfsalat zu lange in der Marinade, fällt er in sich zusammen und die Blattstücke werden lappig und unansehlich.

Durch verschiedene Marinaden lässt sich der Kopfsalat geschmacklich sehr leicht und vielfältig variieren.

Kopfsalat - Vorbereitung

Rezepte

Grundrezept:

4 Esslöffel Öl, Saft einer Zitrone mit Salz und Pfeffer verrühren.
1 Bund fein gehackte Petersilie, etwas Schnittlauch oder Dill dazugeben.
Das ganze mit einer halben, fein gehackten Zwiebel vermischen.
Vorsichtig mit den kleingezupften Salatblättern vermengen.
Eine zarte Brise Zucker rundet den Geschmack ab.

Joghurtmarinade

1 Becher Joghurt, 2 Esslöffel Milch, 1 Esslöffel Öl vermischen.
Etwas Zitronensaft, Salz und ein wenig weißen Pfeffer dazu geben.
Mit etwas Zucker abschmecken, gut durchmischen und dann unter den Salat heben.
Sofort servieren.

Kopfsalat süß

Saft einer halben Zitrone mit 6 EL Zucker vermischen.
1/2 Liter kalte Milch dazugeben und verühren. Unter den Salat heben. Kalt servieren.
Nehmen sie so viel Zucker, dass der Zitronensaft aufgesogen wird und eine dickflüssige Mischung entsteht.

Kopfsalatsuppe

Wenn der Salat nicht mehr ganz so knackig ist, lässt sich eine leckere Suppe daraus zubereiten.
Das Rezept funktioniert natürlich auch mit ganz frischem Salat.

1 mittelgroße Zwiebel, schläen und klein hacken.
1 Kopfsalat, waschen, zerteilen und die Blätter in feine Streifen schneiden.
2-3 feste Innenblätter vorher auf die Seite legen.
Die Zwiebel andünsten und mit 1/2 Liter Brühe ablöschen.
200 g Sahne dazugeben und alles gut mit dem Mixstab pürieren.
Mit Salz, Pfeffer, Muskat und ein wenig Zucker abschmecken.
Die beiseite gelegten hellen Salatblätter in kleine Streifen schneiden und auf den Suppentellern verteilen. Die Suppe darüber geben. Mit etwas Petersilie garnieren.

Je nach Geschmack kann man noch gebrateten Garnelen oder Croutons dazu geben.  

Autor seit 5 Jahren
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